Rubrik: Markt/Studien

Frost & Sullivan: Kosteneinsparungen der größte Vorteil von Outsourcing-Maßnahmen

Outsourcing, Finanzierung, Sicherheitsmaßnahmen und Videoconferencing in europäischen Unternehmen

(10.04.08) - Europäische Führungskräfte bevorzugen Venture-Capital-Fonds als Finanzierungsform, sie bewerten Outsourcing trotz Vorbehalten als hocheffizientes Mittel zur Kostensenkung, haben in ihren Firmen diverse Maßnahmen zum Terrorschutz implementiert und setzen Videoconferencing ein, um Zeit und Geld zu sparen. So lauten die wichtigsten Ergebnisse einer neuen Umfrage von Frost & Sullivans Competitive Benchmarking Services Team zu den Themen mobile Kommunikation und Computerprodukte und -dienstleistungen in Europa.

Anzeige

"Üblicherweise geht es in unseren Analysen vor allem darum, Produkte und Dienstleistungen zu bewerten - in diesem Fall Laptops, Mobiltelefone, Smart Phones und Wireless-Service-Provider", erläutert Tonya Fowler, Leiterin des Bereichs Competitive Benchmarking Services von Frost & Sullivan. "Nun haben wir die Fragestellung um einen interessanten Aspekt erweitert: Welchen Stellenwert haben übergeordnete, das heißt globalere Themen bei europäischen C-Level-Führungskräften? Damit haben wir ein wertvolles Forum zum Austausch über Fragen etabliert, die in Unternehmen eine zentrale Rolle spielen. Die Antworten können neue Impulse für die Forschung liefern, und es erschließen sich neue Sichtweisen, die weit über die in der Umfrage sonst übliche reine Markenbewertung hinausgehen."

42 Prozent der für diese Studie Interviewten waren C-Level-Führungskräfte, 44 Prozent Vice Presidents, 5 Prozent Eigentümer, die restlichen 9 Prozent andere Unternehmensvertreter. Der größte Anteil im erweiterten europäischen Wirtschaftsraum (EMEA) der teilnehmenden Firmen ist in Israel (17 Prozent) angesiedelt, gefolgt von Großbritannien (15 Prozent), die übrigen haben ihren Sitz in Deutschland, Frankreich, Schweden, der Schweiz, Finnland oder Italien. Knapp ein Fünftel der Unternehmen stammen aus der Technologie- bzw. der Telekombranche und erzielen Umsätze in Höhe von mindestens 100 Mio. Dollar; befragt wurden außerdem Organisationen aus der produzierenden Industrie sowie aus den Bereichen Healthcare, Biotechnologie/Biomedizin und Beratung.

Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage:

Finanzierung: In europäischen Unternehmen gelten Venture-Capital-Fonds als bevorzugte Finanzierungsquelle. Ebenfalls von großer Bedeutung sind Investitionen durch Anteilseigner sowie private Investitionen, die über persönliche Netzwerke akquiriert werden. Unbeliebteste Kapitalgeber sind Banken und andere Finanzinstitute.

Outsourcing: Die Mehrheit der Befragten hält Kosteneinsparungen für den größten Vorteil von Outsourcing-Maßnahmen. Als weitere positive Aspekte wurden genannt: Personalausbau im Ausland, Erweiterung der globalen Präsenz und die Möglichkeit zur Sondierung neuer Märkte. Gleichzeitig herrscht jedoch in einigen Unternehmen Skepsis bezüglich der Service- und Leistungsqualität.

Sicherheitsmaßnahmen: Die meisten europäischen Unternehmen verfügen über ein Sicherheits-system zum Schutz vor terroristischen Aktivitäten. Dazu zählen unter anderem Datensicherung, diverse Schutzmechanisme in Software und Hardware und die Dezentralisierung von Daten.

Videoconferencing: Videoconferencing gilt als äußerst hilfreiches Instrument zum Zeit- und Kostensparen. Zudem halten es viele Führungskräfte für ein einfaches Mittel zum Informations-transfer und für eine effiziente Kommunikationsmethode. Weitere Pluspunkte: die Möglichkeit zur direkten visuellen Interaktion mit Kunden und Geschäftspartnern ohne Notwendigkeit zur Präsenz vor Ort sowie die Umweltfreundlichkeit.

Diese Studie wurde mit Hilfe von Frost & Sullivans CXO Panel (Chief Officers, x steht als Platzhalter für die jeweilige betriebliche Funktion) erstellt. Neben dem CXO Panel stehen eine Vielzahl weiterer Panels zur Teilnahme zur Verfügung, die Interessierten die Möglichkeit zur Einflussnahme auf häufig genutzte Produkte und Dienstleistungen geben und Einblick in das aktuelle Marktgeschehen verschaffen.

Über Competitive Benchmarking Services

Als Teil des Customer Research Teams führt Frost & Sullivans Bereich Competitive Benchmarking Services unabhängige, nicht geförderte Umfragen mit Endnutzern durch, um die Produkte, Prozesse und Dienstleistungen marktführender Unternehmen zu bewerten und zu vergleichen. Die Analysen decken die gesamte Bandbreite der von Frost & Sullivan untersuchten Industrien ab. Zu diesem Zweck interviewt Competitive Benchmarking Services vorzugsweise Spezialisten aus den jeweiligen Themenbereichen, so z.B. CXOs, Fahrzeugtechniker und andere. (Frost & Sullivan: ma)

 

 

 

Diesen Beitrag per E-Mail versenden Diesen Beitrag ausdrucken