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Kompromittierung deutscher Regierungsnetze


Abgefangene E-Mails mit Schadsoftware im "Informationsverbund Bonn-Berlin" (IVBB)
2016 monatlich zirka 44.000 und 2017 monatlich zirka 52.000 mit Schadcode infizierte E-Mails in den Regierungsnetzen



Die Zahl der im "Informationsverbund Bonn-Berlin" (IVBB) in den Jahren 2016 und 2017 abgefangenen E-Mails mit Schadsoftware ist ein Thema der Antwort der Deutschen Bundesregierung (19/1867) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (19/1390) mit dem Titel "Kompromittierung deutscher Regierungsnetze".

Darin verweist die Bundesregierung auf Berichte des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zur IT-Sicherheit in Deutschland von 2016 und 2017. Hiernach seien 2016 monatlich zirka 44.000 und 2017 monatlich zirka 52.000 mit Schadcode infizierte E-Mails in den Regierungsnetzen abgefangen worden. Ferner seien 2016 täglich zirka 3.600 und 2017 täglich zirka 5.200 Verbindungsversuche aus den Regierungsnetzen zu Schadcodeservern blockiert worden.

Vorbemerkung der Fragesteller
Am 28. Februar 2018 meldete die dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH, "ausländische Hacker" seien in den Informationsverbund Berlin-Bonn (IVBB) eingedrungen ("Innenministerium: Hacker griffen deutsches Regierungsnetz an", BERLINER MORGENPOST vom 28. Februar 2018). Im Auswärtigen Amt habe es "einen entsprechenden Vorfall" gegeben, auch das Bundesministerium der Verteidigung (BMVG) sei betroffen. Den Hinweis auf die Kompromittierung hätten deutsche Geheimdienste nach Informationen des Senders "Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) am 19. Dezember 2017 von einem "ausländischen Partner" erhalten ("Von der Uni ins Ministerium?", tagesschau.de vom 2. März 2018).

In der Bundespressekonferenz vom 2. März 2018 wurde hierzu gemutmaßt, dieser Dienst käme aus dem Baltikum ("Regierungspressekonferenz vom 2. März 2018", bundesregierung.de). Nun ermitteln das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das für Spionageabwehr zuständige Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), auch der Auslandsgeheimdienst Bundesnachrichtendienst (BND) ist eingebunden. Verbindungsdaten des IVBB werden drei Monate aufgehoben. Für rund neun Monate der Angriffe stehen für die Ermittlungen deshalb keine Logfiles zur Verfügung.

Als Urheber des "Vorfalls" wurde von der "dpa" das in Russland verortete Netzwerk "APT28" benannt, das auch für Phishing-Mails an Bundestagsbüros im Jahr 2015 verantwortlich sein soll. Einen Tag später korrigierte sich die Agentur und schrieb den "Vorfall" unter Berufung auf ungenannte "Kreise" dem ebenfalls in Russland verorteten Netzwerk ,Snake' zu, das "Verbindungen" zu russischen Geheimdiensten habe ("Kreise: Russische Snake -Hacker hinter Angriff", dpa vom 1. März 2018).

Das Netzwerk "Snake" ist eigentlich die Bezeichnung für die Schadsoftware "Turla" bzw. "Uroburos" (www.kaspersky.de/ resource-center/threats/epic-turla-snake-malware-attacks), wird jedoch synonym zur Bezeichnung mutmaßlicher Angreifer gebraucht. Der Trojaner "Uroburos" wurde 2008 entdeckt und soll kyrillische Schriftzeichen im Programmcode enthalten, seit 2014 soll eine Linux-Variante kursieren
(https://malwarebattle. blogspot.de/2014/03/g-data-found-russian-cyber-weapon.html).

Sicherheitsfirmen wiesen in den vergangenen Jahren darauf hin, dass "Uroburos" Teil einer internationalen "Spionagekampagne" gewesen sei, die weltweit "Botschaften, Rüstungsfirmen, Lehranstalten und Forschungsinstitute" betroffen habe

(https://securelist.com/the-epic-turla-operation/65545/). Auch im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) war dies bekannt. Im Verfassungsschutzbericht für 2016 heißt es, dass "Snake" seit 2005 mit der "sehr komplexen und qualitativ hochwertigen Schadsoftware" aktiv sei. Der Trojaner "Uroburos" sei darauf ausgelegt, "in großen Netzwerken von Behörden, Firmen und Forschungseinrichtungen zu agieren". Betroffen seien insbesondere die Bereiche Energietechnik, Röntgen- und Nukleartechnologie, Messtechnologie sowie Luft- und Raumfahrt.

