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Umfrage beleuchtet Stärken und Schwächen von Internet-Filter-Programmen zur elterlichen Kontrolle Nur etwa ein Viertel der Eltern blockiert oder filtert Webangebote oder verfolgt, welche Websites ihre Kinder besuchen (
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Parallel dazu ergab eine vom EU-Programm "Sicheres Internet" finanzierte Erhebung, dass nur ein Viertel der Eltern in der EU Software zur elterlichen Kontrolle verwendet, um die Online-Aktivitäten ihrer Kinder zu beaufsichtigen, zu verfolgen oder zu filtern. Die Veröffentlichung dieser Unter-suchungen dient der Bewusstseinsbildung dafür, wie wichtig es ist, Kinder vor bestimmten Internetinhalten zu schützen, und soll ihren Eltern einen objektiven Überblick über die wirksamste Software zur elterlichen Kontrolle zu geben. Die Kommission hat es sich im Rahmen der Digitalen Agenda für Europa zur Aufgabe gemacht, Eltern und ihre Kinder bei einer sicheren Nutzung des Internet zu unterstützen. In der Studie werden 26 Programme zur elterlichen Kontrolle für PCs, drei Programme für Spielkonsolen und zwei Programme für Mobiltelefone analysiert. Dabei kam heraus, dass die vorhandene Software beim Filtern von nur für Erwachsene bestimmten Inhalten zwar recht gut abschneidet, aber dennoch eine mindestens 20prozentige Chance besteht, dass Websites, die für Kinder ungeeignetes Material enthalten oder gerade junge Leute zu für sie schädlichen Verhaltens-weisen verleiten (Angebote, die Anorexie, Selbstmord oder Selbstverstümmelung fördern) zugänglich bleiben. Gleichzeitig werden andere Sites mit besonders kindgerechten Inhalten blockiert. Nur wenige Programme sind in der Lage, Web-2.0-Inhalte (soziale Netze, Foren, Blogs) zu filtern, Sofortnachrichten- und Chat-Protokolle zu blockieren oder Kontaktlisten zu filtern. Bei den Kontrollprogrammen für Smartphones und Spielkonsolen sind nicht alle angebotenen Produkte in der Lage, Webinhalte zu filtern, obwohl 31 Prozent der Kinder in Europa mit ihrem Mobiltelefon und 26 Prozent mit Spielkonsolen ins Internet gehen. Die meisten Programme zur elterlichen Kontrolle gibt es in Englisch, wogegen die Auswahl an Software in anderen Sprachen eng begrenzt ist. Nur ein Viertel der Eltern verwendet Programme zur elterlichen Kontrolle Die veröffentlichte "EUKidsOnline"-Studie verdeutlicht ferner, dass nur etwa ein Viertel der Eltern Webangebote blockiert oder filtert (28 Prozent) oder aber verfolgt, welche Websites ihre Kinder besuchen (24 Prozent). Es bestehen jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den Mitglied-staaten, die von 54 Prozent im Vereinigten Königreich bis zu 9 Prozent in Rumänien reichen. Neben dem Einsatz von Software erklärten 70 Prozent der befragten Eltern, dass sie mit ihren Kindern über deren Aktivitäten im Internet sprechen. 58 Prozent der Eltern gaben an, dass sie sich in der Nähe befinden, wenn ihre Kinder das Internet nutzen. Über die Hälfte der Eltern wird von sich aus aktiv und berät ihre Kinder bezüglich des Online-Verhaltens gegenüber anderen (56 Prozent) oder spricht Dinge an, die ihre Kinder beunruhigen könnten (52 Prozent). Im Rahmen des EU-Programms "Sicheres Internet" wird die Kommission auch weiterhin bis Ende 2012 alle sechs Monate eine Überprüfung der Software zur elterlichen Kontrolle finanzieren und die erreichten Fortschritte beobachten. Eine Datenbank, in der Eltern nach den für sie am besten geeigneten Programmen suchen können, ist zugänglich unter www.yprt.eu/sip. Darüber hinaus unterstützt die Kommission die Stärkung der
Kompetenzen von Kindern und Eltern durch die Förderung der Safer-Internet-Zentren, die am Hintergrund Das Projekt "Benchmarking of parental control tools for the online protection of children" (Leistungsvergleich von Werkzeugen zur elterlichen Kontrolle für den Online-Schutz der Kinder) wird seit 2006 vom EU-Programm "Sicheres Internet" finanziert. Getestet wurden die betreffenden Programme zwischen September und Oktober 2010 anhand von Vorgaben für zwei Altersgruppen: Kinder bis zehn Jahre und Kinder ab elf Jahren in den Sprachen Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Polnisch und Spanisch. Geprüft wurden dabei vier Kriterien: · Funktionsumfang: Ist das Programm mit den Betriebssystemen kompatibel (z. B Windows, Linux, Mac OS)? Kann es Webinhalte nach Schlüsselwörtern, Themen oder URLs filtern? Kann es den Zugang zu Internet, E-Mail, Chats und Sofortnachrichten blockieren oder überwachen? · Sicherheit: Kann das Programm von technisch versierten Jugendlichen leicht abgeschaltet oder umgangen werden? · Wirksamkeit: Kann das Programm Websites mit für Kinder ungeeignetem Material vollständig blockieren oder sind solche Seiten weiterhin zugänglich? Werden auch kindgerechte Inhalte blockiert? Ist das Programm in Sprachen verfügbar, die die Nutzer beherrschen? Kann es Blogs, Foren und Sites der sozialen Netze angemessen filtern? · Benutzerfreundlichkeit: Können sowohl Anfänger als auch erfahrene Nutzer das Programm in ihrem Computer installieren? Ist die Installation zu kompliziert? Können Eltern und Kinder leicht erkennen, dass eine Website blockiert wurde? Bei der Erhebung "EUKidsOnline" wurden zwischen April und August 2010 über 25 000 Kinder und jeweils ein Elternteil in 25 Ländern befragt. Die Erhebung ist Teil des Projekts "EUKidsOnline II", das aus dem Programm "Sicheres Internet” finanziert und durch die London School of Economics and Political Science koordiniert wird. Erste Ergebnisse wurden im Oktober 2010 vorgestellt. Weitere Informationen: Der vollständige Bericht des Programms "Sicheres Internet" über "Benchmarking of parental control tools for the online protection of children" ist online abrufbar unter: http://ec.europa.eu/information_society/activities/sip/projects/filter_label/sip_bench2/index_en.htm Der vollständige "EUKidsOnline"-Bericht ist online abrufbar unter: www.eukidsonline.net. (Europäische Kommission: ma) |