Rubrik: Markt/Studien

ILM Audit: Bei 37 Prozent der Befragten läuft Backup mittlerweile neun Stunden täglich

Fast 50 Prozent aller gespeicherten Unternehmensdaten werden nie wieder gebraucht

(25.02.08) - Im Rahmen ihres jährlichen ILM Audits (Information Lifecycle Management) hat der BridgeheadSoftware die Ergebnisse zweier Umfragen veröffentlicht, die einen alarmierenden Einblick in das unzureichende Speicher-Management britischer und amerikanischer Unternehmen geben. So läuft das Backup von Primärspeichern angesichts der explodierenden Datenmengen in vielen Unternehmen inzwischen den größten Teil des Tages, frisst teure Systemressourcen und kann oftmals gar nicht ganz abgeschlossen werden. Gleichzeitig herrscht unter den Befragten eine große Unzufriedenheit konventioneller Speicherlösungen, von denen sie sich mehr Energieeffizienz und damit mehr Umweltfreundlichkeit erhoffen.

Anzeige

Die erste Umfrage, durchgeführt unter 472 IT-Entscheidern in Großbritannien und Nordamerika, betrifft Datensicherungen: Diese sind - als Schutz gegen Datenverluste - heute in fast allen Unternehmen Alltag, werden aber zunehmend zum Problem. Denn angesichts der explodierenden Datenmengen sind sich 59 Prozent der IT-Entscheider einig, dass die täglichen Backups inzwischen eine echte Belastung des Geschäftsbetriebs darstellen bzw. darstellen werden. Bei 37 Prozent der Befragten läuft die Backup-Maschinerie mittlerweile neun Stunden täglich, bei 19 Prozent der Befragten dauert die Datensicherung sogar mehr als 12 Stunden und bindet wertvolle IT-Ressourcen wie System-, Speicher- und Netzkapazitäten. Besserung ist nicht in Sicht, im Gegenteil: 93 Prozent der Befragten gaben an, dass das Backup-Volumen in ihren Unternehmen auf jeden Fall weiter wachsen wird. 84 Prozent der Befragten befürworten daher ein intelligentes Information Lifecycle-Management (ILM), mit dem das zu sichernde Backup-Volumen auf diese Weise schnell und unmittelbar reduziert werden kann.

Doch nicht nur die Problematik der Datensicherung, sondern auch die möglichen Energieein-sparungen sprechen aus Verbrauchersicht für ILM-Lösungen. Eine zweite von BridgeHead unter
148 britischen IT-Entscheidern durchgeführte Umfrage zeigt, wie ernst ökologische Zielsetzung wie Energieeffizienz heute in britischen Unternehmen genommen werden.

60 Prozent der Befragten würden gerne energiesparende Speichermanagement-Alternativen in ihrem Unternehmen einsetzen. 84 Prozent der Befragten sehen hierbei die Speicherindustrie in der Pflicht, stärkere Anstrengungen bei der Verbesserung der Energieeffizienz ihrer Produkte zu unternehmen. Nicht ohne Grund: IT-Rechenzentren gehören durch Abwärme und enormen Stromverbrauch zu den veritablen Klimakillern unserer Zeit, rund 1,2 Prozent des weltweiten Strombedarfs entfällt inzwischen auf den IT-Sektor - das entspricht der Produktionsleistung von zirka 18 Atomkraft-werken.

"61 Prozent der von uns befragten Unternehmen haben angegeben, dass zwischen 30 und 50 Prozent ihrer auf Primärspeichern wie zum Beispiel Festplatten vorgehaltenen Daten aller Wahr-scheinlichkeit nach nie wieder angefasst werden - dennoch werden Zeit und Ressour­cen darauf verwendet, diese immer wieder zu sichern", erklärt Ralf Süß, Geschäftsführer bei BridgeHead Software Deutschland. "Mit einer automatisierten ILM-Strategie schlagen Unternehmen zwei Fliegen mit einer Klappe - sie machen wertvolle Ressourcen wieder frei, die von Backup-Prozessen lahmgelegt waren, und sie machen die IT des Unternehmens umweltfreundlicher, indem sie den Stromverbrauch senken." (BridgeHead: ma)

 

 

 

Diesen Beitrag per E-Mail versenden Diesen Beitrag ausdrucken