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Mobile Banking: Studie gibt Aufschluss über europäisches Banking-Verhalten im Vergleich Einstellung zum Mobile Banking ist durch ein hohes Maß an Sorgfalt und Vorsicht gekennzeichnet (30.07.07) - Sybase 365, ein Tochterunternehmen von Sybase, präsentiert weitere Ergebnisse ihrer kürzlich durchgeführten "M-Banking-Studie". Laut der vom unabhängigen Marktforschungsunter-nehmen Loudhouse durchgeführten Umfrage verfolgen Konsumenten die Entwicklung ihrer persönlichen Finanzen mit immer größerem Interesse. 40 Prozent der europäischen Bankkunden können ihren Kontostand jederzeit genau benennen. Diese Verbraucher werden in der Studie als "Experten für Nano-Ökonomie" bezeichnet. Die große Mehrheit der Befragten (81 Prozent) kann den Stand ihrer Finanzen bis auf 150 Euro genau benennen, 38 Prozent immerhin bis auf 15 Euro.
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Weiter zeigt die Studie, dass heute typischerweise Privatkunden ein sehr hohes Interesse an ihren Geldangelegenheiten aufweisen. So fragt die Hälfte der deutschen Bankkunden beispielsweise ihren Kontostand sehr häufig ab, 33 Prozent prüfen ihn immerhin alle paar Tage und 17 Prozent sogar täglich. "Wenn es um ihr Geld geht, sind Kunden sind heute wachsamer denn je", erläutert Klaus Jansen-Knor, Director Central und Eastern Europe von Sybase 365 die Ergebnisse. "Ihre Einstellung ist durch ein hohes Maß an Sorgfalt und Vorsicht gekennzeichnet, was zum Teil sicherlich auf aktuelle Medienberichterstattungen zu emotional belasteten Themen wie Kartenbetrug, Missbrauch von Zugangsdaten, Phishing-Attacken oder steigenden Bankgebühren zurückzuführen ist." Die Studie zeigt aber auch, dass es ebenso einen ganz anderen Typ von Bankkunden gibt. Dieser zeigt in Geldangelegenheiten eine regelrechte "Vogel-Strauß-Mentalität", er hat keinerlei Vorstellungen von seinem Kontostand und grundsätzlich kein Interesse an seinen persönlichen Finanzen. Mit einem Anteil von 15 Prozent in Deutschland bildet diese Gruppe eher eine Minder-heit. Mit den vielfältigen Möglichkeiten, die unsere Always-on-Gesellschaft heute bietet, Geldange-legenheiten zu regeln, wird es aber zunehmend schwieriger für diese Verbraucher, ihre Einstellung aufrecht zu erhalten. Der in der Umfrage ermittelte Trend zur Nano-Ökonomie ist zu großen Teilen auf die Digitalisierung unserer Ökonomie zurückzuführen. Dies spiegelt sich in der Art und Weise wider, wie deutsche Konsumenten ihren Bankgeschäften nachgehen: Während 65 Prozent ihren Kontostand bereits per Internet-Banking abfragen, suchen nur noch 29 Prozent hierfür einen Auszugsdrucker/Geld-automaten auf. Daneben ist eine verstärkte Nachfrage nach Banking Services über das Handy zu beobachten. Die deutliche Zunahme des Internet Banking in den vergangenen zwei Jahren ist primär der bequemen Handhabung dieser Technologie zuzuschreiben. Ähnliche Vorteile bringt das Mobile Banking (M-Banking) mit sich, da es den Verbrauchern die Verwaltung ihrer Finanzen von unterwegs ermöglicht und somit den logischen nächsten Schritt in der Entwicklung der Banking Services bildet. Gestützt wird diese Annahme durch die Ergebnisse der Sybase-Studie. Generell ist die Aufgeschlossenheit deutscher Verbraucher gegenüber neuen Technologien, die 54 Prozent selber als "hoch" einschätzen, sehr groß. Zudem ist das Verhältnis von Bekanntheits- und Nutzungsgrad im Hinblick auf die Kontostandsabfrage und Zahlungen per Handy im Vergleich zu anderen Mobile Services – ausgenommen der allseits beliebten SMS – am stärksten. Von den befragten Europäern, die bereits Mobile Banking nutzen, sind drei Viertel sehr zufrieden bzw. zufrieden, dabei ist für 56 Prozent dieser Service kostenlos. Insgesamt gibt ein Drittel der Befragten an, die Bankgeschäfte von unterwegs aus erledigen zu wollen, bevorzugt über das Mobiltelefon. Das Internet Banking kann als Vorläufer des Mobile Banking gesehen werden und weist in der Entwicklung einige interessante Parallelen auf. Zum Beispiel, was die Überwindung von Hinder-nissen angeht, die einer breit angelegten Einführung im Wege stehen, wie u.a. die Sicherheit des Services. Gerade in Deutschland nennen 30Prozent der Befragten "Sicherheitsbedenken" als Grund dafür, warum sie mobile Bankservices noch nicht nutzen. Desinteresse oder Zweifel an der Notwendigkeit von M-Banking spielen eher untergeordnete Rollen. Das subjektive Sicherheitsgefühl bei M-Banking ist direkt an die aktive Nutzung des Angebots gekoppelt. Während nur 33 Prozent der Nicht-Nutzer die Technologie als sicher einstufen, steigt dieser Prozentsatz bei den Nutzern von Mobile Banking auf 63Prozent. Über ein Drittel der Befragten gab aber auch an, gar nicht zu wissen, ob das mobile Endgerät überhaupt M-Banking unterstützen kann. "Die Umfrageergebnisse zeigen, dass sich das Mobile Banking in Deutschland noch in der Anfangsphase befindet. Die selbstverständliche Nutzung dieser Services durch die finanziell sehr interessierten und technologisch versierten Konsumenten zeigt aber, dass M-Banking eine logische Ergänzung zu bestehenden Instrumenten ist", so Jansen-Knor weiter. "Mit Mobile Banking können die Verbraucher ihre finanzielle Situation jederzeit und überall überprüfen - und sich besser vor Kartenmissbrauch schützen." Trotz der vielen Vorteile ist das Mobile Banking noch nicht besonders stark im Bewusstsein deutscher Verbraucher verankert. Der derzeitige geringe Nutzungsgrad des Mobile Banking ist überwiegend auf die zögerliche Informationspolitik der Banken zurückzuführen - so gab die Hälfte der Befragten an, dass sie nicht einmal weiß, ob ihre Bank diesen Service anbietet. Jansen-Knor kommentiert dies folgendermaßen: "Die Banken betrachten das Mobile Banking nicht als Möglichkeit zur Umsatzsteigerung; ihre Investitionen in die Vermarktung dieses Serviceange-bots und die Steigerung seines Bekanntheitsgrads fallen daher eher bescheiden aus. Langfristig werden jedoch diejenigen Banken, die die Einsparmöglichkeiten von im Push-Verfahren bereit-gestellten Textnachrichten erkennen, als erste das Potenzial des Mobile Banking erschließen." (Sybase 365: ra) |
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