|
|
IT-Security-Praxis in
Deutschland: Schwachstellen in der IT-Security bleiben häufig unentdeckt Mangel an Know-how und Budget lässt Sicherheitslücken klaffen (
Anzeige
Für die im Auftrag von Tripwire
Inc. durchgeführte Erhebung haben Analysten der IDC die IT-Security-Verantwortlichen
in 150 deutschen Unternehmen befragt. Danach findet das Thema Security und Compliance in den
deutschen Organisationen zwar zunehmend Berücksichtigung. Generell scheint
aber die IT-Sicherheit, gemessen am Grad der
Automatisierung von IT-Security-Controls, in Deutschland noch auf einem niedrigen Stand zu sein. Dabei wissen die Unternehmen genau, welche Daten als besonders sicherheitsrelevant zu bewerten sind und wie sie die Gefahren im Falle einer Sicherheitslücke einzuschätzen haben. Über 95 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass ein Datenverlust zu einem Vertrauensverlust beim Kunden und negativen Auswirkungen auf das Image des Unternehmens führen wird. Hinzu kommen Umsatzverluste (67,3 Prozent), Schadenersatz, Wiederherstellungskosten, Vertragsstrafen und höhere Betriebskosten (66,7 Prozent), gesetzliche Strafen und Bußgelder (52,7 Prozent) sowie der Verlust des eigenen Jobs (12,7 Prozent). Sicherheitslücken und deren Auswirkungen, wie z. B.
eingeschleuster Schadcode, kompromittierte Daten und Dateien sowie jeglicher,
unbefugte Zugriff auf die IT-Infrastruktur, müssen
also umgehend entdeckt und geschlossen bzw. behoben werden. In der Befragung
gibt jedoch weniger als die Hälfte der Unternehmen an, im Falle eines
erfolgreichen Angriffs auf die IT die Ursache und alle nicht autorisierten
Eingriffe schnell herausfinden und identifizieren zu können. 51 Prozent der
Organisationen fühlen sich dazu jedoch nur teilweise in der Lage oder
fürchten, diesen Anforderungen nicht gewachsen zu sein. Damit bleibt ein
Großteil der Schwachstellen in der IT-Security unentdeckt. Es gibt sehr unterschiedliche Gründe für das Versagen der IT-Security bei der Erkennung und Schließung von
Sicherheitslücken. Der Studie zufolge sind die drei häufigsten der Mangel an
passenden Fachkräften (48,7 Prozent), fehlendes internes Know-how (42,7
Prozent) und ein zu kleines Budget für den Kauf geeigneter Technologien (39 Prozent). Es besteht also
ein hoher Bedarf, entsprechende Fähigkeiten im Unternehmen aufzubauen. Dabei muss genau darauf geachtet werden, dass die knappen Ressourcen dort zum Einsatz kommen, wo Angriffe am wahrscheinlichsten und am schwerwiegendsten sind. Stand heute setzen nach eigenen Angaben zwar 90 Prozent der befragten Unternehmen grund-legende Basis-Controls wie Malwareschutz, Datenwiederherstellung und Informationssicherheits-richtlinien ein. Aber tiefergehende Instrumente, die Schwachstellen in der IT-Security aufdecken und Abhilfe schaffen könnten (Security Configuration Management, Störfallbearbeitungen, Auslastungs-tests) werden bisher kaum genutzt. Auch die Prüfung (Audit) der Effektivität von "IT Security Controls" ist ein wichtiges Element zur Messung der Qualität einer sicheren Infrastruktur. 24 Pro-zent der Befragten geben aber an, solche Prüfungen niemals durchzuführen, 53,3 Prozent der Unternehmen nehmen solche Audits gerade einmal jährlich vor. (Tripwire: ra) |
||
|