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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Faktor Mensch in der Cybersicherheit

Wie steht es um die IT-Sicherheit deutscher Unternehmen?

"Global State of Security Report 2022" zeigt, es menschelt in der Gefahrenabwehr



Die letzten beiden Pandemie-Jahre haben die IT-Sicherheit in Unternehmen auf den Kopf gestellt. Infoblox blickt in ihrem "Global State of Security Report 2022" auf die Ängste und Gefahren sowie die Maßnahmen, die Security-Verantwortliche in den Unternehmen ergreifen, um die immer komplexere IT-Landschaft abzusichern. Dabei zeigt sich, dass der Faktor Mensch in vielerlei Hinsicht entscheidend ist.

"Technisch gesehen, kann vieles kontrolliert und geschützt werden. Der menschliche Faktor ist eine nicht beeinflussbare Größe", kommentierte ein Studienteilnehmer eines mittelgroßen deutschen Transportunternehmens. Thomas Gerch, Sales Director Central Europe bei Infoblox, ergänzt: "Die deutschen Ergebnisse des Global State of Security Reports verdeutlichen ein großes Problem für alle Security-Verantwortlichen: Mitarbeiter müssen zum einen geschult und sensibilisiert werden. Gleichzeitig müssen auch private Endgeräte kontrolliert werden. Ansonsten drohen sie zu einer elementaren Gefahr für die IT-Sicherheit der Unternehmen zu werden."

Der Faktor Mensch in der Cybersicherheit – Einblicke der Studie:

1. Sicherheitslücke private Endgeräte: Mehr als die Hälfte (54 Prozent) aller deutschen Befragten erlebten im vergangenen Jahr bis zu fünf sicherheitsrelevante Vorfälle. Ebenfalls gab etwa die Hälfte (51 Prozent) an, dass keiner der IT-Vorfälle in ihrem Unternehmen zu einer Sicherheitsverletzung führte. Dies gibt Anlass zur Hoffnung, dass die derzeitigen Maßnahmen zum Schutz von Remote-Mitarbeitern und Kunden zumindest zu einem gewissen Grad funktionieren. Bei denjenigen, die eine Sicherheitsverletzung erlitten, waren private Endgeräte der Mitarbeiter (37 Prozent), nicht gepatchte DDI- oder andere Netzwerkgeräte (33 Prozent) oder Insider (24 Prozent) für die Vorfälle verantwortlich.

2. Angst vor Insider-Bedrohungen: Deutsche Unternehmen sorgen sich am meisten über die Anfälligkeit für Datenlecks, Ransomware und Angriffe über Remote-Mitarbeiterverbindungen. Fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) war am meisten besorgt über das Potenzial für Ransomware und Datenlecks in den kommenden 12 Monaten. Sie hatten auch Bedenken, dass Angreifer es auf Remote-Worker-Verbindungen (37 Prozent) und Cloud-Dienste (35 Prozent) abgesehen haben. Weiterhin glauben sie, dass sie am wenigsten auf Insider-Bedrohungen (23 Prozent), Datenlecks und staatlich gesponserte Angriffe (16 Prozent) vorbereitet sind.

3. Weit verbreiteter Phishing-Betrug als Zeichen für mangelhafte Mitarbeiterschulungen: Phishing war für die große Mehrheit (67 Prozent) der in den letzten zwölf Monaten gemeldeten Sicherheitsverletzungen verantwortlich, direkt gefolgt von Ransomware mit 53 Prozent. Erfolgreiche Phishing-Attacken sind in der Regel ein Zeichen dafür, dass Sicherheitsschulungen für Mitarbeiter und Kunden nötig sind oder nicht den gewünschten Effekt brachten.

4. Anmeldedaten heiß begehrt: Zu den wichtigsten Angriffsvektoren gehörten das Hijacking von Anmeldeinformationen (55 Prozent), die Datenexfiltrierung (43 Prozent) sowie das Comand-and-Control-Center (31 Prozent). Nachdem die Angreifer erst einmal im System waren, kam es zu Systemausfällen oder Ausfallzeiten (51 Prozent), Diebstahl bzw. Offenlegung sensibler Daten (31 Prozent) oder Malware-Infektionen (29 Prozent). 61 Prozent der Befragten erlitten direkte und indirekte Schäden von bis zu 1 Million US-Dollar (882.690 Euro).