Das Rootkit "Uroburos", das sich selbstständig in infizierten Netzwerken verbreitet, besteht aus zwei Dateien für 32- und 64-Bit-Windows-Systeme mit einem Treiber. Die Kompromittierung des IVBB sei laut der "dpa" über Computer einer Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung erfolgt, Aktivitäten seien ab Ende 2016 festgestellt worden ("Kreise: Russische Snake -Hacker hinter Angriff", dpa vom 1. März 2018).

Der Angriff wurde möglicherweise durch fehlende Sicherheitsupdates oder eine großzügige Rechtevergabe begünstigt. Gewöhnlich nutzen Angreifer auch nicht veröffentlichte Sicherheitslücken ("Zero Day Exploits"). Laut dem Verfassungsschutzbericht für 2016 erfolgten Infektionen mit "Uroburos" meist über sogenannte Watering-Hole-Attacken, bei denen Angreifer Webpräsenzen, die für das Opfer potenziell interessant sind, auf infizierte Web-server umleiten. Werden die Seiten aufgerufen, erfolgt die Installation der Schadsoftware bei dem Opfer des Cyberangriffs. Die ausgewählten Betroffenen seien auf einer sogenannten White-List gespeichert

In der "Süddeutschen Zeitung" vom 6. März 2018 heißt es dazu, die Angreifer hätten das Mailprogramm Microsoft Outlook genutzt, um dort codierte Befehle in einem E-Mail-Anhang zu verstecken. Der betroffene Rechner war demnach bereits mit Schadsoftware infiziert. Über Outlook sollen die Dokumente schließlich auch ausgeleitet worden sein. Infiziert worden sei zunächst die Liegenschaftsverwaltung des Auswärtigen Amts, danach ein Referat mit Russlandbezug. Im Januar 2017 habe die Malware einen Steuerbefehl erhalten und begonnen, Informationen an einen nicht näher benannten Server auszuleiten. Im März 2017 hätten die Angreifer dann Administrator-Rechte auf Windows-Clients im Auswärtigen Amt erlangt. Erst kurz vorher wurden die dortigen Linux-Systeme zu Windows und Microsoft migriert (Bundestagsdrucksache 18/4473). Einen der Rechner habe ein Mitarbeiter des BMVG genutzt. Das BMVG soll deshalb entgegen erster Informationen nicht direkt betroffen gewesen sein.

Der IT-Angriff hat nach derzeitigem Stand keinen großen Schaden angerichtet. Im IVBB werden keine als vertraulich oder geheim eingestuften Dokumente verteilt ("Regierungspressekonferenz vom 2. März 2018", bundesregierung.de). Die Rede ist von sechs abgeflossenen Dokumenten, die zum Teil "Bezüge zu Russland, der Ukraine und Weißrussland" hätten. Ein Mitarbeiter des BMI erklärte im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur des Deutschen Bundestages, das Parlament und die Öffentlichkeit sei nicht früher über den Vorfall informiert worden, um die Angreifer weiter beobachten und rückverfolgen zu können. Die an die Presse geleakten Informationen hätten die weitere Aufklärungsarbeit zwangsläufig beendet. Die Bundesanwaltschaft hat deshalb Vorermittlungen auf der Suche nach der undichten Stelle begonnen ("Bundesanwaltschaft nimmt Vorermittlungen auf", haz.de vom 2. März 2018). Nicht auszuschließen sei, dass die Veröffentlichungen dafür sorgten, dass die Angreifer Spuren löschen konnten.

In der Vergangenheit will die Bundesregierung täglich 20 "hoch spezialisierte Cyberangriffe" festgestellt haben, von denen nach Einschätzung des BSI einer pro Woche "einen nachrichtendienstlichen Hintergrund" gehabt habe (Bundestagsdrucksache 18/11106, Antwort zu Frage 18). Für die Einstufung als "hoch spezialisierter Cyberangriff" genügt es jedoch, wenn eine Schadsoftware die Virenscanner des BSI überwinden kann. In keinem der Fälle konnte der vermutete "nachrichtendienstliche Hintergrund" bestätigt oder gar nachweislich einer Regierung zugeordnet werden.

