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Sicherung von Online-Aktivitäten dringend erforderlich 22 Prozent der EU-Bürger seien bereits Opfer von so genanntem "Cybercrime" geworden (23.06.08) - Die Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit ENISA warnte Ende Mai in einer Pressekonferenz vor der Bedrohung wirtschaftlicher Interessen der EU durch steigende Internetkriminalität. Obwohl die Agentur die Schwierigkeit betonte, das Ausmaß des Problems in Zahlen auszudrücken, bestätigen die während der Konferenz vorgelegten Daten die Ernsthaftigkeit der Bedrohung: Sechs Millionen Computer in der EU sind mit so genannten "Bots" infiziert und in illegale "Botnets" (fernsteuerbare Netzwerke) integriert. Die durch Spam verursachten Kosten belaufen sich für die Unternehmen auf 65 Milliarden Euro.
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AVG Technologies veröffentlichte ebenfalls die Ergebnisse einer in ihrem Auftrag im März 2008 durch das Marktforschungsunternehmen Ipsos durchgeführten Studie, die sich mit den Auswir-kungen der Internetkriminalität auf EU-Bürger beschäftigt. Von den 7000 befragten Benutzern hatten 22 Prozent bereits einmal unfreiwillige Bekanntschaft mit Internetkriminalität gemacht, wobei Italien mit 32 Prozent am häufigsten betroffen war, knapp gefolgt von Großbritannien mit 31 Prozent. Diese Ergebnisse gehen mit zwei beobachteten Verhaltenstendenzen einher: Extensive Nutzung des Internets für immer sensiblere
Transaktionen: · 72 Prozent der Benutzer betreiben Internet-Shopping · 69 Prozent der Benutzer nutzen Online-Banking · 55 Prozent der Benutzer bezahlen ihre Rechnungen online Beim Online-Banking liegen Schweden (84 Prozent) und Deutschland (78 Prozent) an erster bzw. zweiter Stelle. Niedriger Grad angewandter Schutzmaßnahmen und gering
ausgeprägtes Bewusstsein der Endanwender, auf welche Weise Cybercrime zu verhindern
ist: · 18 Prozent der befragten Benutzer hatten keinen Virenschutz installiert · 38 Prozent der Benutzer finden, es gibt nicht genug Informationen über Internetkriminalität und auf welche Weise man sich davor schützen kann. Die schlechte Informationslage verunsichert die Menschen. So befürchten mehr Europäer, Opfer von Internetkriminalität (34 Prozent) zu werden, als Opfer eines Einbruchs (22 Prozent), körperlichen Angriffs (19 Prozent) oder Raubüberfalls (25 Prozent). Fast die Hälfte der Deutschen (47 Prozent) rechnet damit, Opfer von Internetkriminalität zu werden, während das Risiko für alle anderen Verbrechensarten bei unter 20 Prozent angesiedelt wurde. "Sowohl aus dem ENISA-Bericht als auch aus unserer Studie geht ganz klar hervor, dass immer noch viel Arbeit vor uns liegt, um die Benutzer vor Cybercrime zu schützen", sagt JR Smith, Chief Executive Officer von AVG Technologies. "Innerhalb weniger Jahre hat sich die Art der Bedrohung vom Hobby einiger weniger zu einem professionellen Verbrechenszweig entwickelt. Unsere Aufgabe besteht darin, benutzerfreundliche Sicherheitssoftware zu entwickeln, die innovatives Arbeiten zulässt. Mit den schwindenden Grenzen im World Wide Web wird es für Unternehmen und Endanwender immer wichtiger, sich auf sichere Online-Transaktionen verlassen zu können. Wir unterstützen den Appell von ENISA und rufen unsere Branche zur Zusammenarbeit auf, um das Internet zu einem sicheren Ort für globale Geschäfte zu machen. Genauso wie Umweltpolitik nur dann greift, wenn alle Menschen und Unternehmen an einem Strang ziehen, ist auch die Internetsicherheit eine gemeinsame Verpflichtung aller. Aus diesem Grund steht die Benutzer-meinung in unserer AVG Studie im Mittelpunkt. Nur wenn Benutzer und IT-Experten zusammen-arbeiten, können wir einen umfassenden Schutz gewährleisten." (AVG: ma) |
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