Rubrik: Markt/Studien

Onstor-Trendstudie belegt Virtualisierung als wichtiges Thema für 2008

SAN und NAS haben sich fast als unvereinbare Gegensätze etabliert

(06.12.07) - Onstor nutzte die Storage Networking World Europe in Frankfurt für eine Studie zu Storage-Trends in Unternehmen. Im Fokus stand dabei das Thema Virtualisierung von Speicher-lösungen.

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Die große Mehrheit der befragten Unternehmen (87 Prozent) gab an, bereits Virtualisierungsprojekte durchzuführen oder entsprechende Initiativen zu diskutieren. Bei 57 Prozent der Befragten bezieht sich die geplante Virtualisierung bis jetzt auf SAN-Lösungen. 34 Prozent der Unternehmen haben vor, SAN- und NAS-Lösungen zu virtualisieren. Eine reine NAS-Virtualisierung gehen zurzeit lediglich 6 Prozent der Unternehmen an. Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass es bisher weder ein überzeugendes Angebot für NAS-Virtualisierung gab, noch eine NAS-Lösung, die sich problemlos mit SAN für ein übergreifendes Virtualisierungskonzept integrieren ließ. So haben sich die Begriffe SAN und NAS fast als unvereinbare Gegensätze etabliert.

Speichernetze (Storage Area Network, SAN) haben sich in den letzten Jahren flächendeckend etabliert und nehmen heute eine zentrale Rolle in Rechenzentren ein. Fileservices hingegen wurden bisher weitgehend als getrennte Insellösungen aufgebaut, weil sie bisher fast ausschließlich als Komplettlösung mit eigenen, proprietären Speicher angeboten wurden. Eine wirklich konsolidierte Speicherinfrastruktur aufzubauen, aus der die im Rechenzentrum benötigten Dienste, wie z.B. RAW Volumes und Fileservices gleichermaßen, mit den verschiedenen Speicherklassen bedient werden, war daher fast unmöglich. Es bildeten sich Inseln von Speichersystemen, deren Kapazitäten nicht in einem Gesamtkonzept betrieben werden können und Kapital- wie Administrationskosten in die Höhe treiben.

Bei der Frage nach den Speicherklassen, die virtualisiert werden sollen, beziehen sich 48 Prozent der Befragten auf Tier2-Speicher, 14 Prozent auf Tier3 und 29 Prozent auf beide Speicherklassen. Bei weiteren 9 Prozent sind weder Tier2 noch Tier3 von der Virtualisierung betroffen. Auch bei diesem Ergebnis zeigt sich, dass Unternehmen bisher zu wenig von der Kombinationen verschiedener Speicherklassen profitieren konnten.

Um den Anteil des intensiv genutzten, teuren Speichers in Grenzen zu halten, bietet sich der Einsatz unterschiedlicher Speicherklassen an. 80 Prozent der Daten eines Unternehmens sind in der Regel selten benutzte Informationen und können auf weniger performantem, preiswertem Speicher liegen. Bei offenen NAS-Lösungen sind mehrere Speicherklassen in einem Cluster kombinierbar, auch von unterschiedlichen Herstellern gleichzeitig. Ideale Voraussetzungen also für ein ressourcen- und Budget-schonendes Speicherkonzept.

Obwohl immerhin 13 Prozent der befragten Firmenrepräsentanten aussagten, noch keine Virtualisierung geplant zu haben, bewertete die große Mehrheit der Befragten Virtualisierung als einen wichtigen Trend für Unternehmen.

Bei den Unternehmen, die bereits entsprechende Maßnahmen planen hielten 97 Prozent Virtualisierung für wichtig oder sehr wichtig. Bei den Firmen, die noch keine Virtualisierungspläne in Angriff genommen haben bewerteten immerhin 60 Prozent Virtualisierung als wichtig oder sehr wichtig. (Onstor: ma)

 

 

 

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