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Mobile Sicherheitslücken verhindern


Studie: Unternehmen haben erheblichen Nachholbedarf bei Sicherheit mobiler Endgeräte
Mobile Endgeräte stellen ein Sicherheitsrisiko für Unternehmen dar: Viele versäumen es jedoch, angemessene Vorkehrungen zu treffen, um Daten zu schützen

(05.12.14) 56 Prozent der deutschen Unternehmen waren in den letzten zwölf Monaten von Sicherheitsproblemen mit mobilen Endgeräten betroffen. Das belegt eine aktuelle Studie von BT. Mindestens zwei Fünftel von ihnen erlebten im gleichen Zeitraum sogar mehr als vier solcher Vorfälle. Trotzdem ergreifen die Unternehmen in Deutschland nicht genügend Sicherheitsmaßnahmen, um sich vor Gefahren, die zum Beispiel durch den Diebstahl oder Verlust von Endgeräten oder durch Malware entstehen, zu schützen.

Die Studie untersucht, wie die IT-Entscheider die Sicherheit in ihren Unternehmen einschätzen. Sie zeigt, dass BYOD (Bring Your Own Device) und COPE (Corporately Owned Personally-Enabled) voll im Trend liegen: 77 Prozent der deutschen Firmen erlauben ihren Mitarbeitern, die eigenen bzw. privat genutzten Endgeräte auch für berufliche Zwecke zu nutzen. Allerdings verfügen nur knapp ein Viertel (24 Prozent) über eine aktive BYOD-Sicherheits-Policy. Die Sicherheit der Geräte bleibt damit auf der Strecke: Nur 26 Prozent der Befragten haben den Eindruck, dass in ihren Unternehmen genug Ressourcen zur Verfügung stehen, um mobile Sicherheitslücken zu verhindern. In der Hälfte der Unternehmen gibt es nicht einmal einen Passwort-Schutz. Security-Schulungen für alle Mitarbeiter gibt es nur bei jedem zweiten befragten Unternehmen.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: In 27 Prozent der Unternehmen haben die privaten oder von der Firma zur Verfügung gestellten mobilen Geräte umfassenden Zugang zu firmeninternen Netzwerken, in 62 Prozent enthalten sie sensible Kundeninformationen. Gleichzeitig verfügt knapp ein Drittel der befragten deutschen Unternehmen (31 Prozent) nicht über durchsetzbare Sicherheitsrichtlinien im mobilen Bereich. In den Unternehmen mit Sicherheitsrichtlinien werden diese im Schnitt alle zehn Monate überprüft. Viele IT-Verantwortliche befürchten jedoch, dass diese Abstände zu groß sind, weil sie davon ausgehen, dass die Zahl der Malware-Infektionen in den nächsten drei bis fünf Jahren steigen wird.

Sicherheitsvorfälle wie verlorene und gestohlene Endgeräte, Infektionen durch Malware wie Viren, Spyware und Trojaner sowie der Verlust oder Diebstahl von Firmen- oder Kundendaten haben einen erheblichen Einfluss auf die Geschäftsprozesse. Sie beanspruchen nicht nur die Zeit der Helpdesk-Mitarbeiter und andere IT-Ressourcen. Sie verringern auch die Produktivität der Angestellten und können deren tägliche Arbeit und auch die Zufriedenheit der Kunden beeinträchtigen, und sie schaden dem Ruf des Unternehmens. Selbst empfindliche Strafzahlungen als Folge von Sicherheitsvorfällen sind schon vorgekommen.

"Die heutige Gefahrenlandschaft verändert sich sehr schnell. Deshalb ist es für Unternehmen wichtig, das Thema IT-Sicherheit von vornherein im Bewusstsein zu verankern, anstatt es nachträglich anzugehen", sagte Mark Hughes, President BT Security. "Das führt dazu, dass Sicherheitsprozesse sich parallel zum Geschäft entwickeln und nicht erst im Nachhinein. Auf diese Weise ist es wesentlich einfacher, hohe Security-Standards durchzusetzen."

Die Einstellung der eigenen Mitarbeiter ist nach wie vor die größte Gefahr für die Datensicherheit. Wie die Befragung ergab, nehmen 69 Prozent der Angestellten die Sicherheit ihrer Endgeräte nicht ernst. Bei genauer Betrachtung wird klar, dass diese Einstellung häufig von der Vorstandsetage ins Unternehmen sickert. So glauben 72 Prozent der deutschen IT-Entscheider, dass das Thema Sicherheit von ihren CEOs nicht sehr ernst genommen wird. Das ist umso bedenklicher, als Security-Programme nur dann erfolgreich sind, wenn sie die volle Unterstützung der Unternehmensspitze haben.

"Wenn die CEOs sich für wirksame Sicherheitsmaßnahmen einsetzen, werden diese zu einer festen Größe bei den Mitarbeitern", so Hughes. "Probleme tauchen normalerweise dann auf, wenn die Menschen nicht nachvollziehen können, welche Risiken die Vernachlässigung der IT-Sicherheit für das Unternehmen wie für sie selbst mit sich bringt. Eine Sicherheitslücke kann dafür sorgen, dass der Aktienkurs einbricht und der Ruf des Unternehmens Schaden nimmt. Deshalb geht Security jeden an.

