Rubrik: Markt/Studien

Laut einer Umfrage surfen zehn Prozent der Internetnutzer noch immer ungeschützt

19 Prozent der Anwender unterschätzen die Risiken des ungesicherten Surfens

(18.07.08) - Online-Betrug, Identitätsraub, Dialer-Abzocke oder infizierte Webseiten: Immer wieder verunsichern Meldungen über Cyber-Kriminalität die Internet-Gemeinde. Dennoch verzichten zehn Prozent der Internetnutzer komplett auf Virenschutz, fast ebenso viele verlassen sich lediglich auf risikoreiche On-Demand-Scanner. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine aktuelle Umfrage der Sicherheitsexperten von Avira, die 5.671 Besuchern ihrer Webseite die "Gewissensfrage des Monats" gestellt haben: "Online-Virenscanner sind Antivirusprogramme, die ihren Programmcode und die Virenmuster über ein Netzwerk online laden. Im Gegensatz zu fest installierten Viren-scannern arbeiten sie nur nach Aufforderung durch den Nutzer. On-Demand oder On-Access: Wie bevorzugen Sie ihren Virenscanner?"

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Die Mehrheit der Internetnutzer verwendet eine Echtzeitkontrolle, also einen On-Access-Virenschutz: 62 Prozent der befragten Internetnutzer haben demnach eine fest installierte Antivirensoftware im Einsatz, die Dateien auf Viren überprüft sobald sie vom Benutzer verwendet werden. Viren und Malware lassen sich so sofort erkennen und entfernen. Neun Prozent der Umfrage-Beteiligten verwenden ausschließlich Online-Scanner, da diese keinen nachteiligen Effekt auf die Arbeitsleistung des PCs haben. Die Überprüfung auf Viren erfolgt allerdings nur dann, wenn der Benutzer dies verlangt. "Bei Online-Scannern bestehen die Gefahren für Anwender darin, dass sich zum einen zwischen den Überprüfungsphasen Viren einnisten können, und zum anderen entsteht ein extremes Sicherheitsrisiko, da online der Zugriff auf den Rechner erlaubt wird", erklärt Rainer Witzgall, Executive Vice President von Avira. "Mehr Sicherheit bietet ein fest installierter On-Access-Virenschutz."

Fast ein Fünftel der Befragten greift gelegentlich auf einen Online-Scanner zurück, um sich parallel zum fest installierten Virenschutz eine zweite Meinung einzuholen. "On-Demand-Scanner bieten im Gegensatz zu On-Access-Programmen, die ununterbrochen als Virenwächter im Einsatz sind, keinen präventiven Schutz vor Malware", erläutert Witzgall. "Sie eignen sich zwar zur Reinigung infizierter Rechner, sind als alleinige Schutzmaßnahme allerdings nicht ausreichend."

Jeder zehnte PC-Nutzer scheint sich um die Sicherheit seines Rechners im World Wide Web keine Sorgen zu machen und setzt weder On-Access- noch On-Demand-Virenschutz ein. "Immer mehr Menschen sind online, vor allem Ältere und ungeübtere PC-Anwender entdecken die Vorteile des Internets", sagt Witzgall. "Mit unserer Aufklärungsarbeit über die Gefahren von Viren und Malware sind wir auf dem richtigen Weg: Während laut einer Studie des BSI im Jahr 2005 noch zwanzig Prozent der Internetnutzer ohne Virenschutz surften, sind es nach unseren jüngsten Erhebungen nur noch zehn Prozent. Das ist ein erfreulicher Schritt in die richtige Richtung." (Avira: ma)

 

 

 

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