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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Anstieg von "e-Waste" oder Elektroschrott

Deutsche Unternehmen verfehlen Vorgaben für Nachhaltigkeit, 76 Prozent aller ausgedienten Geräte werden nicht recycelt

Studie untersucht die Nachhaltigkeit von Unternehmen beim Thema Elektroschrott und Cyber-Müll



95 Prozent der deutschen Unternehmen haben Richtlinien für Nachhaltigkeit (Corporate Social Responsibility – CSR) etabliert. Diese beinhalten üblicherweise Vorgaben über das Recycling von ausgedienten Geräten und Equipment. Allerdings werden trotz dieser CSR-Vorgaben nur bei 24 Prozent der Firmen ausgemusterte Geräte recycelt oder einer Wiederverwendung zugeführt. Dies zeigen die Ergebnisse der Untersuchung "Poor Sustainability Practices – Enterprises are overlooking the e-Waste Problem”, die von der Blancco Technology Group in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Coleman Parkes durchgeführt wurde.

Trotz der hohen Medienpräsenz von Themen rund um den Klimawandel und seinen Folgen oder globalen Problemen wie Plastikmüll und Rohstoffknappheit, schenken deutsche Unternehmen ihrem Beitrag zu diesen globalen Problematiken nur sehr wenig Aufmerksamkeit, obwohl diese sogar bei weltweit besuchten Veranstaltungen wie dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos eine zentrale Rolle spielen.

Die Studie von Blancco zeigt, dass Nachhaltigkeitspraktiken von Unternehmen zwar Teil ihrer CSR-Politik sind, in der Praxis meist aber nicht umgesetzt werden. Zwar haben deutsche Unternehmen, bei denen 95 Prozent CSR-Richtlinien etabliert haben, im internationalen Vergleich besonders gute Vorsätze (in Frankreich sind es 91, in UK 86 und in Nordamerika 85 Prozent). Bei der Umsetzung in Bezug auf Recycling von Altgeräten, sind die mageren 24 Prozent jedoch kaum höher als in den Nachbarländern (23 Prozent in Frankreich, 22 in UK). Auch in Nordamerika werden nur 26 Prozent der ausgedienten Geräte recycelt. Dies führt zu zwei schwerwiegenden Problemen:

Einem Anstieg von sogenanntem "e-Waste" oder Elektroschrott: Fast ein Drittel (29 Prozent) der deutschen Unternehmen zerstört IT-Equipment am Ende von dessen Lebensdauer physisch, weil sie glauben, dass dies besser für die Umwelt ist. Die physische Vernichtung von IT-Equipment in Verbindung mit einem Zerstörungszertifikat und einem vollständigen Prüfpfad ist eine gültige Option zur Datenentsorgung, wenn die Hardware das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hat. Wenn Elektronik jedoch unsachgemäß entsorgt wird und auf einer Mülldeponie landet, können die darin enthaltenen giftigen oder gefährlichen Materialien, wie Quecksilber und Blei, die Umwelt und jeden, der ihnen ausgesetzt ist, schädigen. Gleichzeitig werden wertvolle Bestandteile, wie Kupferleitungen und andere Metalle, dem Kreislauf nicht wieder zugeführt.

"Cyber-Mülldeponien": Das "Müllproblem" gilt nicht nur für Hardware, sondern auch für Daten. Es gibt heute weltweit mehr als 34 Milliarden IT-Geräte, die täglich 2,5 Billionen Byte Daten erzeugen. Laut Untersuchungen von Hewlett Packard Enterprise werden derzeit nur etwa 6 Prozent aller jemals erstellten Daten verwendet, was bedeutet, dass 94 Prozent der Informationen auf einer riesigen "Cyber-Mülldeponie" liegen. Unternehmen auf der ganzen Welt verfügen daher über riesige Mengen redundanter, veralteter oder trivialer Daten (ROT), die sie nicht benötigen und die wertvolle Energieressourcen verbrauchen.

Warum entscheiden sich so viele deutsche Organisationen dafür, Geräte physisch zu zerstören oder unnötige Daten in aktiven Unternehmensumgebungen zu speichern?

Zum einen fehlt häufig eine ausreichende Schulung oder die Information zur fachgerechten Entsorgung von Geräten, sodass die physische Vernichtung noch immer als der sinnvollste Weg angesehen wird. Zudem zeigt die Studie auch einen deutlichen Mangel an Eigenverantwortung und Kommunikation zu diesem Thema in Unternehmen. Der Umgang mit Altgeräten ist bei der Mehrzahl (88 Prozent) der deutschen Organisationen Teil der CSR-Richtlinien. Das Problem besteht aber darin, dass diese Richtlinien nicht ausreichend und unternehmensweit kommuniziert oder ordnungsgemäß umgesetzt werden.

Das Fehlen von gesetzlichen Vorschriften oder vielmehr die Möglichkeit, die ordnungsgemäße Umsetzung dieser Vorschriften nachvollziehen zu können, spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle. Während es etwa in den USA in 22 Bundesstaaten keine landesweiten Gesetze für den Umgang mit Elektroschrott gibt, besteht in Deutschland seit 2015 die aktuelle Fassung des "ElektroG" (Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten). Es soll einerseits Gesundheit und Umwelt vor schädlichen Substanzen aus Elektro- und Elektronikgeräten schützen und gleichzeitig die Abfallmengen durch Recycling verringern. Es richtet sich jedoch vor allem an die Geräte-Hersteller und Händler, um eine flächendeckende Sammelstruktur zur Rücknahme von Geräten zu etablieren. Eine Kontrolle, wie Unternehmen und Privatpersonen mit ihrer Altelektronik umgehen, ist dagegen sehr schwierig. Auch die Einhaltung der entsprechenden EU-Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte "WEEE" (2013) ist je nach Land unterschiedlich erfolgreich. Während Deutschland die Zielvorgaben in den letzten Jahren erfüllen konnte, verfehlte Großbritannien diese in den letzten drei Jahren jedes Mal und exportiert nach wie vor große Mengen an Elektroschrott in Entwicklungsländer. Umweltexperten fordern daher strengere Vorschriften und Sanktionen.

