Rubrik: Markt/Studien

Aktuelle Untersuchung belegt dramatische Zunahme des Datendiebstahl-Risikos

Anzahl der Befragten, die unternehmenskritische Daten stehlen würden, hat sich drastisch erhöht

(19.06.09) - Die aktuelle Cyber-Ark-Studie "Trust, Security & Passwords" belegt, dass 35 Prozent der IT-Mitarbeiter ihre Administratoren-Rechte nutzen, um auf vertrauliche Informationen zuzugreifen - wie zum Beispiel auf Entlassungslisten der Personalabteilung, Kundendatenbanken oder Merger and Acquisitions (M&A)-Pläne. Sogar 74 Prozent der Befragten bestätigten, dass sie bestehende Zugangsbeschränkungen umgehen können. Die Untersuchung wurde in diesem Jahr bereits zum dritten Mal durchgeführt. Dabei sind über 400 IT-Mitarbeiter in Führungspositionen aus vorwiegend größeren Unternehmen in Großbritannien und den USA befragt worden.

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Zentrale Fragen der Studie waren "Wie viele Mitarbeiter würden beim Verlassen des Unternehmens unberechtigterweise Daten mitnehmen?" und "Welche Informationen würden sie entwenden?". Nicht zuletzt infolge der Verschlechterung des ökonomischen Klimas mit der damit verbundenen Gefahr von Mitarbeiterentlassungen hat sich die Anzahl der Befragten, die unternehmenskritische Daten stehlen würden, im Vergleich zur letztjährigen Untersuchung dramatisch erhöht: beispielsweise bei M&A-Plänen von 7 Prozent (2008) auf 47 Prozent (2009), bei F&E-Informationen von 13 Prozent auf 46 Prozent und bei CEO-Passwörtern von 11 Prozent auf 46 Prozent.

Die Untersuchung ergab darüber hinaus, dass bei den begehrtesten Informationen Kundendaten-banken, Administratoren-Accounts für E-Mail-Server und M&A-Planungen ganz oben stehen.

Bedenklich ist zudem, dass 20 Prozent der befragten Unternehmen einräumen mussten, bereits Opfer von Insider-Sabotage geworden zu sein. 36 Prozent dieser Unternehmen gehen davon aus, dass bereits vertrauliche Informationen oder geistiges Eigentum zum Wettbewerb gelangt ist.

Unternehmen erkennen zunehmend die Bedeutung der Kontrolle von privilegierten Accounts. 71 Prozent erklärten, dass administrative Accounts überwacht werden, und 91 Prozent von ihnen hielten die entsprechenden Security-Maßnahmen für ausreichend. Andererseits antworteten aber 74 Prozent, dass sie die implementierten Überwachungsfunktionen auch umgehen können. Das zeigt in eklatanter Weise, dass die getroffenen Sicherheitsvorkehrungen vollkommen unzureichend sind. Deutlich wird die Ineffizienz vorhandener Zugangskontrollsysteme auch an den Möglichkeiten von IT-Administratoren. 35 Prozent von ihnen gaben zu, dass sie auf vertrauliche und sensitive Informationen zugreifen, für die sie eigentlich keine Autorisierung haben sollten.

Jochen Koehler, Deutschland-Chef von Cyber-Ark in Heilbronn, betont: "Die Studie zeigt einmal mehr, dass die Gefahr des Datenmissbrauchs trotz aller aktuellen Datenskandale und entsprechender Gegenmaßnahmen auf Unternehmensseite nach wie vor zu- und nicht abnimmt. Und die Sicherheit, in der sich viele Unternehmen wiegen, ist trügerisch. Gerade bei den privilegierten Accounts besteht heute noch ein enormer Handlungsbedarf; Vertrauen ist hier keine geeignete Security-Policy. Nur mit umfassenden Security-Maßnahmen von der Zugangs-beschränkung bis zur Überwachung aller Aktivitäten kann das gerade in diesem Bereich hohe und laut unserer Studie steigende Risiko des Datendiebstahls zuverlässig beseitigt werden." (Cyber-Ark: ma)

 

 

 

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