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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Lernlabor für Cybersicherheit wird ausgebaut


Vom IT-Sicherheitsexperten bei genua zum Professor für Cybersicherheit
Bei genua Verfahren für Post-Quantum-Kryptografie vorangetrieben



Dr. Daniel Loebenberger (37) wechselt vom IT-Sicherheitshersteller genua GmbH in Kirchheim bei München nach Weiden in der Oberpfalz, um gleich zwei neue Aufgaben zu übernehmen: eine Professur für Cybersicherheit an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden sowie die Standortleitung des Fraunhofer-Institutes für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC vor Ort. Bei genua war der IT-Sicherheitsexperte mit Projekten im Bereich Kryptografie und Produktzulassungen für den Geheimschutzbereich beschäftigt.

Auf den Wechsel in die akademische Lehre ist Loebenberger gut vorbereitet, da er seit drei Jahren an der OTH Seminare zu IT-Sicherheit und Kryptografie gibt. Zuvor sammelte er zudem langjährige Lehrerfahrung an der Universität Bonn. Den im Januar 2018 in Weiden eröffneten Standort des Fraunhofer Instituts AISEC gilt es jetzt weiter auszubauen. Hier beschäftigen sich Forscher mit den Themen angewandte Kryptografie und Sicherheitsinfrastruktur. Schwerpunkte sind Penetration Testing, Hacking-Methoden und Sicherheits-Analysen, um Schwachstellen in Netzwerken, IT-Systemen und Devices aufzudecken und deren Schutz verbessern zu können. Die Forschungsprojekte werden im Auftrag von Unternehmen und der öffentlichen Hand durchgeführt.

Lernlabor für Cybersicherheit wird ausgebaut
Loebenberger ist zudem verantwortlich für das gemeinsam von verschiedenen deutschen Hochschulen und der Fraunhofer-Gesellschaft betriebene Lernlabor für Cybersicherheit in Weiden. Das Schulungsangebot für Mitarbeiter von Unternehmen und Behörden umfasst Binary Exploitation, Penetration Testing sowie IoT-Sicherheit und soll weiter ausgebaut werden, um IT-Sicherheitswissen an eine breite Zielgruppe weiterzugeben. Das Lernlabor wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Bei genua Verfahren für Post-Quantum-Kryptografie vorangetrieben
Bei genua war Loebenberger seit Januar 2016 als IT-Sicherheitsexperte beschäftigt. Er trieb Projekte im Bereich Kryptografie voran, unter anderem die praktische Umsetzung von Verfahren, die der starken Rechenkraft von Quantencomputern standhalten. Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt war die Zulassung von Sicherheitslösungen für den staatlichen Geheimschutzbereich. Dabei führte er bei genua in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) das qualifizierte Zulassungsverfahren ein. Dadurch wird der Ablauf von Zulassungen beschleunigt und für den Hersteller besser planbar. genua ist der erste Hersteller, der sich für dieses neue Verfahren qualifizieren konnte. (genua: ra)

eingetragen: 10.01.19
Newsletterlauf: 04.03.19

genua: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Personen

Erfolgsbilanz im Cybersecurity-Marketing

Hornetsecurity, Anbieterin von E-Mail-Security und -Backup, hat Katja Meyer als neuen Chief Marketing Officer bekannt gegeben. In dieser Rolle wird sie die globale Marketingstrategie der Hornetsecurity Group entwickeln und umsetzen sowie ein internationales Team von mehr als 40 Marketingexperten leiten.

Besser vor ausgeklügelten Cyberangriffen geschützt

Cybereason, das XDR-Unternehmen, befördert Frank Koelmel zum General Manager EMEA. Kölmel war zuvor Vice President Central Europe des Unternehmens, wo er seit März 2020 für das Rekordwachstum und die Expansion in der Region verantwortlich war. Er wird nun die Geschäfte von Cybereason in der EMEA-Region leiten und das weitere Wachstum vorantreiben.

Cybersicherheitsexperte BlueVoyant baut DACH-Team aus

BlueVoyant, Plattform zur internen und externen Cyberabwehr, gab die Expansion des Unternehmens in der DACH-Region bekannt. Den künftigen Marktaufbau in dieser Region wird Markus Auer als Sales Director Central Europe gemeinsam mit seinem Team verantworten und vorantreiben. So sollen kurzfristig auch weitere Positionen im Channel, Marketing, Technik und Customer Success Management besetzt werden.

Erfahrung in der strategischen Unternehmensführung

ForgeRock, Plattformanbieterin für digitales Identitätsmanagement, gibt die Ernennung von zwei neuen Mitgliedern für sein Board of Directors bekannt: Rinki Sethi, Chief Information Security Officer (CISO) von Twitter, und Johanna Flower, ehemalige Chief Marketing Officer (CMO) von CrowdStrike. Rinki Sethi, mit über 20 Jahre Erfahrung in der strategischen Unternehmensführung, begann ihre Karriere als Entwicklerin. Sie war unter anderem für die Leitung und Entwicklung von Online-Sicherheitsinfrastrukturen für Fortune 500-Unternehmen wie IBM, Walmart.com, eBay und Palo Alto Networks verantwortlich. Sethi war zudem am Aufbau der IT-Sicherheitsinfrastruktur für Walmart.com beteiligt und entwickelte Sicherheitsstrategien für die mehr als 30 globalen Unternehmen von eBay in China, Indien, Australien, Korea, Deutschland und England. Im Laufe ihrer Karriere war sie eine Schlüsselfigur bei der Aufrechterhaltung der Sicherheit globaler Systeme im Rahmen von Fusionen und Übernahmen. Johanna Flower ist eine Go-to-Market-Führungskraft mit mehr als 20 Jahren Erfahrung. Als erste CMO von CrowdStrike leitete Flower das globale Marketing und trug maßgeblich dazu bei, den ARR (Annual Recurring Revenue) des Unternehmens von 12 Millionen US-Dollar auf fast 800 Millionen US-Dollar zu steigern. Vor ihrer Tätigkeit bei CrowdStrike war Flower CMO bei Websense Inc. (jetzt Forcepoint LLC). Dort setzte sie Marketing- und Markteinführungsstrategien um, die dazu führten, dass das Unternehmen den weltweit größten Marktanteil im Bereich Web-Security erlangte. Derzeit ist sie im Board of Directors von Freshworks, Theta Lake und Expel tätig.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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