Rubrik: Markt/Studien

Studie: Maßnahmen gegen P2P-Traffic gibt es nur selten

IT-Sicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen ist ziemlich lückenhaft

(07.08.07) - IT-Sicherheit spielt auch bei kleineren Firmen eine wichtige Rolle, allerdings meist nur in der Theorie, so die jüngste Studie des Security-Experten Websense. In der Praxis endet der Schutz oft schon bei Firewall und Virenscanner und ist damit ziemlich lückenhaft. Wie die aktuelle Studie zeigt, sind kleine und mittlere Unternehmen generell sehr schlecht auf IT-Sicherheitsrisiken vorbereitet.

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Die gefühlte Sicherheit ist hoch

Die Mehrzahl der Befragten (53 Prozent) hielt ihre Firma für sehr gut geschützt und ein Viertel glaubte gar komplett gegen Angriffe immun zu sein. Alles in allem schätzten 98 Prozent ihre IT-Sicherheit als ausreichend oder besser ein. Allerdings stellte sich bei weiterer Befragung heraus, dass es beispielsweise selten Maßnahmen gegen P2P-Traffic gab und dass Instant-Messaging und Internet-Verkehr größtenteils gar nicht überwacht wurden. Somit standen die klassischen Einfallstore für Malware in den meisten Firmen sperrangelweit offen, ohne dass die Unternehmen darin ein Sicherheitsproblem sahen. Kein einziges Unternehmen war gegen alle Sicherheitslücken gewappnet, 15 Prozent der Befragten hielten sogar den einfachen Grundschutz von Firewall und Virenscanner für ausreichend.

Instant-Messaging und P2P haben freie Bahn

Nur wenige Unternehmen schützten sich tatsächlich effektiv. Gerade einmal 8 Prozent blockten USB-Geräte und iPods. Etwas besser sah es beim Instant-Messaging aus: Immerhin 30 Prozent filterten die Attachments aus. Phishing-Sites wurden von 31 Prozent der Befragten überwacht, P2P-Applikationen blockten allerdings nur 22 Prozent der Firmen. Diese Freiräume wurden von den befragten Angestellten auch rege ausgenutzt: So konnten sich 25 Prozent von ihnen ein Arbeits-leben ohne P2P-Tauschbörsenzugriff überhaupt nicht mehr vorstellen.

Selbst kostenlose Maßnahmen scheitern

Der laxe Umgang mit Sicherheitsfragen ist allerdings nicht allein auf ein zu geringes IT-Budget zurückzuführen. Das zeigte sich bei Maßnahmen, die wenig bis gar nichts kosten. So hatten 84 Prozent der Unternehmen zwar Richtlinien für die Internet-Nutzung in der Schublade. Allerdings sorgten nicht einmal 25 Prozent dafür, dass sie auch tatsächlich von den Anwendern unter-schrieben wurden.

Eine wichtige Rolle bei der Einschätzung von Risiken spielte auch die berufliche Position der Befragten. So glaubten 66 Prozent des mittleren Managements, dass ihre IT-Abteilung sie gegen jedes denkbare Sicherheitsrisiko schützen könnte. Die IT-Manager selbst waren skeptischer. Gerade einmal 25 Prozent teilten die optimistische Ansicht des mittleren Managements, die Mehrzahl hielt die vorhandenen Maßnahmen für nicht 100 Prozent ausreichend.

Über diese Studie

Der SMB SOS Report wurde vom unabhängigen Institut Dynamic Markets im Auftrag von Websense erstellt. Befragt wurden 375 IT-Manager und 375 andere IT-Angestellte aus Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern. Die Firmen hatten ihren Sitz in UK, Deutschland, Frankreich, Italien oder den Niederlanden. Weder vor noch während der Interviews wurden die Befragten darüber informiert, dass diese Studie im Auftrag von Websense erstellt wurde. (Websense: ma)

 

 

 

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