Ransomware lässt sich nicht verdrängen


Fortinets "Threat Landscape Bericht" untersucht, wie Cyberkriminelle "Armee der Dinge" bauen und einen Wendepunkt für Cybersicherheit herbeiführen
Forschung deckt sich ständig verändernde und komplexe Angriffsmethoden auf neue technologische Infrastrukturen auf, die durch schnell wachsende kriminelle Cyber-Schattenwirtschaft ermöglicht werden



Fortinet veröffentlichte die Ergebnisse ihres neuesten "Global Threat Landscape"-Berichts. Telemetrische Daten und Forschung haben die Methoden und Strategien der Cyberkriminellen offengelegt und das Ergebnis macht die möglichen zukünftigen Folgen für die digitale Wirtschaft deutlich. Es ist nach wie vor schwierig, auf die Frage nach der größten Bedrohung eine eindeutige Antwort zu finden, da alte Bedrohungen wieder auftauchen und gleichzeitig neue, automatisierte Angriffsmethoden im großen Stil entstehen.

Phil Quade, Chief Information Security Officer bei Fortinet: "Die Herausforderungen an die Cybersicherheit sind durch eine sich schnell entwickelnde Bedrohungslandschaft sehr komplex. Die Angriffe sind intelligent, autonom und immer schwieriger zu erkennen neue Bedrohungen entstehen und alte kehren mit neuen, besseren Angriffsmethoden zurück. Zusätzlich steigert sich der Wert der globalen Cyberkriminalität durch die einfache Zugänglichkeit zu Tools und Services für die Angriffsentwicklung und die möglichen Gewinne auf mehrere 10 Milliarden US-Dollar. Für eine bestmögliche Abwehr müssen CISOs sicherstellen, dass die Daten- und Sicherheitselemente in all ihren Umgebungen und Geräten integriert, automatisiert und fähig sind, Informationen vom IoT bis hin zur Cloud in der gesamten Organisation auszutauschen."

Die wichtigsten Ergebnisse sind:

>> Wie Infrastrukturtrends mit Bedrohungen im Zusammenhang stehen
Es ist wichtig, zu betrachten, wie Infrastrukturtrends mit der Bedrohungslandschaft im Zusammenhang stehen. Exploits, Malware und Botnets tauchen nicht einfach aus dem Nichts auf und durch die Weiterentwicklung der Netzwerkinfrastrukturen wird es immer komplizierter, Angriffe auszumachen und abzuwehren.

>> Aus dem Bericht geht hervor, dass der mit SSL verschlüsselte Datenverkehr weiterhin ca. 50 Prozent des gesamten Internetverkehrs in einer Organisation ausmacht. Der Trend zum HTTPS-Datenverkehr sollte unbedingt beobachtet werden, da er einerseits wichtig für vertrauliche Daten ist, es aber andererseits erschwert, Bedrohungen zu entdecken, die sich in verschlüsselten Daten verstecken können. Häufig wird der SSL-Datenverkehr aufgrund des hohen Rechenaufwands für das Öffnen, Inspizieren und erneute Verschlüsseln der Daten nicht geprüft: Die Verantwortlichen müssen sich zwischen Schutz und Leistung entscheiden.

>> Hinsichtlich der Gesamtanzahl an entdeckten Anwendungen pro Organisation lag die Zahl der Cloudanwendungen bei durchschnittlich 63 - Tendenz steigend; das entspricht in etwa einem Drittel aller erkannten Anwendungen. Diese Entwicklung hat erhebliche Folgen für die Sicherheit, da in Cloudanwendungen die Nutzung der Daten und die Zugriffsberechtigungen darauf eingeschränkt kontrolliert werden können. Die Nutzung von Social Media, Audio- und Videostreaming sowie P2P-Anwendungen hat nicht erheblich zugenommen.

>> Die typische Anzahl der besuchten Websites pro Tag blieb relativ stabil. Das Gleiche gilt mit 0,5 Prozent für Websites, die als bösartig markiert wurden. Obwohl dieser Prozentsatz sehr klein ist, kann er doch aufgrund der Zahl der durchschnittlich pro Tag von einem Benutzer besuchten Websites ein großes Risiko für große Unternehmen darstellen.

