- Anzeigen -
Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Einzelhandel steht vor einer doppelten Herausforderung

Einzelhandel behebt Software-Schwachstellen im Branchenvergleich am schnellsten

Die Ergebnisse der "State of Software Security" (SoSS)-Studie von Veracode zeigen, dass der Einzelhandel Schwachstellen in der Software zwar schnell behebt, die Branche aber dennoch von einem DevSecOps-Ansatz profitieren kann



Die SoSS-Studie von Veracode, Anbieterin von Application Security Testing (AST), zeigt auf, dass der Einzelhandelssektor Fehler in seiner Software schneller behebt, als die fünf anderen untersuchte Branchen. Für die Analyse hat Veracode Daten von mehr als 130.000 Anwendungen ausgewertet.

Besonders im Einzelhandel, der schnell auf sich ändernde Kundenanforderungen reagieren muss, ist es unerlässlich, potentielle Sicherheitsmängel schnell zu finden und zu beheben. Hinzu kommt, dass der Einzelhandel über Kundenkarten und Mitgliedkonten große Mengen an persönlichen Daten über Verbraucher sammelt, die strengen Datenschutzanforderungen unterliegen und ein Datenleck somit schwerwiegende Folgen haben kann. Laut dem Verizon Data Breach Investigations Report 2020 sind Angriffe auf Webanwendungen der primäre Grund für Sicherheitsverletzungen im Einzelhandel, wobei bei etwa der Hälfte aller Verletzungen persönliche Daten oder Zahlungsdaten abgegriffen werden.

Die Untersuchung ergab, dass 76 Prozent der Anwendungen im Einzelhandel mindestens einen Fehler aufweisen. Im Vergleich zu anderen Sektoren der Wirtschaft, wie beispielsweise dem Finanz-, Technologie- und Gesundheitswesen, entspricht dies ungefähr dem Durchschnitt. Allerdings handelt es sich bei 26 Prozent – der zweitgrößte Anteil aller sechs untersuchten Branchen – der Anwendungsfehler um schwerwiegende Probleme, die es gilt dringend zu beheben.

Die Studie zeigt außerdem, dass der Einzelhandel bei der Behebung seiner Schwachstellen im Branchenvergleich an zweiter Stelle steht: Die Hälfte der Schwachstellen wird in nur 125 Tagen behoben, fast einen Monat schneller als in der zweitplatzierten Branche, dem Gesundheitssektor. Dies mag erst einmal lang wirken, aber die Hälfte der Schwachstellen in allen untersuchten Branchen bleibt entweder viel länger bestehen oder wird gar nicht behoben.

"Unternehmen im Einzelhandel stehen vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits stellen sie für Angreifer ein sehr verlockendes Ziel dar, benötigen aber andererseits Software, die es ihnen ermöglicht, in hohem Maße auf ihre Kunden einzugehen und gleichzeitig Branchenvorschriften wie den PCI (Payment Card Industry Data Security Standard) einzuhalten", sagt Chris Eng, Chief Research Officer bei Veracode. "Im Hinblick auf Probleme im Zusammenhang mit Informationslecks und Input Validation scheinen Entwickler im Einzelhandel ihre Arbeit also besser zu machen, als in anderen Branchen. Dennoch bietet der Einsatz von API-gesteuertem Scannen und Software-Kompositionsanalyse, um nach Schwachstellen in Open-Source-Komponenten zu suchen, die meisten Verbesserungsmöglichkeiten für Entwicklungsteams im Einzelhandel."

Weitere Ergebnisse:

Die Entwicklungsumgebung ist für den Einzelhandel eine Herausforderung, da ihre Anwendungen tendenziell älter und größer sind als in anderen Branchen.

Die Branche schneidet bei der Verbreitung häufiger Fehlertypen gut ab, während in Kategorien wie Informationslecks und Input Validation noch Luft nach oben ist. Die Untersuchung von Veracode ergab, dass Entwickler im Einzelhandel mit Problemen bei der Datenkapselung, SQL-Injection und der Verwaltung von Anmeldeinformationen zu kämpfen haben. Mithilfe der Heat Map von Veracode können Entwickler SQL-Injection-Angriffe mit sicheren Codierungspraktiken verhindern, zum Beispiel durch die Verwendung einer parametrisierten Abfrage. Bei Fehlern in der Datenkapselung ist eine Zugriffssperrung auf die betroffene Anwendung, Datenbank oder das System ein wichtiger Schritt, bis diese vollständig geschützt werden können. Außerdem ist es nach wie vor maßgeblich, Daten und Informationen zu sichern, um im Falle eines Ransomware-Angriffs das Tagesgeschäft fortführen zu können. Entwickler können das Risiko eines Angriffs auf die Verwaltung von Anmeldeinformationen außerdem verringern, indem sie verschlüsselte Passwörter an geschützten Orten speichern und die Verwendung von fest programmierten Anmeldeinformationen vermeiden.