Trotzdem will die Bundesregierung die rechtlichen und technischen Fähigkeiten zu digitalen Gegenschlägen ausweiten ("Hacking back? Technische und politische Implikationen digitaler Gegenschläge", SWP-Aktuell 59, August 2017). Der Bundessicherheitsrat soll hierzu eine Analyse der benötigten technischen Fähigkeiten vornehmen und der Bundesregierung Vorschläge für notwendige gesetzliche Änderungen vorlegen. Solche "Hackbacks" könnten laut dem Chef der neuen Entschlüsselungsbehörde des Bundes Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich ZITiS helfen, "entwendete Dateien und Dokumente zumindest auf den Servern der Diebe zu löschen" ("Entschlüsselungsbehörde Staat muss digital zurückschlagen können", de.reuters.com vom 22. November 2018). Auch im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD heißt es, man wolle "Angriffe aus dem Cyberraum gegen unsere kritischen Infrastrukturen abwehren und verhindern".
(Deutsche Bundesregierung: ra)

eingetragen: 03.06.18
Newsletterlauf: 14.06.18


Meldungen: Nachrichten

Migration auf Windows 10

Mit der Migration von PC-Systemen in den Bundesbehörden auf Windows 10 beschäftigt sich die Deutsche Bundesregierung in ihrer Antwort (19/14646) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (19/14056). Danach sind die Behörden und Ressorts für die zeitgerechte Windows-10-Umstellung eigenverantwortlich. Um Synergiepotentiale zu heben, hat das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) laut Vorlage im Rahmen der IT-Konsolidierung des Bundes ein Programm zur Unterstützung der Bundesbehörden bei der Windows-10-Umstellung aufgesetzt. Die Nutzung dieses Programms beruht den Angaben zufolge auf dem Freiwilligkeitsprinzip.

Falschgeldkriminalität im Darknet

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main - Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) - hat im Zeitraum vom 9.12.2019 bis zum 16.12.2019 gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt (BKA) und mit Unterstützung von Polizeidienststellen der Bundesländer die Wohnungen von 20 Tatverdächtigen in sieben Bundesländern wegen des Verdachts des Sichverschaffens von Falschgeld durchsucht. Unter der Sachleitung der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg - Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) - bzw. der Staatsanwaltschaft Köln - Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime NRW (ZAC) - erfolgten im selben Zeitraum zudem Durchsuchungsmaßnahmen bei vier Tatverdächtigen in Bayern und vier Tatverdächtigen in Nordrhein-Westfalen. Weitere Durchsuchungsmaßnahmen fanden in Frankreich, Griechenland, Luxemburg, Irland, Österreich und Spanien statt. Die europäische Polizeibehörde Europol koordinierte die europaweitenoperativen Maßnahmen.

Koordinierte Reaktionen bei Cyberangriffen

Koordinierte Reaktionen in der EU bei grenzüberschreitenden Cyberangriffen sind ein Thema der Antwort der Bundesregierung (19/13739) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (19/13291). Danach wurde bei einem von der Estnische Ratspräsidentschaft im September 2017 unter Beteiligung von 18 Mitgliedstaaten veranstalteten Workshop das Erfordernis einer engen Zusammenarbeit bei erheblichen grenzüberschreitenden Cyberangriffen festgestellt. "Europol solle dabei hinsichtlich der strafrechtlichen Verfolgung die zentrale koordinierende Rolle übernehmen", heißt es in der Antwort weiter. Darüber hinaus sei der "Bedarf an einem verbindlichen sicheren Kommunikationskanal sowie einer 24/7-Kommunikation von RegierungsCERTs (Computer Emergency Response Teams) und Strafverfolgungsbehörden" festgestellt worden.

Verbindliche Sicherheitsrichtlinien

Das Bundesgesundheitsministerium will die IT-Sicherheit bei niedergelassenen Ärzten verbessern. In einem Referentenentwurf sei vorgesehen, dass die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) bis Ende März 2020 verbindliche Richtlinien zur Gewährleistung der IT-Sicherheit festlegen müssen, heißt es in der Antwort (19/11314) der Deutschen Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/10936) der FDP-Fraktion.

Gefahr übers Telefon

Hacker können auch über Telefongeräte an sensible Daten und Dienste gelangen: Die meisten Unternehmen nutzen VoIP-Telefone, die ins Firmennetzwerk eingebunden sind. Sicherheitsforscher des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie in Darmstadt haben in diesen VoIP-Telefonen insgesamt 40 teils gravierende Schwachstellen gefunden. Angreifer können über diese Lücken Gespräche abhören, das Telefon außer Betrieb setzen oder sich über Schwachstellen im Gerät weiteren Zugriff auf das Firmennetzwerk verschaffen. Die Hersteller der VoIP-Telefone haben die Schwachstellen mittlerweile geschlossen. Nutzern wird dringend empfohlen, die entsprechenden Updates der Geräte-Firmware einzuspielen. Weitere technische Details zu den Schwachstellen finden sich unter www.sit.fraunhofer.de/cve. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen haben die Forscher am Samstag auf der DEFCON vorgestellt, eine der weltweit größten Hackerkonferenzen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

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Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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