Eine Armee der Dinge aus dem digitalen Untergrund

>> IoT-Geräte sind unter den Cyberkriminellen auf der ganzen Welt sehr begehrt. Die Angreifer bauen ihre eigene Armee der Dinge, denn die Möglichkeit, Angriffe billig in atemberaubendem Tempo und im großen Maßstab zu replizieren, ist einer der Grundpfeiler der modernen Cyberkriminalität.

>> Im vierten Quartal 2016 wurde die Industrie vom Yahoo! Datendiebstahl und dem Dyn DDos-Angriff schwer erschüttert. Bevor das Quartal jedoch auch nur zur Hälfte um war, wurden die Rekordwerte beider Vorfälle nicht nur gebrochen, sondern verdoppelt.

>> Die vom Mirai Botnet gehackten IoT-Geräte wurden für mehrere DDoS-Angriffe genutzt, die neue Rekorde setzten. Die Veröffentlichung des Quellcodes von Mirai führte innerhalb von einer Woche zu einer Steigerung der Botnetaktivität um das 25-fache und bis zum Ende des Jahres um das 125-fache.

>> Bei den Exploit-Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Internet der Dinge führte die Suche nach ungeschützten Heimroutern und Druckern die Liste an, wobei DVRs/NVRs die Router in einer unglaublichen Größenordnung von dem mehr als 6-fachen kurzzeitig als beliebtesten Angriffspunkt ablösten.

>> Mobile Malware wird ein immer größeres Problem. Obwohl es gerade einmal 1,7 Prozent des gesamten Malware-Volumens ausmacht, fand eine von fünf Organisationen, die Malware meldeten, auch eine mobile Variante, wobei fast alle Fälle auf Android entfielen. Bei den mobilen Malware-Angriffen wurden erhebliche regionale Unterschiede festgestellt: 36 Prozent kamen aus Afrika, 23 Prozent aus Asien, 16 Prozent aus Amerika und gerade einmal 8 Prozent aus Europa. Diese Daten beeinträchtigen die Vertrauenswürdigkeit von Geräten in Unternehmensnetzwerken.

Automatisierte Angriffe und Angriffe im großen Maßstab herrschen vor

>> Der Zusammenhang zwischen dem Exploit-Volumen und der Häufigkeit lässt auf eine zunehmende Automatisierung der Angriffe und sinkende Kosten für Malware- und Distributionstools im Darknet schließen. Dadurch ist es für Cyberkriminelle so einfach und billig wie nie zuvor, Angriffe zu starten.

>> SQL Slammer wurde als hoch gefährlich oder kritisch eingestuft, betraf hauptsächlich Bildungseinrichtungen und befand sich ganz oben auf der Exploit-Erkennungsliste.

>> Ein Exploit, der auf versuchte Brute Force Attacks auf das Microsoft Remote Desktop Protocol (RDP) schließen ließ, schaffte es auf den zweiten Platz. Bei dem Angriff wurden alle 10 Sekunden 200 RDP-Anfragen gesendet, was die große Anzahl der erkannten Angriffe in Unternehmen auf der ganzen Welt erklärt.

>> Den dritten Platz in der Häufigkeit belegt eine Signatur im Zusammenhang mit einer Sicherheits-Schwachstelle im Windows File Manager, die es Angreifern ermöglicht, mit einer JPG-Datei einen zufälligen Code in einer ungeschützten Anwendung auszuführen.

>> Bei Botnet-Angriffen traten H-Worm und ZeroAccess am häufigsten auf und waren am weitesten verbreitet. Mit beiden Angriffen erhielten die Cyberkriminellen die Kontrolle über das jeweilige System, mit dem sie dann Daten abzogen, Klickbetrug ausführten und Bitcoin Mining betrieben. Die größte Zahl an versuchten Angriffen durch diese beiden Botnet-Arten erlebten der technologische und öffentliche Sektor.

Ransomware lässt sich nicht verdrängen

>> Unabhängig vom Sektor, in dem Sie tätig sind, sollten Sie auf Ransomware achten. Diese leider sehr lohnende Angriffsmethode wird mit Ransomware-as-a-Service (RaaS) sehr wahrscheinlich weiterwachsen. Dabei können auch Kriminelle ohne Kenntnisse oder Fähigkeiten einfach Tools herunterladen und einen Angriff damit starten.

>> 36 Prozent der Organisationen entdeckten Botnet-Aktivitäten im Zusammenhang mit Ransomware. TorrentLocker schaffte es an die erste Stelle und Locky wurde Dritter.

