Rubrik: Markt/Studien

Online-Shopping 2008/2009: Jeder fünfte Deutsche Opfer von Internetkriminalität

42 Prozent der Deutschen ohne Security-Software

(03.02.09) - Eine Studie zum Thema Internetkriminalität des globalen Internetsicherheitsanbieters AVG Technologies zieht Bilanz für 2008 und zeigt für 2009 aktuelle Trends zur steigenden Bedrohung aus dem Web auf. Demnach hat bereits jeder fünfte private Internet-Anwender in Deutschland negative Erfahrungen mit Internetkriminalität gemacht. Für die Untersuchung befragte das Marktforschungsinstitut Ipsos Tambor 9.000 private Internetuser aus neun verschiedenen Ländern zu ihren Erfahrungen mit Sicherheitssoftware und Internetkriminalität. Ziel der AVG-Studie war es herausfinden, wie Internet-Anwender mit der Gefahr von Internetkriminalität umgehen und was sie über Security-Lösungen und deren Anbieter wissen.

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So haben mehr als 20 Prozent der befragten Internet-Anwender in Deutschland zu spüren bekommen, welche Risiken das Einkaufen im Internet birgt. Hauptproblem: Bestellte, vorausbezahlte oder ersteigerte Waren wurden nicht geliefert. Die Begeisterung der Deutschen für Internet-Shopping scheint das aber nicht zu trüben. Laut den Ergebnissen der Studie nutzen 89 Prozent der Bundesbürger das Web zum Shopping.

Obwohl das Online-Shopping in Deutschland stark verbreitet ist, schützt nur etwa die Hälfte der befragten Anwender ihre PCs vor Bedrohungen aus dem Internet. Besonders alarmierend ist: 42 Prozent haben überhaupt keine Security-Software installiert. Dabei glauben nahezu alle Befragten, dass Online-Kriminalität sie betreffen kann. Allerdings fühlen sich nur 42 Prozent der Bundesbürger verhältnismäßig gut über die Gefahren im Internet informiert.

"Die Bürger sollten das Internet als ein komplexes Medium mit potenziellen Gefahren wahrnehmen - so wie etwa der Straßenverkehr auch nie ohne Gefahren sein wird. Mit den richtigen Sicherheitsmaßnahmen ist das Internet ein bequemes Shopping-Tool. Ohne Vorsichtsmaßnahmen wird man allerdings leicht überfahren", warnt Gerald Hahn, Country Manager von AVG Technologies. "Gerade weil in Deutschland Internet-Shopping so populär ist, müssen Anwender im Jahr 2009 ihre PCs noch besser vor Online-Kriminellen sichern."

Grund zum Optimismus gab die Tatsache, dass sich die Deutschen lernfähig zeigten: Sobald die Befragten Opfer einer Online-Attacke geworden waren, änderte fast die Hälfte ihr Verhalten. Sie achten mehr auf Sicherheit und sind wachsamer. Allerdings lassen sich 41 Prozent der Deutschen von Cyberkriminalität nicht aus der Ruhe bringen. Sie reagieren zwar verärgert auf eine Attacke aus dem Web, sehen sich dennoch nicht gezwungen, im Web künftig vorsichtiger zu sein.

Das Vertrauen der Deutschen in Security-Lösungen ist hoch. 63 Prozent der Befragten, die eine Sicherheits-Software haben, gaben an, dass sie ihren Computer als gut gesichert empfinden. Sobald ihr Rechner geschützt ist, achten bundesdeutsche Anwender jedoch auf Aktualität: 49 Prozent der installierten Antivirensoftware ist nicht älter als ein Jahr.

Als Trend für 2009 zeichnet sich ein Wandel der Bedrohungen ab: "Viren und Würmer sind inzwischen nicht mehr die Hauptgefahren aus dem Internet. Vielmehr sind es Kriminelle, die das Internet gezielt für ihre Machenschaften verwenden. Nur mit der geeigneten Software können Internet-Anwender ihre PCs davor schützen", erklärt AVG-Country-Manager Gerald Hahn. (AVG: ra)

 

 

 

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