BT unterstützt zahlreiche internationale Konzerne dabei, unternehmensweit über Sicherheitsrisiken aufzuklären und Sicherheitsmaßnahmen einzuführen. Erst wenn die Menschen verstehen, welche Auswirkungen die Nichteinhaltung der Sicherheitsmaßnahmen haben kann, und wenn sie Tools erhalten, um sich zu schützen, werden die Unternehmen wirklich in der Lage sein, von den zahlreichen Vorzügen zu profitieren, die mobiles Arbeiten und BYOD bieten."

Über die Studie
Die Studie wurde im September und Oktober 2014 von Vanson Bourne im Auftrag von BT erstellt. Die Marktforscher befragten insgesamt 640 IT-Entscheider von Großunternehmen (mehr als 1000 Mitarbeiter) aus elf Regionen (Großbritannien, Deutschland, Frankreich, USA, Spanien, Brasilien, Naher Osten, Hongkong, Singapur, Südafrika und Australien). Die Unternehmen stammen aus der Finanzbranche, dem Handel und dem öffentlichen Dienst.
Weitere Ergebnisse für Deutschland:
>> Insgesamt drei Viertel (75 Prozent) der deutschen IT-Entscheider gaben an, dass mobile Geräte in ihrem Unternehmen Zugang zum Firmennetzwerk haben (vollständiger Zugriff: 27 Prozent; eingeschränkter Zugriff: 48 Prozent)
>> In fast allen Unternehmen, die BYOD zulassen oder firmeneigene Geräte auch zur privaten Nutzung ("COPE") ausgeben, werden firmenbezogene Daten auf den Geräten gespeichert. Am häufigsten sind dies E-Mails (76 Prozent), Kontaktinformationen (66 Prozent) und Kundendaten (62 Prozent), in einigen Fällen auch vertrauliche Notizen (28 Prozent). Nur zwei Prozent der Befragten geben an, dass keine unternehmensbezogenen Daten auf den Geräten gespeichert werden.
(BT: ra)

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Meldungen: Studien

Ransomware und Lösegeldforderungen auf Rekordniveau

Nach einer Analyse des weltweit führenden Technologie-Dienstleisters NTT Ltd. erreichen Ransomware-Attacken ein neues Rekordniveau: Bis zum Jahresende müssen sich Unternehmen alle elf Sekunden auf einen Angriff mit Erpresser-Schadsoftware einstellen. Außerdem verwenden Cyberkriminelle verbesserte Techniken wie Ransomware-as-a-Service, erpressen ihre Opfer in zweifacher Hinsicht und wollen immer höhere Lösegeldsummen. Wie aus dem aktuellen Global Threat Intelligence Report (GTIR) von NTT Ltd. hervorgeht, steigt seit Jahresanfang der Anteil von Ransomware-Attacken dramatisch an. Bis Ende 2021 sollen sie einen Anteil von zwölf Prozent von allen Malware-Angriffen ausmachen. Sollte dieses Szenario eintreten, entspräche dies einer Vervierfachung von Erpresser-Malware innerhalb von zwei Jahren. Laut NTT kommen andere Analysten zu ähnlichen Einschätzungen, wobei die Bandbreite des Anstiegs zwischen 50 und 350 Prozent liegt. Dieser globale Trend gilt auch für deutsche Unternehmen. Wie der Branchenverband Bitkom kürzlich im Rahmen einer Studie herausgefunden hat, haben sich hierzulande die durch solche Attacken verursachten Schäden gegenüber den Vorjahren mehr als vervierfacht.

Ransomware-Bedenken weltweit konsistent

Fortinet veröffentlichte ihren "Global State of Ransomware Report 2021". Die Umfrage zeigt, dass sich die meisten Unternehmen mehr Sorgen um Ransomware machen als um andere Cyber-Bedrohungen. Die Mehrheit der befragten Unternehmen gibt an, auf einen Ransomware-Angriff vorbereitet zu sein, unter anderem durch Cyber-Schulungen für Mitarbeiter, Plänen zur Bewertung von Risiken und Cybersicherheits-Versicherungen. Jedoch gibt es eine deutliche Lücke bei den von vielen Befragten als wesentlich erachteten technologischen Lösungen zum Schutz vor Bedrohungen und der Technologie, die am besten gegen die am häufigsten gemeldeten Methoden zum Eindringen in ihre Netzwerke schützt. Bei den Technologien, die als wesentlich angesehen werden, sehen die Unternehmen die größten Herausforderungen bei Remote-Mitarbeitern und -Geräten, wobei Secure Web Gateway, VPN und Network Access Control ganz oben auf der Liste stehen. Obwohl es sich bei ZTNA um eine neue Technologie handelt, kann sie als Ersatz für die herkömmliche VPN-Technologie angesehen werden. Am besorgniserregendsten ist jedoch die geringe Bedeutung, die der Segmentierung beigemessen wird (31 Prozent), einer kritischen Technologielösung, die Eindringlinge daran hindert, sich lateral durch das Netzwerk zu bewegen, um auf wichtige Daten und geistiges Firmeneigentum zuzugreifen. Auch UEBA und Sandboxing spielen eine wichtige Rolle bei der Erkennung von Eindringlingen und neuen Malware-Stämmen, finden sich aber jeweils weiter unten auf der Liste. Mit 33 Prozent geben zudem überraschend wenige der Befragten das sichere E-Mail-Gateway an, obwohl Phishing als gängige Einstiegsmethode von Angreifern genannt wird.

