Rubrik: Markt/Studien

Studie zu IP-Netzwerk-Konvergenz: IT-Manager können Netzwerke nicht proaktiv managen

Verbesserte Integration gefordert, um das Management komplexer IP-Netzwerke zu vereinfachen

(06.02.07) - CA hat zusammen mit dem britischen Marktforschungsunternehmen Quocirca eine Studie zu konvergenten Netzwerken durchgeführt. Die Befragung ergab, dass IT-Manager in Europa nicht die nötigen Ressourcen haben, um wichtige Netzwerktechnologien wie MPLS (Multi-Protocol Label Switching) und VoIP (Voice over IP) proaktiv zu managen. Sie haben weder einen schnellen Zugriff auf Informationen über Netzwerkprobleme, deren Ursachen, auf die betroffenen Systeme und Nutzer, noch können sie die Probleme lösen. Dabei wachsen die Anforderungen an die IP-Netzwerke, die die gesamte Unternehmenskommunikation unterstützen, stetig an - gleichzeitig sind die IT-Silos nicht integriert.

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Für die Studie zum Thema Netzwerk-Konvergenz mit IP (Internet-Protokoll) befragte Quocirca 473 IT-Manager in Europa und dem Nahen Osten. Die Auswertung zeigt einerseits, dass Unternehmen vermehrt auf IP-basierte Anwendungen setzen. Andererseits sind die IT-Manager nicht in der Lage, die Netzwerke proaktiv zu managen, um die Schlüsselfunktionen der IP-Anwendungen effizient zu unterstützen.

Da die Unternehmen unter Druck stehen, immer mehr Funktionen über IP-Netzwerke zur Verfügung zu stellen, fühlen sich IT-Abteilungen zunehmend unterbesetzt und zu wenig qualifiziert. Das Internet-Protokoll ist aufgrund der einfachen Handhabung und der Kosteneffektivität ein weit verbreitetes Netzwerkprotokoll in Unternehmen. Fallen die Netzwerke jedoch aus, bricht auch die gesamte Kommunikation zusammen und gefährdet die Unternehmensziele. Deshalb ist es umso wichtiger, dass IT-Manager die richtigen Werkzeuge auswählen, um ihre Netzwerke zu verwalten. Nur so wird gewährleistet, dass die Netzwerke verfügbar und sicher sind und die Anwendungen leistungsfähig bleiben und effizient laufen.

Laut Studie erklärten die befragten IT-Manager, dass ihre derzeitigen Managementtools nicht ausreichen, um bei Problemen schnell auf Netzwerk-Informationen zugreifen zu können. Auch sind sie sind nicht in der Lage, die Auswirkungen auf das laufende Geschäft abzuschätzen. 40 Prozent der Befragten gaben an, dass sie Voice over IP-Anwendungen nicht adäquat managen können.

Aus diesem Grund lagern Unternehmen VoIP-Anwendungen vermehrt an Dienstleister aus. 88 Prozent der befragten Unternehmen nutzen oder planen bereits das Angebot von Managed Service Providern aus Gründen der Netzwerk-Sicherheit anzunehmen.

Nach Angaben der Studie wird in Deutschland IP-Telephonie bei 78 Prozent der Unternehmen für externe Anrufe genutzt. 46 Prozent setzen auch bei internen Telefonaten auf diese Technologie. Viele deutsche Unternehmen haben langfristige Verträge mit lokalen Service Providern für PBX (Private Branch Exchange) für interne Telefonate über Nebenstellenanlagen abgeschlossen.  Einige Netzwerk-Anbieter machen den Unternehmen deshalb Zusatzangebote, die ihnen erlauben, intern PBX zu nutzen und die Kommunikation nach außen über IP-Anwendungen laufen zu lassen.

Bob Tarzey, Service Director bei Quocirca, erklärt: "IP wird zu einem zweischneidigen Schwert. Auf der einen Seite können die Komponenten besser miteinander verknüpft werden, auf der anderen Seite müssen sie selbst von leistungsfähigen Tools gesichert und verwaltet werden. Nur so wird gewährleistet, dass den Unternehmen das IP-Management nicht aus den Händen gleitet."

Um Netzwerke proaktiv verwalten zu können, müssen die Informationen zur Netwerk-Performance von Voice und Daten auf einer zentralen Management-Konsole zusammenlaufen. Nur so sind IT-Verantwortliche in der Lage, den Zustand ihrer gesamten IT-Infrastruktur zu überblicken. Das Netzwerk-Monitoring gewährleistet, dass die IT-Services über komplexe und heterogene Netzwerke hinweg verfügbar sind und zuverlässig arbeiten. Die Überwachung der Netzwerk-Performance sorgt dafür, dass kritische Entwicklungen identifiziert und Warnhinweise abgesetzt werden, wenn das Netzwerkverhalten vom normalen Muster abweicht. Duncan Fisken, Vice President Solutions Management EMEA bei CA, betont: "Nur wenn Performance-Monitoring, Fault Management und Root Cause-Analyse kombiniert zum Zug kommen, lassen sich die Bedenken gegenüber dem Management von IP-Netzwerken ausräumen."

Weitere Ergebnisse der Studie:

·         Die befragten Manager sehen es als wichtiger an, die Verfügbarkeit, Sicherheit und Leistungsfähigkeit von Netzwerken zu überwachen als die Erreichbarkeit zu kontrollieren. Das heißt, ein guter Zugriff auf ein schlecht funktionierendes Netzwerk wird als wertlos begriffen.

·         Bei den Anwendungen wird nicht die Überwachung von VoiP oder Video als vordinglich bewertet, sondern das Monitoring von Netzwerk Management Funktionen  wie MLPS (Multi-Protocol Label Switching) und Qualität der Services (QoS).

·         Unternehmen mit 1.000 bis 5.000 Mitarbeitern sind größeren Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern beim Einsatz von IP-Netzwerken voraus. Dies liegt zum einen daran, dass kleinere Unternehmen über weniger Legacy-Applikationen verfügen und zum anderen daran, dass das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten für das Management der Netzwerke höher ist und intern weniger Widerstand überwunden werden muss.

(CA: ma)

 

 

 

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