Die größten Herausforderungen für CDOs

Informatica veröffentlicht erste Ausgabe der jährlichen globalen Studie über Chief Data Officers und ihre Herausforderungen

CDOs werden immer häufiger als strategische Führungskräfte angesehen, müssen sich allerdings unternehmenskritischen Herausforderungen stellen



Informatica stellte die Ergebnisse einer Studie hinsichtlich Chief Data Officers (CDO) in der digitalen Welt vor. Die Umfrage beleuchtet die Herausforderungen, Prioritäten und wichtigsten Leistungsindikatoren (KPIs) von CDOs. Die Studie wurde von IDC im Auftrag von Informatica durchgeführt. Die Ergebnisse wurden auf dem 14. jährlichen MIT Chief Data Officer and Information Quality Symposium vorgestellt. Sie zeigen, wie wichtig Datenintelligenz für die Leistung von Unternehmen ist. Die Resultate unterstreichen, dass CDOs zunehmend als strategische Führungskräfte angesehen werden, aber in ihrer erweiterten Rolle auch vor Herausforderungen stehen.

Der von Informatica in Auftrag gegebene IDC Info Brief "Chief Data Officers: The New Business Leaders" befragte mehr als 1.200 CDOs in zehn Ländern. Dazu gehören Australien, Frankreich, Deutschland, Indien, Japan, Großbritannien und die USA. Die Umfrage wurde zu Beginn der Corona-Pandemie von Februar bis April 2020 durchgeführt. Die Ergebnisse der IDC Studie zeigen, dass moderne erfolgreiche Data Leaders agil und flexibel genug sein müssen, um mit einer Reihe von Prioritäten gleichzeitig jonglieren zu können.

"Die Datenmenge nimmt weltweit exponentiell zu. Damit wird die Rolle des CDOs als einer der Eckpfeiler der digitalen Transformation immer wichtiger", so Stewart Bond, Director, Data Integration and Intelligence Software Research, IDC. "Obwohl 70 Prozent der Organisationen bestätigen, dass Entscheidungen in stärkerem Maße datengetrieben sein sollten, realisieren die meisten noch nicht den vollen Wert ihrer Daten. Das Ergebnis unserer Studie: Dies beruht zumindest zum Teil darauf, dass Herausforderungen und Prioritäten nicht aufeinander abgestimmt sind. Grund dafür ist, dass sich der Verantwortungsbereich des CDOs kontinuierlich weiterentwickelt und immer umfangreicher wird."

Die wichtigsten Ergebnisse in der Übersicht:

>> 59 Prozent der CDOs berichten an die Unternehmensleitung, die meisten davon direkt an den CEO.

>> 80 Prozent der wichtigsten KPIs von CDOs sind an Geschäftsziele geknüpft, zum Beispiel betriebliche Effizienz, Kundenzufriedenheit und -erfolg, Datenschutz und -sicherheit, Innovation und Ertrag sowie Produktivität und Kapazität.

>> 71 Prozent der CDOs haben vier oder weniger Mitarbeiter, die Daten verwalten, trotz umfangreicher Verantwortung und Anforderungen an die Zusammenarbeit.

"Im Zeitalter von Data 4.0 beschleunigen Unternehmen ihre Investitionen in KI und Machine Learning. Die digitale Wirtschaft erfordert eine neue Generation von Mitarbeitern und Führungskräften, die mit Daten arbeiten", so Amit Walia, CEO, Informatica. "Die neuen Geschäftsbedingungen nach der Pandemie haben uns gelehrt, dass eine höhere Zahl von Mitarbeitern Daten verstehen und auf sie zugreifen muss – und sie auch umfassend und konsistent nutzt. Mehr als jemals zuvor muss die Datenstrategie eine Priorität für die Unternehmensleitung sein. Der CDO sollte direkt an die höchste Führungsebene berichten."

"Direkt an den CEO zu berichten, ist entscheidend für meinen Erfolg als CDO", erklärt Sri Mishra, Chief Data and Technology Officer bei JDRF, einer führenden, weltweit agierenden Organisation, die die Typ-1-Diabetesforschung finanziert. "Darüber hinaus ist es unerlässlich, dass ich unsere Daten- und Analysestrategie auf organisatorische Prozesse und Ziele übertrage, um so die Verbindung zu den Ergebnissen unserer Mission herzustellen. Durch den Einsatz einer Cloud First, Cloud-nativen Daten- und Technologieplattform, ermöglichen wir datengestützte Entscheidungen, dank derer wir uns auf die Mittelbeschaffung, Forschung und Lobbyarbeit konzentrieren können."

Die größten Herausforderungen für CDOs

Während CDOs zunehmend als Teil der Unternehmensleitung angesehen werden, haben sich ihre Prioritäten verschoben. Dies führt zu einer gewissen Verzerrung. Die Studie skizziert einige der wichtigsten Prioritäten und Herausforderungen, denen moderne CDOs gegenüberstehen. Dazu gehören:

62 Prozent der Befragten bezeichnen die Cloud als eine wichtige Herausforderung, darunter

>> Datenaufnahme, -qualität, -verwaltung und -schutz als Teil des Cloud Data Warehouse und der Implementierung von Cloud Data Lakes

>> Mapping, Transformation und Bereinigung von Stammdaten als Teil der Anwendungsmodernisierung (SaaS)

>> Ein angemessener Datenschutz für bewegte und ruhende Daten in Multi-Cloud-Umgebungen

88 Prozent der Teilnehmer sehen Metadaten als eine bedeutende Herausforderung, darunter

>> Datenermittlung, Identifizierung und Klassifizierung von Domänen

>> Abgleich von Business-Glossar-Begriffen und technischen Metadaten

>> Darstellung des Datenverlaufs, des Prozessflusses und der Datenverbreitung

50 Prozent der Befragten berichten, dass die Daten nicht zu einer Verbesserung des Geschäftsergebnisses genutzt werden,. Grund dafür sind unter anderem folgende Herausforderungen:

>> Zusammenarbeit an gemeinsamen Geschäftsdefinitionen für kritische Stammdatenelemente

>> Mangel an Datenkompetenz und qualifiziertem Personal

>> Selbstbedienungs-Datenzugriffe ermöglichen und gleichzeitig die Compliance erfüllen

(Informatica: ra)

eingetragen: 03.09.20
Newsletterlauf: 24.11.20

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Meldungen: Studien

Vom Babuk-Quellcode zu benutzerdefinierten Darkside-Listen

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Ransomware-Angriffe verursachen weiterhin enorme Kosten

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Fast jedes Unternehmen in der Finanzbranche betroffen

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Rückstände bei Zero Trust

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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