Angriffswege und -szenarien bei Connected Cars

Trend Micro hat eine neue Studie zur Cybersicherheit in vernetzten Fahrzeugen veröffentlicht. Diese unterstützt Hersteller, Zulieferer, Behörden und Dienstleister dabei, die neue UN-Regelung zur Cybersicherheit von vernetzten Fahrzeugen umzusetzen. Zudem analysiert sie auch Cyber-Risiken, die in den aktuellen Vorgaben noch nicht berücksichtigt werden. Das Weltforum für die Harmonisierung von Fahrzeugvorschriften (World Forum for Harmonization of Vehicle Regulations, Working Party/WP.29) der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (United Nations Economic Commission for Europe, UNECE) ist für die Regulierung der Fahrzeugsicherheit weltweit zuständig. Ihre aktuelle Verordnung enthält sieben übergeordnete sowie 30 untergeordnete Beschreibungen von Schwachstellen und Bedrohungen. Darunter befinden sich zudem Beschreibungen von 69 Angriffsvektoren. Diese Regelungen in Verbindung mit den neuen Studienergebnissen von Trend Micro werden die Automobilindustrie dabei unterstützen, Cyber-Risiken in vernetzten Fahrzeugen besser zu verstehen und Abwehrmaßnahmen zu priorisieren. Um Hersteller, Zulieferer, Behörden und Dienstleister bei der Priorisierung der von WP.29 beschriebenen Bedrohungen und Angriffsvektoren zu unterstützen, berechneten die Experten von Trend Micro die Dringlichkeitsstufen der einzelnen Angriffsvektoren anhand des branchenüblichen DREAD-Bedrohungsmodells.

Das Angriffsszenario hat sich verändert

Unternehmen sind immer häufiger von Cybersicherheitsvorfällen bei Lieferanten betroffen, mit denen sie Daten austauschen, wie der aktuelle IT Security Economics Report von Kaspersky zeigt. Die durchschnittlichen finanziellen Auswirkungen eines Vorfalles für ein Großunternehmen in Europa beliefen sich im vergangenen Jahr auf zwei Millionen US-Dollar und sind damit die kostspieligste Art von Vorfällen. Geschäftsdaten sind in der Regel über mehrere Drittparteien verteilt, darunter Dienstleister, Partner, Lieferanten und Tochtergesellschaften - weswegen Cyberkriminelle immer öfter genau diese attackieren. Daher müssen Unternehmen nicht nur die Cybersicherheitsrisiken berücksichtigen, die ihre eigene IT-Infrastruktur betreffen, sondern auch solche, die von außerhalb des eigenen Unternehmens kommen können. Laut der Kaspersky-Umfrage war mehr als ein Viertel (28 Prozent) der großen Unternehmen in Europa von Angriffen auf Daten betroffen, die mit Zulieferern geteilt wurden. Diese Zahl hat sich seit dem Jahr 2020 (damals lag sie bei 29 Prozent) nicht wesentlich verändert. Auch die finanziellen Auswirkungen sind die gleichen wie im Vorjahr, nämlich zwei Millionen Dollar.

Sichere Alternativen für den Log-in-Vorgang

Mit zunehmender Digitalisierung des täglichen Lebens sinkt die Geduld der Menschen bei Online-Aktivitäten. Laut einer aktuellen Umfrage von Ping Identity sind Verbraucher weltweit immer weniger dazu bereit, fehlenden digitalen Komfort hinzunehmen. Marken und Hersteller, denen es nicht gelingt, die richtige Balance zwischen Benutzerfreundlichkeit und Datensicherheit zu finden, laufen Gefahr, Kunden an die Konkurrenz zu verlieren. Die zentralen Ergebnisse der Studie für Deutschland im Überblick: Verbraucher erwarten einfachen und schnellen Zugang zu digitalen Anwendungen. 66 Prozent haben schon einmal einen Online-Account gelöscht oder gar nicht erst angelegt, weil das Aufsetzen oder die Nutzung des Accounts aus unterschiedlichen Gründen nicht zufriedenstellend waren. So gaben 34 Prozent an, dass zu viele persönliche Informationen abgefragt wurden. Für 28 Prozent war die Eingabe der Benutzerinformationen zu zeitaufwändig und für 20 Prozent lag der Grund in zu vielen Sicherheitsstufen. 45 Prozent nutzte einen Onlinedienst nicht länger, weil das Einloggen als frustrierend empfunden wurde. 53 Prozent würden zu einem konkurrierenden Online-Angebot wechseln, vorausgesetzt das Identitäts- und Zugriffsmanagement funktioniert dort wesentlich einfacher.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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