Rubrik: Markt/Studien

IDC wagt erstmals Vorhersagen zur Entwicklung des digitalen Datenvolumens

Exabyte: Messgröße im digitalen Universum

(15.03.07) - In der von EMC gesponserten Studie "The Expanding Digital Universe" wagt IDC erstmals Vorhersagen zur Entwicklung des digitalen Datenvolumens auf unserem Planeten und klassifiziert die Datentypen sowie Entstehungsregionen der digitalen Flut. Allein 2006 umfasste das Digitale Universum, wie IDC es nennt, 161 Exabyte (Milliarden Gigabyte). Auf jeden einzelnen der knapp 6,7 Milliarden Menschen auf der Erde kommen demnach umgerechnet rund 24 Gigabyte an digitalen Daten, die im Jahr 2006 entstanden sind. Die Marktforscher prognostizieren, das die digitale Informationsmenge ab 2006 jährlich um 57 Prozent zunimmt, sich bis 2010 versechsfacht und dann die unvorstellbare Masse von 988 Exabyte erreicht haben wird.

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IT-Abteilungen in neuer Verantwortung

Laut Studie sind 70 Prozent der Informationsproduzenten Privatpersonen, die allein durch alltägliches Telefonieren, Fotografieren, Filmen, Internet surfen oder Fernsehen digitale Daten produzieren oder übermitteln. Dennoch sind bei rund 85 Prozent der Daten Unternehmen jeder Größenordnung und Branche sowie deren IT-Abteilungen in irgendeiner Form in die Speicherung, Bereitstellung oder Übermittlung involviert und für die Einhaltung von Datenschutzrichtlinien sowie den Schutz der Daten selbst verantwortlich.

"Der massive Anstieg der Datenmenge und die Vielzahl der verschiedenen Informationsformaten, die an den unterschiedlichsten Orten entstehen, stellen mehr als nur eine weltweite Explosion an unüberschaubaren Informationen dar", beschreibt John Gantz, Chief Research Officer und Senior Vice President bei IDC die Herausforderung, die durch die komplette Wandlung des analogen, endlichen Informationsbegriffes hin zu seiner digitalen Unendlichkeit entsteht. "Aus technologischer Sicht werden Unternehmen immer ausgefeiltere Techniken entwickeln müssen, um die täglich entstehenden Informationsmengen zu transportieren, zu speichern, zu schützen oder wieder herzustellen."

Datenwachstum in Deutschland Informationsinfrastrukturen bilden die Basis

"Allein in Deutschland ist in 2006 ein Datenvolumen von 10 Exabyte entstanden und bis 2010 sind bei einem durchschnittlichen Wachstum von 57Prozent knapp 70 Exabyte zu erwarten. Diese schwer vorstellbaren Mengen - die Messgröße ist nicht einmal in Wörterbüchern zu finden - machen vor allem eines deutlich: heutige Informationsinfrastrukturen sind mit einem so rasanten Wachstum und der Vielfalt an Formaten wie Inhalten überfordert", kommentiert Jochen Moll, Geschäftsführer der EMC Deutschland GmbH, die Auswirkungen. "Das explosionsartige Wachstum wandelt die Arbeit von IT-Verantwortlichen genauso wie den Umgang mit Informationen durch den Einzelnen. Wenn 85Prozent der Daten, die generiert und kopiert werden, in die Verantwortung von Unter-nehmen fällt, muss die gesamte Branche Mittel und Wege finden, die zugrunde liegenden Infra-strukturen flexibel, zuverlässig und sicher zu gestalten." Entsprechend müssen komplexe Umgebungen zentral verwaltbar sein und Daten in Wertklassen eingeteilt werden können, damit die richtigen Informationen zeitnah aus dem Datenwust gefiltert werden können.

The Expanding Digital Universe: weitere Ergebnisse

·         Bilder und Videos (Rich Media) machen den Löwenanteil des Informationsuniversums aus: 2006 wurden mehr als 150 Milliarden Fotos mit Digitalkameras aufgenommen. IDC erwartet über 500 Milliarden weitere Bilder bis 2010.

·         Die Anzahl der E-Mail-Adressen ist von 253 Millionen 1998 auf  fast 1,6 Milliarden in 2006 angewachsen. Im gleichen Zeitraum stieg die Anzahl der versandten E-Mail dreimal schneller als die Anzahl der E-Mail-Nutzer. 2006 entstanden 6 Exabyte nur durch E-Mails (ausgenommen Spam), die zwischen Personen hin- und hergeschickt wurden.

·         Die Ausgaben für Security-Software werden von 40 Milliarden Dollar in 2006 auf 65 Milliarden Dollar in 2010 ansteigen, denn die Einhaltung gesetzlicher Auflagen betrifft 20 Prozent der Datenmenge, wobei 30 Prozent der Datenmenge von Security-Anwendungen berücksichtigt werden.

·         Über 95 Prozent der Daten um Digitalen Universum sind unstrukturiert. Unstrukturierte Daten machen über 80 Prozent aller Informationen in Unternehmen aus.

·         Derzeit haben alle Weltregionen außerhalb von Nordamerika, West-Europa und Japan einen Anteil von 10 Prozent am Digitalen Universum. Dort soll der Informationsanteil allerdings künftig um 30 bis 40 Prozent schneller wachsen als in den Industrienationen.

·         Weniger als 10 Prozent der Unternehmensinformationen sind nach ihrem Geschäftswert klassifiziert. IDC geht davon aus, dass die Menge an klassifizierten Daten künftig um 50 Prozent im Jahr steigen wird.

(EMC: ma)

 

 

 

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