Rubrik: Markt/Studien

Deutsche Unternehmen unterschätzen Kosten für den sicheren Betrieb ihrer IT

Studie zeigt: Deutsche Unternehmen verkennen die Auswirkungen einer falschen IT-Unterbringung

(04.06.07) - Die Kosten für den ausfallsicheren Betrieb der IT werden in vielen deutschen Unter-nehmen unterschätzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im Auftrag von Global Switch, einem führenden Anbieter neutraler Rechenzentrumsfläche zur Unterbringung geschäftskritischer IT-Systeme, durchgeführt wurde. So wollen zwar 45 Prozent der Unternehmen in Deutschland innerhalb des nächsten Jahres signifikant in ihre IT investieren, bedenken aber oftmals nicht, dass sich der Platz- und Strombedarf dadurch verändert.

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Erstaunlicherweise zeichnen sich die größten Defizite gerade in der für hohe Sicherheitsmaßstäbe bekannten Bankenbranche ab. Zwar wollen 79 Prozent der befragten Finanzinstitute in ihre IT investieren, gleichzeitig gehen aber 45 Prozent davon aus, künftig nicht mehr Platz zu benötigen. 54 Prozent meinen sogar, dass sich der Strombedarf nicht erhöhen wird, und das, obwohl 46 Prozent der befragten Finanzinstitute bereits in den letzten 6 Monaten mehr Strom benötigten. Dabei erhöht eine inadäquate Unterbringung der IT das Ausfallrisiko der Systeme erheblich.

Das mangelnde Sicherheitsbewusstsein ist darauf zurückzuführen, dass deutsche Unternehmen die bei einem Ausfall der IT entstehenden Kosten sehr niedrig einschätzen: 56 Prozent der Befragten veranschlagen für einen einstündigen Ausfall der IT Kosten von lediglich 15.000 Euro, während Marktforschungsunternehmen wie AMR Research den Schaden für einen solchen Ausfall je nach Branche zwischen 100.000 und 400.000 US-Dollar beziffern. Ein Grund für die niedrigen Schätzwerte liegt darin, dass 77 Prozent der deutschen Unternehmen die Kosten in erster Linie anhand der verlorenen Arbeitszeit messen. Nur 54 Prozent der befragten deutschen Unternehmen berücksichtigen auch Vertrauenseinbußen bei Kunden und Investoren. In Frankreich und Spanien berücksichtigen dagegen jeweils 70 beziehungsweise 75 Prozent der Unternehmen diese Faktoren in ihrer Kalkulation.

Ein weiteres erstaunliches Ergebnis der Studie: Acht Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland eruieren die Kosten für Ausfallzeiten der IT überhaupt nicht.

"Angesichts durchschnittlicher Kosten für einen einstündigen IT-Ausfall von 150.000 US-Dollar und möglicher Geschäftseinbußen und Vertrauensverluste ist es erstaunlich, dass es immer noch Unternehmen gibt, die die Kosten für den Ausfall ihrer IT überhaupt nicht berechnen", sagte Paul van der Hilst, European Director bei Global Switch. "Aber auch Unternehmen, die nur die ausge-fallene Arbeitszeit messen, verschließen ihre Augen vor der Wirklichkeit. Indem sie andere Kriterien ignorieren, verkennen sie die Langzeitwirkung von Systemausfällen. Um das Risiko von IT-Ausfällen zu minimieren und kostspielige Auswirkungen zu vermeiden, sollten IT-Verantwortliche der physischen Umgebung der IT mehr Bedeutung beimessen", meinte Paul van der Hilst weiter. (Global Switch: ra)

 

 

 

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