Rubrik: Markt/Studien

Europaweite Umfrage: Unternehmen setzen auf externe Anbieter von Rechenzentren

Green Computing spielt für deutsche Unternehmen im europäischen Vergleich eine untergeordnete Rolle

(03.09.07) - Zwei Drittel aller europäischen Unternehmen wollen in Zukunft stärker auf externe Rechenzentren setzen. Sie begründen diese Entscheidung mit den wachsenden Kosten und der zunehmenden Komplexität, die der Eigenbetrieb eines hochsicheren Rechenzentrums mit sich bringt. Zu diesem Ergebnis kommt eine europaweite Studie von Colt Telecom. Befragt wurden 400 europäische IT-Entscheidungsträger in Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Die Umfrage wurde in 13 europäischen Ländern in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Marktforschungs-unternehmen Coleman Parkes durchgeführt.

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Demnach nutzt bereits die Hälfte der befragten Unternehmen externe Rechenzentren bei der Verwaltung ihrer Daten. Jedoch wollen sie diese Nutzung verstärken und weitere Systeme in externe Rechenzentren auslagern. Insbesondere Unternehmen in Großbritannien, Irland und den skandinavischen Ländern sehen einen dringenden Bedarf dies noch auszuweiten. Der Großteil der befragten europäischen Unternehmen stimmte darin überein, dass die wesentlichen Herausfor-derungen beim Eigenbetrieb eines Rechenzentrums folgende drei Faktoren sind: Sicherheit
(73 Prozent der Befragten), Gesamtkosten (71 Prozent) und qualifizierte Mitarbeiter (64 Prozent). Bei der Bewertung dieser Kriterien traten auch nationale Auffälligkeiten auf: In Deutschland haben 60 Prozent der Unternehmen neben den oben genannten Herausforderungen die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften als eine der wesentlichen Anforderungen beim internen Betrieb eines Rechenzentrums genannt.

Energieeffizienz spielt keine entscheidende Rolle in Deutschland

Europaweit wird insbesondere Green Computing in Zukunft bei Rechenzentren eine immer wichtigere Rolle spielen, wie die Studie belegt. Als Hauptherausforderung haben ein Drittel aller Befragten die Erhöhung der Energieeffizienz ihres Rechenzentrums und die damit verbundene Reduzierung ihrer CO2 Emissionen angegeben. Doch auch hier gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Während die ökologischen Bedenken in Portugal (70 Prozent) am höchsten wiegen, sind sie in Deutschland (10 Prozent) am niedrigsten.

"Die Studie bestätigt, dass ökologische Aspekte für die IT-Abteilungen der Unternehmen immer wichtiger werden, auch wenn diese Entwicklung noch nicht in allen Ländern gleichermaßen fortgeschritten ist", sagt Richard Oosterom, Vorsitzender der Geschäftsführung von Colt Deutschland. "Unternehmen sind zunehmend an der Energieeffizienz der Rechenzentren interessiert, wenn sie sich nach einem Rechenzentrumsanbieter umschauen. So kann zum Beispiel die Kühlung bis zu 60 Prozent der Energiekosten eines Rechenzentrums ausmachen. Colt sucht und entwickelt aktiv Techniken und Wege um die Energieeffizienz seiner Rechenzentren zu steigern - unter anderem mit der "Free cooling"-Technik. Hierbei wird bei niedrigen Außentempera-turen frische Luft direkt in das Kühlsystem des Rechenzentrums geschleust und somit der Energiebedarf minimiert."

Sicherheit gefragt: Business Continuity steht hoch im Kurs

Insgesamt 66 Prozent der Befragten sagten außerdem, sie erwarten, dass Zweitrechenzentren zukünftig eine Standardanforderung sein werden, um den unterbrechungsfreien Geschäftsbetrieb zu gewährleisten.

Die deutschen Umfrageergebnisse bestätigen, dass die größten Herausforderungen an die Rechen-zentren die physische Sicherheit sowie die IT-Sicherheit sind. Dies bestätigen 74 Prozent der in Deutschland befragten Unternehmen. (Colt: ma)

 

 

 

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