Optimistisch in die Zukunft

Die Studie "Global State of Security” zeigt aber nicht nur, wo es in der IT-Sicherheit menschelt. Sie bietet neben einem kurzen Rückblick auf die Pandemie auch einen Ausblick in die Zukunft, der durchaus optimistisch stimmen kann.

Maßnahmen für die erfolgreiche Bedrohungsabwehr

5. Schnelle Reaktionszeit: Mehr als zwei Drittel der deutschen Unternehmen (69 Prozent) gaben an, dass sie generell in der Lage sind, innerhalb von 24 Stunden auf eine Bedrohung zu reagieren. Zu den beliebtesten Threat-Hunting-Tools gehören DNS-Queries (46 Prozent), Flow-Daten aus dem Netzwerk (41 Prozent) sowie die Erkennung systemspezifischer Bedrohungsdaten von Drittanbietern und systemspezifische Informationen über Sicherheitslücken (37 Prozent). Mit Blick in die Zukunft werden vor allem Remote Monitoring (43 Prozent) und fehlende finanzielle Mittel (24 Prozent) die Fähigkeit vieler deutscher Unternehmen beeinträchtigen, sich gegen IT-Angriffe zu schützen.

6. DNS entlastet Perimeter-Verteidigung von Unternehmen: In Deutschland gehören DNS-Queries zu den wichtigsten Abwehrinstrumenten, die von angegriffenen Unternehmen eingesetzt werden. Eine genauere Betrachtung der DNS-Nutzung zeigt, dass das Domain Name System in erster Linie eingesetzt wird, um Geräte zu erkennen, die Anfragen an bösartige Adressen senden (49 Prozent) und um schadhaften Datenverkehr zu blockieren und andere Perimeter-Schutzmaßnahmen zu entlasten (48 Prozent). Darüber hinaus nutzen 47 Prozent der Befragten das DNS, um sich vor Bedrohungen wie DNS-Tunneling zu schützen und um Malware-Aktivitäten früher in der Kill Chain zu erkennen.

7. Investitionen in Netzwerke, Daten und die Cloud: Die Sicherheitsbudgets der meisten deutschen Unternehmen (63 Prozent) stiegen im Jahr 2021. 71 Prozent erwarten einen weiteren Anstieg im Jahr 2022. Zu den beliebtesten On-Premise-Investitionen gehören Netzwerksicherheit (29 Prozent), End-Point-Protection (27 Prozent) und DNS-Sicherheit (23 Prozent). Bei den Cloud-basierten Investitionen nehmen Cloud Access Security Brokers (29 Prozent) und sichere Web-Gateways (24 Prozent) die vorderen Plätze ein. Diejenigen, die einen hybriden Ansatz verfolgen, entscheiden sich am ehesten für hybride Versionen von Netzwerksicherheits-Tools und Traffic Monitoring (44 Prozent) sowie VPNs oder andere Zugangskontrolllösungen (42 Prozent).

8. Interesse an Secure Access Service Edge (SASE)-Frameworks steigt: Mit der Verlagerung von Assets, Zugängen und Sicherheitskomponenten aus dem Netzwerkzentrum hin an den Rand sowie der zunehmenden Virtualisierung, haben 47 Prozent der deutschen Unternehmen SASE bereits teilweise oder vollständig implementiert und weitere 34 Prozent beabsichtigen, dies zu tun. Entweder durch einen (51 Prozent) oder mehrere Anbieter (49 Prozent).

