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Studie beleuchtet weltweiten Umgang mit Sicherheitsrichtlinien im Unternehmen Diskrepanz im Sicherheitsbewusstsein von Mitarbeitern und IT-Verantwortlichen (
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Die aktuellen Daten ergänzen den Anfang Oktober veröffentlichten ersten Teil der Studie zu Risiken und Fehlern von Mitarbeitern bei der Datensicherheit. Die Grundlage bildet eine Umfrage unter mehr als 2000 Angestellten und IT-Experten in zehn Ländern: Deutschland, USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan, China, Indien, Australien und Brasilien. Cisco hatte die Studie beim unabhängigen US-amerikanischen Marktforschungsinstitut InsightExpress in Auftrag gegeben, weil der Verlust von vertraulichen Daten derzeit eines der größten Risken für Unternehmen darstellt. Da die Grenze zwischen geschäftlichen und privaten Anwendungen zunehmend verwischt und Mitarbeiter immer mehr multifunktionelle und mobile Geräte nutzen, wächst die Bedeutung von Sicherheitsrichtlinien, um sensible Daten zu schützen. "Die Studie zeigt die Notwendigkeit auf, sowohl die Sicherheitsrichtlinien selbst als auch deren Kommunikation zu überdenken", sagt John N. Stewart, Chief Security Officer bei Cisco. "Wenn die Mitarbeiter eines Unternehmens das Gefühl haben, Policies wären unfair oder behinderten sie gar bei ihrer Arbeit, wenn sie nicht die Hintergründe verstehen, dann verlieren diese Richtlinien ihre Wirkung. Wir formulieren Policies zu oft als unumstößliche Regeln und verlieren dabei die Gründe dafür aus den Augen. Sehen wir sie aber stets im Zusammenhang mit dem Bewusstsein, der Information und Aufklärung der Mitarbeiter, dann wird deutlich, warum wir sie dringend brauchen. Wenn die IT-Verantwortlichen das Personal miteinbeziehen und dessen Arbeitserfordernisse verstehen, können sie realistische Strategien entwickeln, die ganzheitlich und wirkungsvoll zu einer noch sichereren Unternehmensumgebung führen." Die Ergebnisse: Eine Frage der
Richtlinien? Die gute Nachricht: drei von vier Unternehmen (77 Prozent) verfügen bereits über eigene Sicher-heitsrichtlinien. Für ein Viertel jedoch stellen die Trends zu Mobilität und Kollaboration eine große Herausforderung dar, wenn sie offizielle Richtlinien für den Daten, Applikations- und Netzwerkzu-gang etablieren wollen. Fehlende Security Policies waren vor allem in Japan (39 Prozent) sowie in UK (29 Prozent) auszumachen. Bei Firmen mit entsprechenden Richtlinien ergab die Studie, dass Mitarbeiter diese häufig miss-achten oder ignorieren. Mehr als die Hälfte der Befragten gab zu, dass sie sich nicht immer an die Sicherheitsregeln ihres Arbeitgebers hielten. Das war vor allem in Frankreich (84 Prozent) der Fall. In Deutschland gaben neun Prozent der Befragten an, sich nicht oder kaum an die Regeln zu halten. Aus der Befragung gehen einige Faktoren hervor, die den Umgang mit Sicherheitsrichtlinien beeinflussen: · Bewusstsein: Beim Wissen um Sicherheitsrichtlinien sind 20 bis 30 Prozent der IT-Verantwortlichen den anderen Mitarbeitern des Unternehmens voraus. Die größte Kluft (31 Prozent) war in den Vereinigten Staaten, Brasilien und Italien zu erkennen. Diese Ergebnisse werfen die Frage auf, ob und wie wirkungsvoll die IT-Abteilung Policies an das Personal kommuniziert. · Kommunikation: 11 Prozent der Mitarbeiter gaben an, nie von der IT-Abteilung zu Security Policies informiert oder gar geschult zu werden. Dies zeigt sich vor allem in Europa, hier in erster Linie in UK (25 Prozent) und Frankreich (20%). Wenn IT-Teams Regeln kommunizieren, dann vorwiegend über non-verbale und indirekte Wege, etwa E-Mails oder Voicemail. · Updates: Drei von vier IT-Verantwortlichen (77 Prozent) und etwa die Hälfte der Mitarbeiter (47 Prozent) glauben, dass ihre Richtlinien regelmäßigere Updates brauchen. Vor allem Befragte aus China (91 Prozent) und Indien (89 Prozent) sind dieser Ansicht. Im Zusammenhang mit den Aussagen zum Verhalten von Mitarbeitern aus dem ersten Teil der Studie wird klar, dass eine umfassendere Security-Struktur besonders in Ländern mit wachsenden Wirtschaften und Arbeitsmärkten, in denen auch die Internetnutzung schnell zunimmt, nötig ist. · Fairness: Die Mehrheit der Angestellten in acht von zehn Ländern denkt, ihre Unternehmensrichtlinien wären unfair nur in Deutschland und den Vereinigten Staaten war dem nicht so. Da die Arbeitsprozesse durch Web 2.0-Applikationen, Video und mobilen Geräten kollaborativer werden, ist es ein Balanceakt für die IT, die effiziente Nutzung dieser Technologien nicht gleich wieder durch strikte Regeln zu beschränken. Denn wenn Mitarbeiter durch die Restriktionen frustriert sind, werden sie die Sicherheitsregeln auch eher brechen. · Nichteinhaltung: Eines der wichtigsten Ergebnisse war die unterschiedliche Sichtweise von Mitarbeitern und IT-Verantwortlichen hinsichtlich der Nichteinhaltung von Policies. Der IT zufolge missachten Angestellte die Richtlinien aus verschiedenen Gründen: vom Nichtverständnis für das Ausmaß von Sicherheitsrisiken bis hin zu purer Gleichgültigkeit. Mitarbeiter hingegen sehen das Problem eher darin, dass die Policies ihrer Meinung nach nicht mit ihren realen Arbeitserfordernissen zusammen passen. Etwa zwei von fünf Mitarbeitern (42 Prozent) weltweit waren dieser Ansicht. In Deutschland gab mehr als die Hälfte der Mitarbeiter an (55 Prozent), dass sie Regeln brechen würden um ihre Arbeit zu erledigen auch wenn die Mehrheit der deutschen Angestellten die Policies für fair hält. (Cisco: IronPort: ra) |
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