120709_mar_stu_symantec

Rubrik: Markt/StudienSymantec-Report: Digitale Informationen machen rund 40 Prozent des Gesamtwerts einer Firma ausDerzeit sind insgesamt 2,2 Zettabyte an geschäftsrelevanten Daten weltweit gespeichert(09.07.12) - 877 Milliarden Euro: Das ist der Preis, den Firmen weltweit gemeinsam für ihre digitalen Informationen ausgeben. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle "State of Information"-Umfrage von Symantec. Unternehmen häufen einen enormen 2,2 Zettabyte großen Datenberg an, der sich aus vertraulichen Kundeninformationen, geistigem Eigentum bis hin zu Einzelheiten über finanzielle Transaktionen zusammensetzt. Nicht nur die Masse an Informationen ist beachtlich, sondern ebenso ihre wirtschaftliche Bedeutung. So zeigt die Studie, dass digitale Informationen in Deutschland zu 40 Prozent den Wert eines Unternehmens ausmachen, weltweit sind es sogar 49 Prozent.Zum ersten Mal befragte Symantec in ihrer "State of Information Survey" Unternehmen weltweit, wie sie ihre Informationen verwalten und welche finanziellen Mittel dafür notwendig sind. Exponentielles Datenwachstum ist kein Trend, der nur auf bestimmte Konzerne, sondern alle Unternehmen weltweit zutrifft. Derzeit sind insgesamt 2,2 Zettabyte an geschäftsrelevanten Daten weltweit gespeichert. Dabei entfallen 100.000 Terabyte auf größere Firmen und rund 563 Terabyte auf kleine und mittelständische Betriebe (KMU). Doch der Mittelstand holt auf: Umfrageteilnehmer prognostizieren KMU einen höheren Anstieg an Informationen (178 Prozent) als großen Unternehmen (67 Prozent). Ein durchdachtes Informationsmanagement ist heute wichtiger denn je, aber auch für Unternehmen mit Kosten verbunden. So zeigt die Studie, dass die Umfrageteilnehmer hier durchschnittlich 30 Millionen Euro jährlich investieren, während KMU mit rund 262.000 Euro rechnen. Allerdings sind die durchschnittlichen Kosten für einen Angestellten eines kleinen und mittelständischen Unternehmens mit 2.900 Euro höher als von Großunternehmen (rund 2.600 Euro). In einem typischen 50-Mann Betrieb werden zum Beispiel rund 145.000 Euro für das Informationsmanagement verwendet, während in einem größeren Unternehmen mit 2.500 Angestellten hier 6.5 Millionen Euro anfallen würden. Weltweit summieren sich die Ausgaben auf 1,1 Billionen Dollar, aufgesplittet auf die unterschiedlichen Disziplinen ergibt sich folgendes Bild: Um den Zugriff auf die Daten zu ermöglichen, werden 117 Milliarden Dollar ausgegeben, für Compliance 295 Milliarden, für die Speichersysteme 309 Milliarden und für die Sicherheit der Informationen 324 Milliarden Dollar pro Jahr.Folgen von InformationsverlustDer Verlust von Informationen hat auf verschiedenen Ebenen oft schwerwiegende Konsequenzen. Eines der befragten Unternehmen gab sogar an, dass verlorene oder gestohlene Daten die wirtschaftliche Entwicklung der Firma um mehrere Jahre zurückwerfen würde. Besonders in Deutschland betonten die Teilnehmer, dass ein Datenverlust bereits schwere Folgen für sie hatte: 57 Prozent verloren dadurch Kunden (49 Prozent der Befragten in EMEA sowie weltweit), 48 Prozent beklagten einen Imageverlust und die Schädigung ihres Markenwerts (36 Prozent in EMEA und 47 Prozent weltweit) und auch der Umsatz verringerte sich in Deutschland bei fast der Hälfte der Befragten (47 Prozent, EMEA 38 Prozent und weltweit 41 Prozent). Ein Datenausfall kam dabei die deutschen Firmen am teuersten zu stehen: Die Ausgaben erhöhten sich um 43 Prozent (im Vergleich zu 39 Prozent weltweit und 36 Prozent in EMEA).Unzureichende SchutzmaßnahmenDer Wert von Informationen wird mehr und mehr erkannt. Dennoch schützen viele Unternehmen ihr geistiges Gut immer noch unzureichend. Deutschland schneidet hier verglichen mit den Ergebnissen weltweit und in EMEA zwar deutlich besser ab, trotzdem gibt es noch reichlich Verbesserungspotenzial. Fast die Hälfte der befragten deutschen Unternehmen (48 Prozent) verloren Daten im vergangen Jahr. Weltweit waren dies sogar 69 Prozent (EMEA: 61 Prozent). Die Gründe dafür waren vielfältig und reichten von menschlichem Versagen und Geräteausfall über Sicherheitslücken bis hin zu vergessenen oder gestohlenen Geräten. Zudem haben in Deutschland 43 Prozent vertrauliche Daten auch außerhalb des Unternehmens gespeichert (weltweit sind es sogar 69 Prozent, in EMEA 59 Prozent). Bei insgesamt 18 Prozent der deutschen Umfrageteilnehmer ergaben sich daraus auch Verstöße gegen Compliance-Richtlinien (EMEA: 25 Prozent, weltweit: 31 Prozent). Doppelte Daten stellen eine weitere, nicht zu unterschätzende Herausforderung für IT-Verantwortliche dar. Bei 41 Prozent in Deutschland (EMEA sowie weltweit 42 Prozent) der befragten Unternehmen sind identische Daten mehrfach von Mitarbeitern an verschiedenen Orten gespeichert. Die Datenflut zeigt auch Auswirkungen auf die Speicherausnutzung. Nur 31 Prozent der Daten befinden sich in Deutschland sowie auch weltweit innerhalb der Firewall (EMEA: 32 Prozent), 13 Prozent sind außerhalb zu finden (EMEA 17 Prozent und weltweit 18 Prozent).Als Reaktion auf das Datenwachstum investieren Unternehmen viel Geld in die Speicherung und den Schutz von Informationen - mehr, als eigentlich nötig wäre. Weltweit sind sich 30 Prozent der befragten Firmen einig, dass der rasche Anstieg des Informationsvolumens die größte Herausforderung für Organisationen ist. Für einen Großteil dieser Daten gilt: Es ist schwierig darauf zuzugreifen, sie existieren mehrfach im Unternehmen an verschiedenen Speicherorten und sind unzureichend verwaltet. (Symantec: ma)

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>

Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.