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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Fachkräftemangel erhöht Gefahren von Ransomware

Studie: Viele Unternehmen sind nicht ausreichend auf Ransomware-Angriffe vorbereitet

Probleme bei der Bekämpfung von Ransomware haben, sobald die Prävention versagt



Zerto, ein Unternehmen von Hewlett Packard Enterprise, hat die Ergebnisse der Ransomware-Studie "The Long Road Ahead to Ransomware Preparedness” vorgestellt. Die Studie wurde von ESG (Enterprise Strategy Group) durchgeführt und von Zerto mitfinanziert. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass viele Unternehmen nicht ausreichend auf Angriffe vorbereitet sind und sich nur schwer davon erholen. Die Studie unterstreicht das erhöhte Risiko aufgrund des weit verbreiteten Fachkräftemangels und einer zu großen Abhängigkeit von internen Ressourcen. Zwar haben Unternehmen erkannt, dass der effektivste Schutz gegen einen Ransomware-Angriff vor allem die Möglichkeit der schnellen Wiederherstellung der Daten ist. In der Praxis haben viele Unternehmen jedoch weiterhin Probleme bei der Bekämpfung von Ransomware, sobald die Prävention versagt.

Drei Viertel aller Unternehmen haben nach einem Angriff Probleme

So hatten nahezu drei Viertel der Unternehmen, die in den letzten zwölf Monaten von Ransomware-Angriffen betroffen waren (insgesamt 73 Prozent der Befragten), mit negativen Folgen zu kämpfen. Selbst in sehr sicherheitsbewussten Unternehmen (von ESG als "führend" bei der Ransomware-Absicherung eingestuft) kam es in 75 Prozent der Fälle zu Betriebsunterbrechungen. Dies weckt Zweifel daran, wie umfassend die Wiederherstellungsstrategien auch in diesen Unternehmen sind.

Für die von erfolgreichen Angriffen betroffenen Unternehmen ist die Bedrohung noch größer. 61 Prozent aller Geschädigten, die Lösegeld zahlten, sahen sich anschließend weiteren Erpressungsversuchen ausgesetzt. Diese führten dazu, dass die Opfer zusätzliche Zahlungen leisteten. Die Studie zeigt zudem die Risiken auf, die mit Lösegeldzahlungen verbunden sind. Lediglich ein Unternehmen von sieben (14 Prozent) erhielt alle Daten zurück, auch wenn es die Lösegeldforderung bezahlte.

Ungeachtet des Umfangs und der Auswirkungen der Angriffe, kämpft fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer (45 Prozent) mit Problemen, um auf einen Ransomware-Angriff reagieren zu können. Die Unternehmen berichten insbesondere von Qualifikations- und Ausbildungsdefiziten in bestimmten Bereichen ihrer Teams und bei externen Auftragnehmern und Anbietern, während in anderen Bereichen ein erheblicher Mangel an qualifizierten Mitarbeitern und Kompetenzen besteht.

Ergebnisse der Studie im Überblick

>> Ransomware-Angriffe sind allgegenwärtig und haben zum Teil schwerwiegende Auswirkungen auf Unternehmen.

>> Allzeit bereit zu sein, ist entscheidend für die Ransomware-Abwehr. Die meisten Unternehmen zeigen hier jedoch erhebliche Lücken.

>> Die meisten Unternehmen investieren nach wie vor in die Prävention.

>> Der Fachkräftemangel und die Abhängigkeit von internen Ressourcen sind für viele Unternehmen hinsichtlich einer schnellen Reaktionsfähigkeit ein Risiko .

>> Hybride Backups sind zwar schon weit verbreitet, die Wiederherstellung nach einem Ransomware-Angriff ist trotzdem keine Garantie.

>> Bei der Länge von RPOs und RTOs gibt es in puncto Business Continuity große Unterschiede zwischen einem Großteil der Unternehmen und den fortschrittlichsten Organisationen.

"Viele Unternehmen sind leider nach wie vor nicht in der Lage, sich wirksam gegen die Risiken und Auswirkungen von Ransomware-Angriffen zu schützen", kommentiert Christophe Bertrand, Practice-Director bei ESG. "Das führt dazu, dass eine beträchtliche Anzahl von Unternehmen glaubt, dass sie Lösegeld zahlen müssten, um ihre Daten zurückzubekommen. Stattdessen sollten sich die Entscheidungsträger auf Ransomware-Strategien konzentrieren, bei denen eine effektive, schnelle und vollständige Wiederherstellung im Vordergrund steht."

