Rubrik: Markt/Studien

IT-Sicherheit 2007: Chefetage widmet IT-Sicherheit zu wenig Aufmerksamkeit

Mehr als die Hälfte der Sicherheitsverantwortlichen rechnen mit erheblichen Schäden

(12.12.06) - Mehr als die Hälfte der Sicherheitsverantwortlichen verzeichneten 2006 bis zu 20 Prozent mehr Angriffe auf ihre Firmenrechner als im Vorjahr. Das ergibt die Studie "Sicherheits-check 2007“ vom IT-Sicherheitsexperten secunet Security Networks AG, die in Zusammenarbeit mit der Fachzeitschrift InformationWeek erstellt wurde. Die Onlinebefragung unter 1.139 IT-Entscheidern verschiedener Branchen wurde im Oktober 2006 durchgeführt.

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Die Intensität der Attacken nahm dabei gleichzeitig spürbar zu. Über 50 Prozent der befragten IT-Manager meldeten eine Zunahme der Schadensfälle gegenüber dem Vorjahr, die durch entsprechende Angriffe verursacht wurden. Dennoch wird die Sicherung der IT-Systeme im Topmanagement vernachlässigt. Knapp 30 Prozent der Befragten gibt an, dass die Chefetage der Sicherheit der eigenen Informationstechnologie nicht die notwendige Aufmerksamkeit schenkt.

Trotz steigender Gefahrenpotenziale beabsichtigen fast 60 Prozent der Topmanager in deutschen Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung, das Budget für IT-Sicherheit einzufrieren oder sogar zu kürzen. Dem gegenüber stehen 40 Prozent, die das Budget für die IT-Sicherheit ausbauen wollen. Das Engagement ist dabei abhängig von der Unternehmensgröße. Während in Betrieben mit bis zu 100 Mitarbeitern 36 Prozent der Entscheider mit einer Zunahme des Budgets rechnen, sind dies in Unternehmen mit bis zu 5.000 Angestellten rund 45 Prozent.

Ganz oben auf der Investitionsliste: die Datensicherheit im Internet. So wollen fast 60 Prozent der Befragten die Projekte rund um die Verschlüsselung der Datenkommunikation im Internet bis Ende 2007 abschließen. Fast die Hälfte der Entscheider beabsichtigen zudem, die mobilen Endgeräte sicherer zu machen. Außerdem hoch im Kurs: das zentrale Berechtigungsmanagement (43 Pro-zent), die Absicherung von Web-Portalen (43 Prozent) und die Verschlüsselung von E-Mails (32 Prozent).

Bei der Auswahl der Sicherheitsprodukte legen die Unternehmen ein überraschendes Selbst-bewusstsein an den Tag: Fast 66 Prozent der Befragten geben an, dass sie die Angebote eigenständig auf Sicherheit überprüfen. Die steigende Zahl von Schadensfällen macht allerdings deutlich, dass die Analyse im eigenen Haus allein nicht ausreichend sein kann, um den Gefahren wirkungsvoll zu begegnen. Aus diesem Grund ziehen 62 Prozent der Entscheider die Bericht-erstattung in Fachmedien zur Prüfung heran (Mehrfachnennungen waren möglich). Jeder Zweite setzt zudem auf Referenzen des Anbieters oder vertraut auf eine Zulassung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI).

Ebenfalls entscheidend für die Produktauswahl: Mehr als 60 Prozent der IT-Verantwortlichen in deutschen Unternehmen wählen die Ware nach dem Herkunftsland aus. Insbesondere die Dienstleistungsbranche achtet auf den Absenderstempel. Das größte Vertrauen schenken die Manager dabei den Produkten aus Deutschland (49 Prozent), gefolgt von den USA (23 Prozent) und dem restlichen Westeuropa (15 Prozent). (Secunet: ra)

 

 

 

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