Rubrik: Markt/Studien

Unternehmen sehen die Vorteile ganzheitlichen Client Lifecycle Managements

Mit der Einführung wird aber gezögert: Fujitsu Siemens Computers und IDC sehen Handlungsbedarf

(16.07.08) - Die meisten der im März und April 2008 von IDC zum Thema "Managed Office" befragten Unternehmen stimmen zwar der Aussage zu, dass ein umfassendes Client Lifecycle Management finanzielle und organisatorische Vorteile mit sich bringt, zögern aber mit der Umsetzung des Konzepts im eigenen Haus. So lautet eins der Ergebnisse einer deutschlandweiten Befragung, die Fujitsu Siemens Computers bei IDC in Auftrag gegeben hatte. Als Gründe nennt Wafa Moussavi-Amin, Analyst und Geschäftsführer IDC Central Europe, die Sorge der IT-Abteilungen, Freiräume zu verlieren, unzureichende Kenntnisse, was Integriertes Lifecycle Management im Detail bedeutet sowie die Annahme in den Chefetagen, dass die IT-Abteilungen schon ein irgendwie geartetes Lifecycle Management im Einsatz haben werden, ohne dies genauer zu kennen.

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Fujitsu Siemens Computers wertet die Ergebnisse der Befragung als Bestätigung seines "Managed Office" Ansatzes. Mit diesem Angebot übernimmt das Unternehmen die Betreuung der Client - und falls gewünscht auch die der restlichen Office - IT Infrastruktur seiner Kunden. "Unsere Kunden behalten ihre IT Governance-Verantwortung und entscheiden so selber darüber, welche Kern-kompetenzen und damit verbundene Optimierungspotentiale sie selber realisieren während sie die Einsparungen, die mit der Auslagerung von Infrastructure Services verbunden sind, in vollem Umfang nutzen können", sagte Richard Schlauri, Executive Vice President Infrastructure Services Fujitsu Siemens Computers.

"Das Angebot von Fujitsu Siemens Computers passt zum Trend, nur Teile der IT-Prozesse auszulagern", sagte Moussavi-Amin. "Die Ergebnisse der Umfrage verdeutlichen, dass in zahlreichen Unternehmen noch deutlicher Optimierungsbedarf bei der Planung der Infrastruktur besteht. Es entsteht der Eindruck, dass mangels Transparenz oder fehlender Dringlichkeit, die Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung in diesen Bereichen nicht ausgeschöpft werden und die Wechselwirkung zu den späteren Phasen des Lifecycle Management nicht bekannt sind. Wir begrüßen daher die Initiative von Fujitsu Siemens Computers, mit Managed Office die Wettbe-werbsfähigkeit der Mittelständischen Unternehmen in Deutschland zu stärken."

Weitere Ergebnisse der Umfrage

In vielen Unternehmen besteht Aufklärungsbedarf hinsichtlich der gesetzlichen Vorgaben zur fachgerechten Entsorgung, der Sicherheitsrisiken durch unvollständiges und unsachgemäßes Löschen der Daten, bevor Clients entsorgt werden sowie hinsichtlich der realisierbaren Vorteile durch einen ganzheitlichen Ansatz. Dabei wird der Handlungsbedarf an sich durchaus gesehen: Zwischen 41 und 67 Prozent der Unternehmen wollen in den einzelnen Phasen des Client-Lifecycle Management weitere Optimierungsmaßnahmen durchführen. Dabei könnte nach Aussage von IDC die Kombination von Geräten mit entsprechenden Dienstleistungen über den gesamten Lebens-zyklus nicht nur unter finanziellen sondern auch unter qualitativen Gesichtspunkten die bessere Alternative sein.

Fujitsu Siemens Computers setzt den Begriff "Managed Office" mit einem ganzheitlichen Client Lifecycle Management gleich, das alle relevanten Aufgaben, die über den gesamten Lebenszyklus eines Desktops oder Notebooks anfallen, zusammenfasst. Demgegenüber berücksichtigen heute nur 29 Prozent der befragten Unternehmen bereits alle Phasen des Client Lifecycle Management von der Planung bis zur Entsorgung bei der Optimierung des Client Managements: Insbesondere die Entsorgung der Altgeräte steht nicht wirklich im Vordergrund. Dazu passt, dass 56 Prozent der Unternehmen nicht genau wissen, was mit den Altgeräten bei der Entsorgung geschieht.

Dem Bestreben der Unternehmen nach standardisierten Client-Infrastrukturen stehen individuelle Anforderungen gegenüber. Dieses Paradoxon lässt einen gewissen "Selbstschutz" der IT-Abteilungen vermuten. Nicht wenige Unternehmen sehen das Client Lifecycle Management als eine Kernkompetenz der IT an. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass sich standardisierte beziehungsweise einfach zu standardisierende IT-Umgebungen für eine Auslagerung besonders eignen.

Grundsätzlich lassen sich in allen Bereichen des Client Lifecycle Management Optimierungspoten-ziale ausmachen. Insbesondere die Vorteile eines ganzheitlichen Ansatzes sollten - so ein Ergebnis der Umfrage - in den Vordergrund gestellt werden. Fujitsu Siemens Computers hat sich daher zum Ziel gesetzt zu veranschaulichen, welche Konsequenzen Defizite in einer frühen Phase des Lifecycle Management auf die später folgenden Phasen haben. Allerdings erfolgt der Zugang zum Kunden heute noch in erster Linie über die Kostenargumentation. Darüber hinaus muss aber dargestellt werden, dass tatsächlich die gesamte Client-Infrastruktur des Kunden (inkl. z.B. Clients an Produktionsanlagen) abgedeckt werden kann. Entscheidend ist, dass bei einem Vergleich der Kosten bei einer "Make-or-Buy-Entscheidung" auch die gleichen Kosten und Aufgaben einbezogen werden. Als Anbieter mit dem - wie die Befragung ebenfalls zeigt - höchsten Bekanntheitsgrad bei den befragten Unternehmen, sieht sich Fujitsu Siemens Computers in einer soliden Ausgangs-position, um im Thema Client Lifecycle Management zusätzliches Geschäft zu generieren.

Information zum Verfahren der IDC-Befragung

Die Studie "Managed Office" in deutschen Unternehmen wurde von IDC im Auftrag von Fujitsu Siemens Computers im März und April 2008 durchgeführt und heute auf einer Pressekonferenz in München erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. IDC führte 150 Interviews mit Unternehmen verschiedener Branchen und Größenklassen. Zielsetzung des Projektes war, Fujitsu Siemens Computers bei der Planung des beabsichtigten Ausbaus der Geschäftsaktivitäten im Bereich "Managed Office" zu unterstützen.

Die Verteilung der Stichprobe nach Branchen orientierte sich an der gesamtwirtschaftlichen Verteilung in Deutschland. 53 Prozent der befragten Unternehmen beschäftigen mehr als 1.000 Mitarbeiter. Dieser Anteil ist überproportional zur gesamtwirtschaftlichen Verteilung. Im Hinblick auf die Thematik und Zielsetzungen seitens Fujitsu Siemens Computers ist diese Stichprobenverteilung aber durchaus sinnvoll und betont die Aussagekraft der Ergebnisse. Das Thema Client Lifecycle Management wird überwiegend von der IT-Abteilung gesteuert. Daher wurden die Interviews mehrheitlich mit Ansprechpartnern der IT durchgeführt. Dennoch wurden fast 20 Prozent der Interviews mit Business-Entscheidern (und Beeinflussern) realisiert. (Fujitsu Siemens: ra)

 

 

 

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