"Es ist besorgniserregend, dass viele Unternehmen mit Schwachstellen zu kämpfen haben, die auf unzureichende Technologien und weniger gut vorbereitete Teams zurückzuführen sind", sagt Caroline Seymour, Produkt-Marketing-VP bei Zerto. "Im Gegensatz zu typischen Backup-Lösungen bietet die Continuous-Data-Protection-Technologie (CDP) von Zerto eine effektive Lösung zur Vermeidung kostspieliger Risiken wie Datenverlust, Ausfallzeiten und disruptiven Wiederherstellungstests."

Die Daten sprechen für sich: Ransomware-Angriffe steigen in Volumen und Intensität. Die Zahlung des Lösegeldes ist keine Garantie für die Wiederherstellung von Daten. Unternehmen brauchen deshalb eine Lösung, die innerhalb von Minuten einen Zustand wiederherstellt, der Sekunden vor einem Angriff liegt. Und die Frage ist nicht "ob", sondern "wann" und "wie oft" es zu einer solchen Situation kommen kann. Deshalb müssen Unternehmen ihre Maßnahmen zur Datensicherung und -wiederherstellung intensivieren und optimieren.

Erhebungsmethodik

ESG hat zwischen Dezember 2021 und Januar 2022 620 qualifizierte Teilnehmer in Nordamerika und Westeuropa befragt. Die von ESG durchgeführte und von Zerto mitfinanzierte Studie wurde in einem neuen E-Book mit dem Titel "The Long Road Ahead to Ransomware Preparedness" veröffentlicht.

(Zerto: ra)

eingetragen: 14.08.22
Newsletterlauf: 08.09.22

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Meldungen: Studien

Unbefugter Zugriff und Shadow-IT

Ehemalige Mitarbeiter können ein zusätzliches IT-Sicherheitsrisiko für den Mittelstand in Deutschland darstellen, wie der aktuelle "Kaspersky SMB Cyber Resilience Report" zeigt. Denn nur 41 Prozent aller befragten Unternehmensverantwortlichen können ausschließen, dass ehemalige Mitarbeiter noch Zugriff auf in der Cloud gespeicherte Unternehmensdaten haben, und nur 46 Prozent sind sich sicher, dass Ex-Mitarbeiter die Accounts im Unternehmen auch wirklich nicht mehr nutzen können.

Sicherheitsrisiken der Fernarbeit

Infolge der permanenten Veränderung der Arbeitswelt in den letzten zwei Jahren ist zu beobachten, dass notwendige Veränderungen im Bereich der Sicherheit umgesetzt wurden. Die Kontrolle des Zugriffs auf Anwendungen, Daten und Systeme ist ein immer wichtigerer Aspekt der Absicherung jeder Umgebung und des Schutzes vor internen und externen Bedrohungen.

Security als Priorität

57 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland wollen Finanzhilfen, die sie im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans der EU erhalten, in die Sicherheit investieren. So lautet ein zentrales Ergebnis einer neuen Untersuchung von CyberArk.

PoS-Malware ist am weitesten verbreitet

Nach einem starken Pandemie-bedingten Rückgang nehmen nun Angriffe auf Geldautomaten und PoS-Terminals wieder deutlich zu, wie aktuelle Kaspersky-Analysen zeigen. So sind ATM/PoS-Malware-Infizierungen in den Jahren 2020 auf 2021 um 39 Prozent gestiegen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres 2022 um 19 Prozent gegenüber des Vergleichszeitraums 2020. HydraPoS und AbbadonPoS sind dabei die am weitesten verbreiteten Malware-Familien im laufenden Jahr.

60 Prozent der Angriffe durch Phishing-Versuche

Der Ransomware-Report 2022, für den von der Cybersecurity-Spezialistin Hornetsecurity über 2.000 IT-Führungskräfte befragt wurden, zeigt, dass bereits 24 Prozent der Unternehmen Opfer eines Ransomware-Angriffs waren. Im Vergleich zum letzten Jahr stieg diese Zahl damit um drei Prozentpunkte. Zudem fand jeder fünfte Angriff (20 Prozent) im letzten Jahr statt – ein klares Indiz dafür, dass Cyberangriffe immer häufiger vorkommen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

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Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

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Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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