Rubrik: Markt/Studien

Umfrage zeigt: Passwort-Management beeinflusst Anwenderzufriedenheit von Ärzten

Laut Imprivata gewinnt die Sicherheit im Healthcarebereich zunehmend an Bedeutung

(06.05.09) - Imprivata gab im April die Ergebnisse ihrer zweiten nationalen Jahresumfrage "Trends im Identitätsmanagement im Healthcare-Sektor 2009" (1) bekannt. Die Online-Befragung von IT-Entscheidungsträgern im Gesundheitswesen zeigt signifikante Trends mit Blick auf Sicherheits-fragen, elektronische Gesundheitsakten (EGA), Virtualisierung, Healthcare-Zugangsmanagement sowie hinsichtlich der Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise auf IT-Budgets, Planungen und Prioritäten.

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Auch 2009 hat die Sicherheit von Patientendaten sowie das Zugangsmanagement weiterhin oberste Priorität für viele Healthcare-Unternehmen - trotz wirtschaftlicher Belastungen und reduzierter IT-Budgets. Das steigende Wissen um immanente Sicherheitsprobleme führt zu einer vermehrten Einführung von Strong Authentication-Lösungen wie effektiven Passwörtern, biometrischen Verfahren und berührungslosen Chipkarten, um unzulässige Zugriffe auf Patientendaten zu verhindern. Für eine zeitnahe Betreuung von Patienten ist vor allem der schnelle Zugang zu Patientendaten entscheidend, der zudem einen wesentlichen Faktor für die Arbeitszufriedenheit von Ärzten darstellt. Mit zunehmender Zahl von Mitarbeitern und klinischen Anwendungen in einem Unternehmen spielt das Passwort-Management für Identitäten, Applikationen und Einrichtungen daher eine wichtige Rolle zur Gewährleistung der betrieblichen Sicherheit. Diese Problematik verstärkt sich mit der Einführung neuer Technologien, z. B. Virtual Desktop Infrastructure (VDI), die den Zugang der Mitarbeiter zu Anwendungen und Informationen erleichtern sollen.

Die Ergebnisse der Umfrage im Überblick:

·         62 Prozent der Befragten sagten aus, dass der unbefugte Zugriff auf klinische Anwendungen/Patientendaten 2009 das größte Sicherheitsproblem darstelle - weitere angegebene Probleme sind: externe Angriffe auf Netzwerke (20 Prozent) und das Fehlen sicherer Passwörter (13 Prozent)

·         85 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Unternehmen Passwörter für Software-Anwendungen verwendeten, um eine wirksame Authentifizierung für den Zugriff durch Mitarbeiter zu erzielen; 27 Prozent verwenden biometrische Verfahren und 23 Prozent arbeiten mit berührungslosen Chipkarten

·         53 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr IT-Budget aufgrund der wirtschaftlichen Bedingungen gekürzt wurde - und zwar "leicht" bis "deutlich"

·         Auf die Frage nach obersten Prioritäten für IT-Investitionen im Jahr 2009 wurden an erster Stelle die elektronischen Gesundheitsakten (EGA) genannt (73 Prozent) (2), gefolgt von der Sicherheit (53 Prozent) und Netzwerk-Upgrades (48 Prozent)

·         87 Prozent der Befragten planen, innerhalb von zwei Jahren alle Patientenakten in das EGA-Format umzusetzen

·         54 Prozent der Befragen gaben an, dass Passwörter und die für den Zugang zu den Patientendaten benötigte Zeit die Arbeitszufriedenheit der Ärzte stark beeinflussten; weitere 37 Prozent bezeichneten dies als Einflussfaktoren

·         42 Prozent der Befragten gaben an, dass sie bereits eine VDI-Umgebung einsetzen oder deren Einsatz erwögen

·         53 Prozent der Befragten (2008: 40 Prozent) wenden 2009 zwischen 11 und 40 Prozent ihrer Zeit für Compliance-Fragen auf

·         97 Prozent der Befragten gaben an, dass die Erfüllung der HIPAA-Vorschriften im Jahre 2009 einen Einfluss oder sogar einen starken Einfluss auf die IT-Kaufentscheidungen habe

·         54 Prozent der Befragten verfügen bereits über ein System zur Bereitstellung von Benutzerkonten in ihrer Systemumgebung oder wollen ein solches System einführen, und 65 Prozent gaben an, dass die Einbeziehung eines klinischen Kontextmanagements wichtig oder sogar sehr wichtig ist, um den Patienten-Kontakt für mehrere Anwendungen zu synchronisieren

Die Befragung fand im Februar und März 2009 statt. Sie ergab 260 Antworten von IT-Entscheidungsträgern in Healthcare-Organisationen in verschiedenen Teilen der USA und hat eine Fehlerquote von +/- 6 Prozent.

(1) Befragt wurden IT-Entscheidungsträger von Healthcare-Unternehmen in verschiedenen Teilen der USA (Februar/ März 2009).

(2) Hintergrundinformation: Der US-amerikanische Recovery and Reinvestment Act 2009 stellt Mittel zur Verfügung, um die nationale Healthcare-IT-Infrastuktur zu stärken. Hierbei sind umfangreiche Mittel für die Einführung von elektronischen Gesundheitsakten (EGA) in den nächsten Jahren vorgesehen.

(Imprivata: ma)

 

 

 

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