Rubrik: Markt/Studien

Studie: Beziehung zwischen Nutzerverhalten und Web-basierten Bedrohungen

Web-basierte Malware nutzte 2009 am häufigsten Online-Storage- und Software-Download-Sites als Versteck

(12.04.10) - Blue Coat Systems (Nasdaq: BCSI) hat ihren jährlichen Websecurity-Report für das Jahr 2009 veröffentlicht. Die Studie analysiert ausführlich die Beziehung zwischen Nutzerverhalten und Web-basierten Bedrohungen und untersucht speziell, wo Nutzer im Internet auf Malware stießen. Die sehr große Beliebtheit von sozialen Netzwerken und Veränderungen im Online-Verhalten sind laut der Studie die Basis weitreichender Angriffsstrategien von Cyberkriminellen. Dazu gehören komplexe und miteinander vermischte Angriffsmethoden, eine kürzere Lebensdauer von Malware sowie die Manipulation von Suchmaschinen. Die Studie basiert auf Daten von 62 Millionen Nutzern des "Blue Coat WebPulse"-Service. Er liefert On-Demand-Sicherheitsinforma-tionen sowie in Echtzeit Bewertungen von Online-Inhalten in 17 Sprachen.

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Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

·         Kürzere Lebensdauer von Malware: Die durchschnittliche Lebensdauer von Malware fiel von bis zu sieben Stunden im Jahr 2007 auf zwei Stunden im Jahr 2009. Cyberkriminelle reagierten damit auf die wachsende Nutzung von immer effektiveren URL-Filtern, die Malware-Quellen blockieren. Eine Folge dieser kurzen Lebensdauer ist, dass Abwehrmechanismen, die Patches oder Downloads benötigen, nicht mehr Schritt halten können.

·         Social-Networking sind beliebteste Seiten im Internet: Websites von sozialen Netzwerken führten 2009 die Zugriffsstatistik von Online-Inhalten an. Zudem machten sie 25 Prozent der Online-Aktivität in den Top-10-URL-Kategorien 2009 aus. Das wachsende Vertrauen in die Kommunikation über soziale Netzwerke führte zu weniger Nutzung von Web-basierter E-Mail, die in Sachen Beliebtheit vom fünften Platz 2008 auf Platz neun 2009 fiel.

·         Ausnutzung von Vertrauen ist Grundlage der häufigsten Bedrohungen: Die zwei wichtigsten Web-basierten Bedrohungen in 2009 waren vorgetäuschte Antiviren-Software und angebliche Video-Codecs. Beide nutzten das Vertrauen der Nutzer in das Internet, in Suchmaschinen und in soziale Netzwerke aus. Bei den Bedrohungen handelte es sich dabei nicht um die Drive-by-Attacken der letzten Jahre, die eine andere Schwachstelle als das menschliche Verhalten benötigen.

·         Malware lauert auf unerwarteten Sites: Web-basierte Malware nutzte 2009 am häufigsten Online-Storage- und Software-Download-Sites als Versteck. Die Anzahl an Storage-Sites ist letztes Jahr um 200 Prozent gewachsen. Dieses Wachstum in Kombination mit der Natur der Angebote, Daten im Internet zu speichern, macht sie zu einem idealen und leicht-zugänglichen Ort, um dort Malware zu platzieren.

·         Hochentwickelte Spyware führt zu Anstieg von Malware und Phone-Home-Sites: Die Anzahl der Websites mit Malware hat sich 2009 fast verdoppelt. Überraschender ist jedoch das Wachstum um 500 Prozent von Phone-Home-Seiten, an die infizierte Computers ihre Daten senden. Grund dafür ist hauptsächlich hochentwickelte Spyware, die mehrere URLs für ihre Uploads nutzt. So nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass eine oder mehrere URLs lange genug unentdeckt bleiben, damit Cyberkriminelle die von ihnen gestohlenen Daten einsammeln können.

·         Analysen in Echtzeit erforderlich: Die sich verändernde Bedrohungslage erfordert die Entwicklung von hybriden Abwehrmechanismen, die traditionelle Web-Gateways mit Cloud-basierter Intelligenz verbinden. Cloud-basierte Lösungen ermöglichen Analysen und Bewertungen von URLs in Echtzeit und lassen sich auch von Nutzern außerhalb der Unternehmenszentrale einsetzen.

"Der Kampf von Informationssicherheit gegen Datendiebstahl und Cyberkriminalität findet im Web statt. Denn im Web und hier insbesondere in sozialen Medien finden sich die Anwendungen, denen wir unsere Aufmerksamkeit schenken. Und deshalb finden die Angriffe dort statt", sagt Andreas Antonopoulos, Senior Vice President und Mitbegründer von Nemertes Research. "Da sich die Bedrohungen von heute für "Patch and Distribute"-Strategien zu schnell verändern, müssen Unternehmen ihre Abwehrmechanismen anpassen. Diese sollten skalierbar sein, in Echtzeit arbeiten und auf dem Wissen einer Community aufbauen, um Mitarbeiter unabhängig von ihrem Aufenthaltsort zu schützen." (Blue Coat: ma)

 

 

 

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