Im Hinblick auf die Häufigkeit von Scans und die Kombinierung dynamischer und statischer Scans liegen Entwickler im Einzelhandel verglichen mit anderen Branchen im Mittelfeld. Um sichere Software zu programmieren, sollten Entwickler die folgenden DevSecOps-Praktiken einsetzen: häufigeres Scannen, Durchführung verschiedener Arten von Tests und Verbesserung der Kadenz von Scans.

Weitere Informationen über häufige Schwachstellen und Erkenntnisse finden Sie im Veracode State of Software Security Volume 11. Das SoSS 11 Infosheet zum Einzelhandel finden Sie hier.

Über die State of Software Security Studie

Die Studie "State of Software Security (SoSS) 11" von Veracode ist ein umfassender Überblick über die Daten der Anwendungssicherheitstests von Scans von mehr als 130.000 aktiven Anwendungen, die innerhalb von Veracodes Kundenstamm von mehr als 2.500 Unternehmen durchgeführt wurden. Es handelt sich dabei um den branchenweit umfassendsten Satz von Anwendungssicherheits-Benchmarks. Veracode hat mit Data Scientists des Cyentia-Instituts zusammengearbeitet, um neue Bedrohungen besser zu visualisieren und zu verstehen und um herauszufinden, wie Entwickler Anwendungen besser und sicherer machen können.

(Veracode: ra)

eingetragen: 24.02.21
Newsletterlauf: 26.04.21

Veracode: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

Meldungen: Studien

Unbefugter Zugriff und Shadow-IT

Ehemalige Mitarbeiter können ein zusätzliches IT-Sicherheitsrisiko für den Mittelstand in Deutschland darstellen, wie der aktuelle "Kaspersky SMB Cyber Resilience Report" zeigt. Denn nur 41 Prozent aller befragten Unternehmensverantwortlichen können ausschließen, dass ehemalige Mitarbeiter noch Zugriff auf in der Cloud gespeicherte Unternehmensdaten haben, und nur 46 Prozent sind sich sicher, dass Ex-Mitarbeiter die Accounts im Unternehmen auch wirklich nicht mehr nutzen können.

Sicherheitsrisiken der Fernarbeit

Infolge der permanenten Veränderung der Arbeitswelt in den letzten zwei Jahren ist zu beobachten, dass notwendige Veränderungen im Bereich der Sicherheit umgesetzt wurden. Die Kontrolle des Zugriffs auf Anwendungen, Daten und Systeme ist ein immer wichtigerer Aspekt der Absicherung jeder Umgebung und des Schutzes vor internen und externen Bedrohungen.

Security als Priorität

57 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland wollen Finanzhilfen, die sie im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans der EU erhalten, in die Sicherheit investieren. So lautet ein zentrales Ergebnis einer neuen Untersuchung von CyberArk.

PoS-Malware ist am weitesten verbreitet

Nach einem starken Pandemie-bedingten Rückgang nehmen nun Angriffe auf Geldautomaten und PoS-Terminals wieder deutlich zu, wie aktuelle Kaspersky-Analysen zeigen. So sind ATM/PoS-Malware-Infizierungen in den Jahren 2020 auf 2021 um 39 Prozent gestiegen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres 2022 um 19 Prozent gegenüber des Vergleichszeitraums 2020. HydraPoS und AbbadonPoS sind dabei die am weitesten verbreiteten Malware-Familien im laufenden Jahr.

60 Prozent der Angriffe durch Phishing-Versuche

Der Ransomware-Report 2022, für den von der Cybersecurity-Spezialistin Hornetsecurity über 2.000 IT-Führungskräfte befragt wurden, zeigt, dass bereits 24 Prozent der Unternehmen Opfer eines Ransomware-Angriffs waren. Im Vergleich zum letzten Jahr stieg diese Zahl damit um drei Prozentpunkte. Zudem fand jeder fünfte Angriff (20 Prozent) im letzten Jahr statt – ein klares Indiz dafür, dass Cyberangriffe immer häufiger vorkommen.

- Anzeigen -
Embedded Software Engineering
Kongress 2022 - Sindelfingen
05.–09.12.2022

Der ESE Kongress
ist Deutschlands Leitkongress
der Embedded-Softwarebranche

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>


Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.