"Angesichts der heutigen globalen Umweltproblematik sollte Nachhaltigkeit zu den zentralen Werten jeder Unternehmensstrategie gehören", erklärt Fredrik Forslund, Vice President Enterprise and Cloud Erasure Solutions, bei Blancco. "Aus unseren Untersuchungen geht jedoch hervor, dass Unternehmen in diesem Bereich zu wenig tun – das betrifft auch deutsche Organisationen. Die umweltfreundlichere Verwaltung ausgedienter IT-Ressourcen, die Rückführung von Hardware in die Kreislaufwirtschaft und das Entfernen unnötiger Daten in aktiven Umgebungen, sollten zu Standardverfahren in jedem Unternehmen werden. Wenn Unternehmen Daten im Rahmen einer Data Lifecycle Management-Initiative regelmäßig überprüfen und die nicht mehr benötigten Daten sicher entfernen, können sie nicht nur ihren Energieverbrauch senken und Kosten sparen, sondern auch CSR-Anforderungen erfüllen. "

Dieser Bericht ist der dritte in einer Serie von insgesamt drei Reports. Der erste Bericht – "A False Sense of Security" – zeigte u.a., dass 32 Prozent der Unternehmen in Deutschland mit ihren (fehlenden) Verfahren zur Datenlöschung bei End-of-Life-Geräten erhebliche Risiken eingehen. Der Bericht ist hier erhältlich. Der zweite Report – "Data Sanitization: Policy vs. Reality" – belegt das Fehlen robuster Datenlöschrichtlinien in Unternehmen sowie Lücken in der IT-Sicherheit. Er steht hier zum Download zur Verfügung.

Methodik:

Die Primärerhebung wurde von der Blancco Technology Group in Auftrag gegeben und im August 2019 von Coleman Parkes durchgeführt. Die Stichprobe bestand aus insgesamt 1.850 Entscheidungsträgern – darunter Heads of Compliance, CFOs, Financial Directors, ITAMs, CISOs, IT Security VPs, Datenschutzbeauftragte und Heads of Operations – aus ebenso vielen Unternehmen und Einrichtungen mit jeweils mehr als 5.000 Mitarbeitern. Die Stichprobenziehung erfolgte im Vereinigten Königreich, in den Vereinigten Staaten, in Kanada, Deutschland, Frankreich, Japan, Indien, Singapur und Australien. Dabei wurden verschiedene vertikale Märkte berücksichtigt: Gesundheitswesen, öffentlicher Sektor, Pharmaindustrie, Finanzwesen, Technologie, Verteidigung, Rechtswesen, produzierendes Gewerbe, Energie, Transport/Verkehr und Beratung.

(Blancco Technology Group: ra)

eingetragen: 29.04.20
Newsletterlauf: 30.07.20

Blancco Technology Group: Steckbrief

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Meldungen: Studien

Unbefugter Zugriff und Shadow-IT

Ehemalige Mitarbeiter können ein zusätzliches IT-Sicherheitsrisiko für den Mittelstand in Deutschland darstellen, wie der aktuelle "Kaspersky SMB Cyber Resilience Report" zeigt. Denn nur 41 Prozent aller befragten Unternehmensverantwortlichen können ausschließen, dass ehemalige Mitarbeiter noch Zugriff auf in der Cloud gespeicherte Unternehmensdaten haben, und nur 46 Prozent sind sich sicher, dass Ex-Mitarbeiter die Accounts im Unternehmen auch wirklich nicht mehr nutzen können.

Sicherheitsrisiken der Fernarbeit

Infolge der permanenten Veränderung der Arbeitswelt in den letzten zwei Jahren ist zu beobachten, dass notwendige Veränderungen im Bereich der Sicherheit umgesetzt wurden. Die Kontrolle des Zugriffs auf Anwendungen, Daten und Systeme ist ein immer wichtigerer Aspekt der Absicherung jeder Umgebung und des Schutzes vor internen und externen Bedrohungen.

Security als Priorität

57 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland wollen Finanzhilfen, die sie im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans der EU erhalten, in die Sicherheit investieren. So lautet ein zentrales Ergebnis einer neuen Untersuchung von CyberArk.

PoS-Malware ist am weitesten verbreitet

Nach einem starken Pandemie-bedingten Rückgang nehmen nun Angriffe auf Geldautomaten und PoS-Terminals wieder deutlich zu, wie aktuelle Kaspersky-Analysen zeigen. So sind ATM/PoS-Malware-Infizierungen in den Jahren 2020 auf 2021 um 39 Prozent gestiegen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres 2022 um 19 Prozent gegenüber des Vergleichszeitraums 2020. HydraPoS und AbbadonPoS sind dabei die am weitesten verbreiteten Malware-Familien im laufenden Jahr.

60 Prozent der Angriffe durch Phishing-Versuche

Der Ransomware-Report 2022, für den von der Cybersecurity-Spezialistin Hornetsecurity über 2.000 IT-Führungskräfte befragt wurden, zeigt, dass bereits 24 Prozent der Unternehmen Opfer eines Ransomware-Angriffs waren. Im Vergleich zum letzten Jahr stieg diese Zahl damit um drei Prozentpunkte. Zudem fand jeder fünfte Angriff (20 Prozent) im letzten Jahr statt – ein klares Indiz dafür, dass Cyberangriffe immer häufiger vorkommen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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