Rubrik: Markt/Studien

Ein Großteil an IT-Experten bezeichnet das Niveau der IT-Sicherheit in Unternehmen als niedrig bzw. sehr niedrig

Das Bewusstsein für die Situation bildet sich erst, wenn es zu einem Vorfall gekommen ist

(07.11.11) - Die Securepoint GmbH, Spezialistin für Sicherheitslösungen in Netzwerken, hat 525 IT-Experten (Fachhändler, Systemhäuser und Reseller) in einer Umfrage nach ihren Einschätzungen zu aktuellen Themen der IT-Sicherheit befragt. In ihrem grundsätzlichen Urteil über das Schutzniveau deutscher Unternehmer im Umfeld IT-Sicherheit ist ihre Meinung erschreckend deutlich: Nur 5,5 Prozent der Befragten (29 Personen) bescheinigen deutschen Unternehmen ein gutes Schutzniveau. 233 (44,4 Prozent) der Befragten geben den Unternehmen zumindest eine befriedigende Note. Aber fast die Hälfte (246 Personen, bzw. 46,9 Prozent) beurteilt die Situation weitaus drastischer und bezeichnen das Niveau als niedrig bzw. sehr niedrig. Bezeichnend: Ein "sehr gut" vergab keiner der Befragten, 17 (3,2 Prozent) gaben keine Einschätzung ab.

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Die für die Branche durchaus positive Folge: 77,4 Prozent der Spezialisten (406 Personen) erwarten steigende bzw. sogar stark steigende Investitionen in IT-Sicherheitsprodukte. 101 der Befragten (19,2 Prozent) rechneten mit stagnierendem Investitionsvolumen (18 Personen - 3,4 Prozent - ohne Antwort).

"Das Thema IT-Sicherheit wird in vielen Unternehmen, Behörden und Organisationen, aber auch in Privathaushalten, häufig noch immer unterschätzt", weiß Jörg Hohmann, Vertriebsleiter und Gesellschafter von Securepoint. "Angesichts der täglichen Flut von Meldungen in den Medien über Cyber-Angriffe oder verursachte Schäden ist das sehr erstaunlich." Das Bewusstsein bildet sich oft erst, wenn es im eigenen Unternehmen oder im direkten Umfeld zu einem Vorfall gekommen ist. "Für uns ist das ein Zeichen, dass die Branche gefordert ist, ihre Aufklärungsarbeit beim Kunden zu intensivieren. Wir wollen nicht akzeptieren, dass sich Unternehmen erst eine 'blutige Nase' abholen, bevor sie reagieren."

Die wichtigsten Herausforderungen: Firewall, Virenschutz, VPN und Datenschutz

Gefragt nach den aktuell drei wichtigsten Herausforderungen im Umfeld IT-Sicherheit, sehen die Experten die Themen Firewall (24,6 Prozent), Virenschutz (20,5 Prozent), VPN-Clients (17,4 Prozent) und Datenschutz (10,9 Prozent) vorne.

Weitere wichtige Herausforderungen sind E-Mail-Archivierung (9,3 Prozent), Cloud Security (7,1 Prozent) und mobile Sicherheitslösungen (3,3 Prozent), gefolgt von Sicheren Gateways (2,9 Prozent) und Netzwerkzugangskontrollen mit 1,8 Prozent.

Weitere einzelne Nennungen gab es für folgende Themen (Anzahl in Klammern):

Spam-Filter (10), Phishing (6), Datenverschlüsselung (5), Videosicherheit (3), IP-Markierung (3), Backup (1).

Eine weitere Frage beschäftigte sich mit dem Thema E-Mail-Archivierung. Danach gefragt, ob ihnen bekannt ist, dass Unternehmen in Deutschland dazu verpflichtet sind, E-Mails nach gesetzlichen Standards zu archivieren, antworteten 80,4 Prozent der befragte IT-Profis (422) mit ja. Aber 107 Personen (20,4 Prozent) war dieses nicht bekannt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass von den 482 Personen die folgende Frage, wie intensiv sich ihre Kunden mit dem Thema E-Mail-Archivierung auseinandersetzen, 73,7 Prozent (355) mit "gar nicht" bzw. "wenig" antworten.

"E-Mails gehören heute zu den wichtigsten Kommunikationsmitteln im Geschäftsleben und stellen wertvolle Datenbestände im Unternehmen dar, die gesetzeskonform archiviert werden müssen", sagt Jörg Hohmann. "Der Verlust von E-Mails führt nicht selten zu betriebswirtschaftlichen Schäden."

Die nicht repräsentative Umfrage wurde am 9. und 10. September in Hüllhorst persönlich durchgeführt. Einen passenden Rahmen bildete die von 2.500 Gästen besuchte Hausmesse der Wortmann AG. (Securepoint: ma)

 

 

 

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