>> Die zwei Malware-Familien Nemucod und Agent hatten unwahrscheinlichen Erfolg. 81,4 Prozent aller erfassten Malware-Proben gehörten zu einer dieser beiden Familien. Die Nemucod Familie ist berüchtigt für ihre Beziehung zu Ransomware-Angriffen.

>> Ransomware-Angriffe kamen in allen Regionen und allen Sektoren vor, waren aber insbesondere im Gesundheitswesen vertreten. Das ist ein wichtiger Fakt, da der Diebstahl von Patientendaten durch die Langlebigkeit und den persönlichen Wert dieser Daten besonders umfangreiche Folgen hat.

Gewagte Exploits, aus Alt mach Neu

>> Die Angreifer verfolgten eine Politik, in der sie keine Schwachstelle ausließen. Der Schwerpunkt lag leider auf Sicherheitspatches und Fehlern in älteren Geräten oder Software. Dadurch hatten Unternehmen weniger Zeit, sich auf die wachsende Angriffsfläche durch digitale Geräte zu konzentrieren.

>> Unglaubliche 86 Prozent der Firmen erlebten Angriffe, die versuchten, Schwachstellen auszunutzen, die über zehn Jahre alt waren. Und davon waren knapp 40 Prozent sogar gegen noch ältere CVEs gerichtet.

>> Pro Organisation wurden durchschnittlich 10,7 unterschiedliche Anwendungs-Exploits registriert. Ca. neun von zehn Unternehmen registrierten kritische oder hochriskante Exploits.

>> Beim Vergleich der durchschnittlichen Anzahl an unterschiedlichen Exploit-, Malware- und Botnet-Familien, die in jeder Weltreligion von Organisationen bemerkt wurden, waren Organisationen in Afrika, dem Nahen Osten und Lateinamerika mehr und unterschiedlicheren Angriffen aus jeder Kategorie ausgesetzt. Diese Unterschiede waren für Botnets am größten.

Methodik des Berichts
Der Fortinet Global Threat Landscape Bericht umfasst Informationen, die die FortiGuard Labs im vierten Quartal 2016 erfasst haben, darunter Forschungsdaten aus globaler, regionaler sowie sektor- und organisationsabhängiger Perspektive. Er konzentriert sich auf drei zentrale und sich ergänzende Aspekte der Bedrohungslandschaft: Anwendungs-Exploits, Malware und Botnets.
(Fortinet: ra)

eingetragen: 21.04.17
Home & Newsletterlauf: 16.05.17


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Meldungen: Studien

Auditmanagement auf der Prioritätenliste

Software-Audits kommen Unternehmen teuer zu stehen. Mittlerweile belaufen sich die Kosten für die Vorbereitung, Prüfung und Durchführung auf mehrere Millionen – Tendenz steigend. Wie der aktuelle State of ITAM Report 2024 von Flexera zeigt, rückt das IT- und Software-Asset-Management (ITAM) damit unmittelbar ins strategische Blickfeld von CIOs und CTOs.

Unternehmen sind unzureichend gegen Cyberrisiken geschützt

Absolute Security veröffentlichte die Ergebnisse ihrer jährlich erscheinenden Forschungsstudie "Absolute Security Cyber Resilience Risk Index". Für die aktuelle Ausgabe wertete Absolute Security die Telemetriedaten von fünf Millionen PCs weltweit aus.

Studie zeigt hohe Zahl identitätsbezogener Angriffe

Der neue "CyberArk 2024 Identity Security Threat Landscape Report" zeigt, dass die steigende Zahl menschlicher und nicht-menschlicher Identitäten die Gefahr von Cyberangriffen erhöht. Zudem geht die Studie auf die zunehmende Bedeutung der Künstlichen Intelligenz (KI) ein, die einerseits zwar die Cyberabwehr verbessert, andererseits aber Angreifern neue Möglichkeiten eröffnet.

Verbesserung der E-Mail-Sicherheit

Die E-Mail-Security-Anbieterin EasyDMARC hat Organisationen mit .de-Domäne untersucht, um herauszufinden, wie es mit dem Einsatz von DMARC (Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance) steht. Dabei fanden die E-Mail-Sicherheitsexperten heraus, dass von 6.428.99 Länderdomänen in Deutschland nur 292.796 die DMARC-Richtlinie einsetzen. Dies entspricht 4,55 Prozent. Vollständig gegen Phishing- und Spoofing-Angriffe geschützt sind sogar nur 49.833 der untersuchten .de-Domänen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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