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Trend geht vermehrt zu Sicherheitsangeboten aus der Cloud Umfrage: Jeder Dritte nutzt Sicherheitspakete seines Online-Providers (03.03.11) - IT- und Internet-Sicherheit werden immer
häufiger als Service aus dem Netz bezogen. Schon jeder dritte User setzt ein
Sicherheitspaket seines Internet-Dienstleisters
ein. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des BITKOM ergeben. Die
Service-Provider bieten solche Dienste an, je nach Produkt gegen einen
kleinen Aufpreis. "Privatverbraucher wie Unternehmen nutzen vermehrt
Sicherheitsangebote aus der Cloud, der Trend geht zu Security-as-a-Service",
sagte Prof. Dieter Kempf vom BITKOM-Präsidium anlässlich der Hightechmesse CeBIT.
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IT-Anbieter integrieren zudem Sicherheit-Features direkt in bestehende Produkte: Bei
neuen Betriebssystemen werden Virenschutz und Firewall
den Käufern kostenlos mit angeboten. Das nimmt jeder dritte Kunde an.
Insgesamt nutzen fast drei Viertel aller Internet-Nutzer ein Viren-schutzprogramm und über 70 Prozent eine Firewall, die den Datenverkehr eines Rechners mit der
Außenwelt auf Sicherheitsprobleme hin kontrolliert. Jeder Fünfte surft
hingegen ohne Virenschutz-programm und Firewall. "Cloud-Services machen bislang selten
genutzte Sicherheitstechnologien wie Datenverschlüsselung massenmarkttauglich",
sagte Kempf. Derzeit verschlüsselt nur jeder siebte Privatanwender seine Daten. Laut BITKOM tun auch viele Unternehmen noch immer zu wenig
für ihre IT-Sicherheit. Nach einer KPMG-Studie verzeichnete über die Hälfte aller Unternehmen, die 2010
Opfer von Wirtschafts-kriminalität wurden, Schäden
durch ITK-Kriminalität. 2006 lag der Wert noch bei
23 Prozent. "Wenn Unternehmen nicht in eigene Sicherheitstechnik und
entsprechendes Personal investieren wollen, sollten sie maßgeschneiderte
Services von einem Dienstleister über das Web
hinzuziehen", sagte Kempf. Diese Dienste schützen beispielsweise das Netzwerk eines Unternehmens, indem sie rund um die Uhr den Datenverkehr nach innen und außen prüfen. Im Notfall können Sicherheits-spezialisten jederzeit eingreifen. Privatnutzer sind von Internet-Kriminalität stärker
betroffen als Unternehmen: Über 70 Prozent aller Deutschen über 14 Jahre
nutzen das Web, mehr als jeder zweite von ihnen (54 Prozent) hat bereits
Erfahrungen mit kriminellen Vorfällen im Netz gesammelt. Bei fast 40 Prozent
war der Rechner mit Viren befallen. Jeder Achte (6 Millionen) ist bei
Einkäufen, Verkäufen und Auktionen im Web von ihrem Geschäftspartner betrogen
worden. Jeder sechste User (8 Millionen) gab an, dass persönliche Daten
ausgespäht wurden. Häufigstes Angriffsziel sind derzeit die Zugangsdaten für
Internet-Shops und Communitys. Im vergangenen Jahr
waren rund 30 Millionen Deutsche ab 14 Jahren Mitglied in mindestens einer
Internet-Gemeinschaft. Laut aktuellen Zahlen des Bundesamts für Sicherheit in
der Informationstechnik (BSI) werden in Deutschland pro Jahr über eine
Million Online-Identitäten gestohlen. "Wer die digitale Identität eines
Nutzers stiehlt, kann in fremden Namen und auf fremde Rechnung online einkaufen
oder Gegenstände ersteigern und damit einen direkten finanziellen Schaden
erzeugen", sagte Kempf. Entsprechend vorsichtig sind viele Menschen und verzichten
aus Sicherheitsgründen auf Online-Transaktionen. Fast 40 Prozent senden
vertrauliche Informationen und Dokumente per Post statt per Mail. Gut jeder
Vierte (28 Prozent) verzichtet aus Sicherheitsgründen auf Online-Banking, jeder achte (13 Prozent) auf Mitgliedschaften in sozialen Netzwerken. Jeder Sechste (16 Prozent) nimmt grundsätzlich keine Online-Transaktionen vor. Nach Einschätzung des BITKOM werden zukünftig insbesondere
Smartphones verstärkt Ziel von Angriffen. Laut
Umfrage geht mittlerweile fast jeder vierte Internet-Nutzer unterwegs per
Laptop oder Tablet-PC ins Netz, jeder fünfte per
Mobiltelefon. Nach einer Studie der Deutschen Telekom hat aber nur jeder
vierte Smartphone-Besitzer einen Virenschutz und
knapp jeder fünfte eine Firewall aufgespielt. Die
Internet-Kriminellen haben bereits reagiert: Laut einer aktuellen Studie von
McAfee ist die Zahl von neuen Schadprogrammen für mobile Geräte 2010 um fast
die Hälfte gegenüber dem Vorjahr gestiegen. "Tablet-PCs
und Smartphones werden ähnlichen Bedrohungen im
Netz ausgesetzt wie stationäre Rechner", sagte Kempf. Die Bundesregierung hat auf die gestiegenen Bedrohungen im
Netz reagiert und vergangene Woche ihre Cyber-Sicherheitsstrategie
vorgestellt. IT-Systeme und kritische
Infrastrukturen sollen künftig besser geschützt werden. "Wir begrüßen
sehr, dass sich die Bundesregierung des Kampfs gegen Cyberkriminalität so
stark annimmt", sagte Kempf. Vorbildlich sei
insbesondere die enge Zusammenarbeit der betroffenen Ministerien. Kempf forderte eine umfassende Einbindung der Wirtschaft:
"Rund drei Viertel der Kritischen Infrastrukturen sind in privater Hand.
Infrastrukturen lassen sich nur in enger Zusammenarbeit zwischen Staat und
Wirtschaft wirksam schützen." (Bitkom: ma) |
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