"Die schnelle Umstellung auf Remote-Work im Laufe der Pandemie brachte Risiken bezüglich der Sicherheit, aber auch Vorteile, so hielt sie während der Pandemie die Wirtschaft in einer langen Zeit der Unsicherheit am Laufen. Dies hat ein Umdenken in der IT-Sicherheit hervorgerufen, mit dem Ziel die dezentralisierte Belegschaft zu schützen und eine neue Dimension von ‚Home Network Invasion‘ zu verhindern. Unternehmen sind nun eher bereit, in Cybersicherheitslösungen zu investieren, um technologische und personelle Lücken zu schließen und Mitarbeiter, die nicht mehr in sicheren Bereichen arbeiten, aus der Ferne zu schulen und abzusichern. Diese Studie könnte zumindest ein Indiz dafür sein", meint Thomas Gerch.

Über die Studie:

Ziel der Umfrage Global State of Security Report 2022 von Infoblox war es, einen besseren Einblick in den Zustand der IT-Sicherheit weltweit zu erhalten, einschließlich der Auswirkungen, die Remote-Mitarbeiter auf Unternehmen haben. Dafür hat die Business Intelligence Unit der CyberRisk Alliance im Auftrag von Infoblox Anfang 2022 1.100 IT- und Cybersecurity-Experten in elf Ländern befragt. Darunter waren 100 Teilnehmer kleiner, mittelständischer und großer Unternehmen in Deutschland, von leitenden Angestellten bis hin zu Senior-Analysten. Sie repräsentieren die Brachen Produktion (21 Prozent), Finanzdienstleistungen (14 Prozent), Business/Professional Services (12Prozent) und Hightech (11 Prozent).

(Infoblox: ra)

eingetragen: 18.06.22
Newsletterlauf: 03.08.22

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Meldungen: Studien

Unbefugter Zugriff und Shadow-IT

Ehemalige Mitarbeiter können ein zusätzliches IT-Sicherheitsrisiko für den Mittelstand in Deutschland darstellen, wie der aktuelle "Kaspersky SMB Cyber Resilience Report" zeigt. Denn nur 41 Prozent aller befragten Unternehmensverantwortlichen können ausschließen, dass ehemalige Mitarbeiter noch Zugriff auf in der Cloud gespeicherte Unternehmensdaten haben, und nur 46 Prozent sind sich sicher, dass Ex-Mitarbeiter die Accounts im Unternehmen auch wirklich nicht mehr nutzen können.

Sicherheitsrisiken der Fernarbeit

Infolge der permanenten Veränderung der Arbeitswelt in den letzten zwei Jahren ist zu beobachten, dass notwendige Veränderungen im Bereich der Sicherheit umgesetzt wurden. Die Kontrolle des Zugriffs auf Anwendungen, Daten und Systeme ist ein immer wichtigerer Aspekt der Absicherung jeder Umgebung und des Schutzes vor internen und externen Bedrohungen.

Security als Priorität

57 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland wollen Finanzhilfen, die sie im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans der EU erhalten, in die Sicherheit investieren. So lautet ein zentrales Ergebnis einer neuen Untersuchung von CyberArk.

PoS-Malware ist am weitesten verbreitet

Nach einem starken Pandemie-bedingten Rückgang nehmen nun Angriffe auf Geldautomaten und PoS-Terminals wieder deutlich zu, wie aktuelle Kaspersky-Analysen zeigen. So sind ATM/PoS-Malware-Infizierungen in den Jahren 2020 auf 2021 um 39 Prozent gestiegen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres 2022 um 19 Prozent gegenüber des Vergleichszeitraums 2020. HydraPoS und AbbadonPoS sind dabei die am weitesten verbreiteten Malware-Familien im laufenden Jahr.

60 Prozent der Angriffe durch Phishing-Versuche

Der Ransomware-Report 2022, für den von der Cybersecurity-Spezialistin Hornetsecurity über 2.000 IT-Führungskräfte befragt wurden, zeigt, dass bereits 24 Prozent der Unternehmen Opfer eines Ransomware-Angriffs waren. Im Vergleich zum letzten Jahr stieg diese Zahl damit um drei Prozentpunkte. Zudem fand jeder fünfte Angriff (20 Prozent) im letzten Jahr statt – ein klares Indiz dafür, dass Cyberangriffe immer häufiger vorkommen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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