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Unisys Security Index: Europäer befürchten mehr Finanzbetrug während der Rezession Vertrauen der Konsumenten schwindet in Krisenzeiten (
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In Spanien fürchten 83 Prozent der Konsumenten, dass finanzieller Betrug zunimmt, in Groß-britannien 72 Prozent, in Belgien 63 Prozent und in Deutschland 56 Prozent. Anders sieht es in den Niederlanden aus: Hier geht nur ein Drittel der Befragten davon aus, dass es einen Zusammenhang zwischen der Krise und zunehmenden Betrugsfällen gibt. Die letzte Umfrage im Rahmen des Unisys Security Index wurde im März 2009 durchgeführt. In weltweit neun Ländern wurden über 8500 Personen befragt. Der Index liegt dabei durchschnittlich bei 127 im Vergleich zu 122 bei der vorletzten Befragung im September 2008. Das weist insgesamt auf eine leichte Zunahme der Sicherheitsbedenken hin. Der aktuelle Index zeigt einen Rückgang beim Vertrauen der Verbraucher in finanzielle Sicherheit. Hier ist der Wert um 10 Punkte von 132 auf 142 in den letzten sechs Monaten angestiegen. Finanzielle Sicherheit ist europaweit der Bereich mit den höchsten Sicherheitsbedenken. Die geringste Rolle spielt derzeit der Bereich Internet Sicherheit mit einem Indexwert von 118. "Der vierte Security Index zeigt, dass sich die Wirtschaftskrise nicht nur darauf auswirkt, wie Konsumenten ihre eigene finanzielle Sicherheit einschätzen, sondern sie befürchten auch mehr Kreditkartenbetrug und Identitätsdiebstahl", sagte Dino Gelmetti, Global Industries, Continental Europe, Unisys "Auch wenn die europäischen Verbraucher glauben, dass es einen Zusammenhang zwischen der Rezession und zunehmendem Finanzbetrug gibt, halten sich ihre Bedenken angesichts der Krise insgesamt in Grenzen. Unternehmen und öffentliche Organisationen sollten dennoch verstärkt darauf achten, dass sie mit den Bedenken der Konsumenten in Sachen Identitätsdiebstahl und Finanzbetrug richtig umgehen". Europäische Unterschiede Im Durchschnitt belegen die aktuellen Daten europaweit eine leichte Zunahme in allen vier Bereichen, die im Rahmen des Index abgefragt werden: finanzielle, nationale, Internet und persönliche Sicherheit. Dabei sind die Ergebnisse in den fünf europäischen Ländern recht unterschiedlich: Deutschland bleibt die Nation mit den höchsten Bedenken mit einem Indexwert von 169 (160 im September 2008). In Spanien ist der Indexwert am stärksten angestiegen: von 138 Punkten auf 151 innerhalb von sechs Monaten. In Großbritannien ist der Index um acht Punkte angestiegen: Britische Konsumenten haben mit einem Index von 135 insgesamt moderate Sicherheitsbedenken. In Belgien und den Niederlanden fühlen sich die Menschen mit einem Gesamtindex von 96 bzw. 86 im europaweiten Vergleich am sichersten. In Belgien bleibt der Indexwert im Vergleich zur letzten Umfrage gleich, in den Niederlanden geht er um einen Punkt zurück (September 2008: 87). Finanzielle Ängste dominieren weiterhin in Europa Indexwerte im Bereich finanzieller Sicherheit liegen zwischen 99 in den Niederlanden und 177 in Deutschland. Im Durchschnitt äußern drei von fünf europäischen Verbrauchern starke Bedenken, dass andere ihre Kreditkarten- oder Kontodetails ausspionieren und nutzen könnten. Sowohl in Spanien als auch in Deutschland haben gegenüber der letzten Umfrage 10 Prozent mehr der Befragten Angst davor, dass sie ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen können. Im Bereich persönliche Sicherheit sind die Europäer sehr gespalten Persönliche Sicherheit ist der Bereich, in dem die Europäer mit einem Indexwert von 128 im Durchschnitt die zweithöchsten Bedenken äußern. Das entspricht einem Anstieg von vier Punkten im Vergleich zu September 2008. In den Niederlanden und Belgien sind weniger als die Hälfte der Befragten in diesem Punkt besorgt, in Spanien, Großbritannien und Deutschland sind es mehr bzw. weit mehr als die Hälfte (60, 65 und 81 Prozent). Nationale und Internet Sicherheit Im Bereich nationaler Sicherheit ist der Indexwert im Durchschnitt europaweit um zwei Punkte auf 120 angestiegen. Insgesamt sind die Europäer mäßig besorgt um ihre nationale Sicherheit. Den höchsten Wert weist hier Spanien auf. 58 Prozent der befragten Spanier fürchten ernsthaft um ihre nationale Sicherheit. Obwohl Internet Sicherheit europaweit der Bereich mit den wenigsten Sicherheitsbedenken ist, hat der Index hier seit letztem September um 7 Punkte zugenommen. Davor hatte dieser Wert von Befragung zu Befragung stetig abgenommen. Über den Unisys Security Index Im Rahmen der Studie wurden Ende Februar 2009 in Deutschland 957 Personen (weltweit 8.500) über 18 Jahre, davon 420 Männer und 537 Frauen, per Zufall ausgewählt und telefonisch zu ihrer Einschätzung der nationalen, finanziellen, Internet- und persönlichen Sicherheit befragt. In jedem der vier Bereiche mussten zwei Fragestellungen beantwortet werden. Zusätzlich sollten die Personen darüber Auskunft geben, ob sie aufgrund der Finanzkrise mit einer Zunahme von Kreditkartenbetrug oder Identitätsdiebstahl rechnen. Ein Index von 0 - 75 bedeutet keine Sicherheitsbedenken, ein Wert ab 75 geringe Bedenken, ein Wert ab 150 große Bedenken und ein Index von 225 - 300 zeigt extreme Sicherheitsbedenken auf. Die Befragten gaben ihre Einschätzung der jeweiligen Fragestellung mit nicht, wenig, sehr oder extrem besorgt bzw. keine Angabe an. Aus diesen Angaben wurde der jeweilige Security Index errechnet. Die Studie führte das Unternehmen Lieberman Research Group für Unisys durch. In Europa umfasst die Studie neben Deutschland die Länder Belgien, Großbritannien, die Niederlande und Spanien. Außerdem wird die Befragung in Australien, Neuseeland, Brasilien und den USA durchgeführt. Der Security Index wurde bereits im August 2007, im März 2008 und im September 2008 erstellt. (Unisys: ra) |
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