Rubrik: Markt/Studien

Es besteht eine große Gefahr für das unbefugte Abgreifen von Unternehmensdaten durch gewöhnliche Webapplikationen

Angriffe über Web-Anwendungen nur schwer als solche zu identifizieren

(13.02.12) - Imperva überwachte und protokollierte Angriffe durch die Beobachtung von 40 verschie-denen Webapplikationen im Internet. Nun veröffentlichte die Anbieterin von Datensicherheits-systemen für kritische Unternehmensdaten die Ergebnisse des zweiten Imperva Web Application Attack Report (WAAR2). Der Bericht beschreibt Häufigkeit, Typ und Herkunftsland jedes einzelnen Angriffs, um Sicherheitsverantwortlichen eine bessere Priorisierung ihrer Abwehrmechanismen zu erlauben. Wichtigste Erkenntnis der Studie ist die Tatsache, dass eine große Gefahr für das unbefugte Abgreifen von Unternehmensdaten durch gewöhnliche Webapplikationen besteht.

Anzeige

Der WAAR, der im Rahmen von Impervas fortlaufender Hacker Intelligence initiative (HII) erstellt wird, beinhaltet Informationen über einen Zeitraum von sechs Monaten (Juni 2011 bis November 2011).

"Attacken auf Web-Anwendungen sind für Hacker besonders interessant, da diese Angriffe über eine gewöhnliche Anwendung ablaufen, die der jeweilige Nutzer ganz legitim im Rahmen seiner Tätigkeit verwendet", sagt Amichai Shulman, CTO von Imperva. "Dabei haben die Nutzer ein Verständnis dafür entwickelt, wie bestimmte Eingaben die Funktionalität einer Anwendung beeinflussen. Unbefugte können Webapplikationen derart modifizieren, dass sie vertrauliche Informationen an Dritte weiterleiten - oder sogar schlimmeres. Oftmals geschieht dies ohne dass die elektronischen Sicherheitssysteme oder sogar der jeweilige Nutzer selbst den Datendiebstahl bemerken."

Wichtige Ergebnisse

·         Automatische Angriffe weiter auf dem Vormarsch - Der WAAR2-Studie zufolge wurden in dem Messzeitraum von sechs Monaten zwischen 130.000 und 385.000 einzelne Angriffe pro Monat über die 40 beobachteten Webapplikationen festgestellt. Zu Spitzenzeiten waren also einzelne Unternehmensapplikationen bis zu 38.000-mal pro Stunde oder 10 Mal pro Sekunde unter Beschuss.

·         Hacker nutzen häufig Webapplikationen, da diese Angriffe nur schwer als solche zu identifizieren sind - Imperva hat zwei unterschiedliche Typen von Angriffen auf Web-Anwendungen ausgemacht: Comment-Spamming und Email-Extraction. Comment-Spamming platziert bösartige Links in das Kommentar-Feld, um Suchmaschinen-Ergebnisse zu verändern. Email Extraction erstellt eine Liste von E-Mail-Adressen für Spam-Attacken. Auf diese Typen entfielen 14 Prozent aller untersuchten Angriffe auf Geschäftsanwendungen.

·         Email-Extraction Angriffe wurden häufig vom Afrikanischen Kontinent ausgeführt.

·         Eine überproportionale Menge an Comment-Spamming-Aktivitäten kam aus der osteuropäischen Region.

·         Hacker nutzen fünf bekannte Software-Schwachstellen - Die fünf meistgenutzten Schwachstellen in der Software sind: Remote File Inclusion (RFI), SQL Injection (SQLi), Local File Inclusion (LFI), Cross Site Scripting (XSS) sowie Directory Traversal (DT). Letztere Beiden sind die am weitesten verbreiteten Angriffswege, da diese die niedrigste Sicherheitshürde für Hackerangriffe darstellen.

(Imperva: ma)

 

 

 

Diesen Beitrag per E-Mail versenden Diesen Beitrag ausdrucken