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Unternehmen nach Datenschutzvorfall oft machtlos


Studie: Ein Drittel der Unternehmen in vergangenen zwölf Monaten mit Datenschutzverletzungen konfrontiert
69 Prozent der IT-Experten befürchten Datenmissbrauch, nachdem Perimeterschutz überwunden wurde - 16 Prozent glauben, nicht legitimierte Nutzer haben Zugang zum gesamten Netzwerk



Die Anzahl von Datenschutzverletzungen steigt weiter an. Mehr als 3,9 Milliarden Datensätze wurden seit 2013 als verloren oder gestohlen gemeldet. Trotzdem setzen viele Unternehmen nach wie vor auf Perimetersicherheit, um sich vor solchen Vorfällen zu schützen. Das sind Ergebnisse des dritten, jährlich erscheinenden "Data Security Confidence Index", der von Gemalto vorgestellt wurde.

Im Rahmen der Erhebung wurden weltweit 1.100 IT-Entscheider befragt. Nicht weniger als 61 Prozent der Interviewten sind der Meinung, dass ihre Perimeter-Sicherheitssysteme wie Firewall, IDPS, AV, Content Filter oder Anomaly Detection sich sehr gut dafür eignen, unautorisierte Nutzer vom Netzwerk fernzuhalten. Allerdings gehen 69 Prozent davon aus, dass Unternehmensdaten nicht mehr sicher sind, nachdem der Perimeterschutz per Hackerangriff umgangen wurde. Das bedeutet einen stetigen Anstieg um 66 Prozent im Jahr 2015 und 59 Prozent im Jahr zuvor. Interessanterweise glauben aber 66 Prozent, dass unautorisierte User sich Zugang zum Netzwerk verschaffen könnten, während zwei von fünf (16 Prozent) erklärten, unautorisierte Benutzer könnten auf das gesamte Netzwerk zugreifen.

"Die Ergebnisse zeigen einen großen Unterschied zwischen Wahrnehmung und Realität, wenn es um die Effektivität von Perimetersicherheit geht", erklärt Jason Hart, Vice President und Chief Technology Officer for Data Protection bei Gemalto. "Verhindern kann man einen professionellen Datenhack heute kaum mehr. Trotzdem setzen viele IT-Unternehmen weiterhin auf den Perimeterschutz als Basis für ihre IT-Sicherheitsstrategie. Die Konsequenz ist, dass sich die Denkweise von IT-Experten verändern muss. IT-Verantwortliche müssen erkennen, dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, mit einer Datenschutzverletzung im eigenen Unternehmen konfrontiert zu werden. Angriffe müssen verhindert werden, indem die Daten selbst und Anwender, die Zugang zu den Informationen haben, geschützt werden."

Perimetersicherheit bleibt wichtig, ist aber kein Allheilmittel
In der aktuellen Studie erklärten 78 Prozent der IT-Entscheider, ihre Strategie angesichts großer bekanntgewordener Attacken angepasst zu haben. Im Jahr 2015 stimmten 71 Prozent, im Jahr 2014 noch 53 Prozent dieser Aussage zu. Entsprechend haben 86 Prozent der Befragten ihre Ausgaben rund um den Perimeterschutz erhöht. Ganze 85 Prozent glauben, dass sie in die richtigen Sicherheitstechnologien investieren.

Trotz des Fokus auf Perimetersicherheit zeigt sich laut Studie, dass Datenschutzverletzungen inzwischen alltäglich geworden sind. 64 Prozent Befragten räumten ein, dass es in ihrem Unternehmen einen Fall von Datenkompromittierung in den letzten fünf Jahren gegeben hatte. Mehr als ein Viertel (27 Prozent) musste sich mit einem Vorfall in den vergangenen zwölf Monaten befassen. Das entspricht ungefähr der gleichen Anzahl (30 Prozent) wie im Jahr 2015. Das legt den Schluss nahe, dass Unternehmen trotz der gestiegenen Investitionen in Perimetersicherheit keine signifikanten Verbesserungen erreicht haben und die Anzahl der Datenvorfälle nicht reduzieren konnten.

"Unternehmen fühlen sich gut aufgestellt, wenn es um die Höhe der Investitionen geht und damit, wofür das Budget verwendet wurde. Dem steht entgegen, dass die Sicherheitsprotokolle nicht den Erwartungen entsprechen. Der Schutz der Außenmauern eines Unternehmens mit Perimetertechnologie ist wichtig. Unternehmen müssen aber lernen, dass nur ein mehrstufiger Sicherheitsansatz Unternehmensdaten im Fall eines Angriffs vor Missbrauch schützt. So eine Sicherheitsstrategie umfasst End-to-End-Verschlüsselung und Zwei-Faktor-Authentifizierung im gesamten Netzwerk sowie in der Cloud. Diese Methoden schützen das gesamte Unternehmen und vor allem auch die Daten vor Missbrauch", kommentiert Hart.

Über den Data Security Confidence Index
Vanson Bourne hat im Auftrag von Gemalto 1.100 IT-Entscheider in den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Russland, Indien, Japan, Australien, Brasilien, Benelux und dem Mittleren Osten befragt. Vanson Bourne ist ein unabhängiges Marktforschungsinstitut im Technologieumfeld. Das Sample bestand aus Unternehmen mit 250 bis mehr als 5.000 Mitarbeitern. Die Unternehmen kamen aus verschiedenen Wirtschaftszweigen, darunter Produktion, Gesundheit, Finanzdienstleistungen, Verwaltung, Telekommunikation, Einzelhandel, Versorgung, Beratung und Immobilien sowie Versicherung und Recht.
(Gemalto: ra)

eingetragen: 08.06.16
Home & Newsletterlauf: 01.07.16


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Meldungen: Studien

Passwörter sind die Schlüssel zu digitaler Sicherheit

Die COVID-19-Pandemie beeinflusst das tägliche Leben nachhaltig. Viele Deutschen nutzen vermehrt digitale Dienste. Diese umfassen nicht nur den Online-Lebensmitteleinkauf und die Inanspruchnahme von Lieferdiensten, sondern auch das Streaming von Inhalten sowie Onlinespielen und die Nutzung von Messaging-Anwendungen. Als Folge dieser Umstellung auf ein digitales Leben, laden Verbraucher unbekannte Apps herunter, probieren neue Online-Erlebnisse aus und teilen mit anderen ihre Passwörter für kostenpflichtige Online-Dienste und Streaming-Plattformen. Dies kann weitreichende und riskante Folgen haben. Die Erkenntnisse der Cybersicherheitsexperten von NortonLifeLock sollen dazu beitragen, dass Verbraucher sich sicher in der digitalen Welt bewegen können, ohne ihre Privatsphäre zu gefährden.

Aktueller Stand der mobilen Sicherheit

Der dritte jährliche Verizon Mobile Security Index zeigt, dass noch immer eine Vielzahl von Unternehmen ihre mobile Sicherheit vernachlässigen und damit Einrichtungen gefährden. In einer Befragung gaben vier von zehn Teilnehmer (43 Prozent) an, dass ihre Organisation im vergangenen Jahr die mobile Sicherheit vernachlässigte. Diese Gruppe verzeichnete dann auch eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit einer Kompromittierung. Die Studie ergab, dass 39 Prozent der Befragten eine Kompromittierung im Zusammenhang mit mobiler Sicherheit verzeichneten. 66 Prozent der Organisationen, die eine solche Kompromittierung erlitten, nannten die Auswirkungen "schwerwiegend". Bei 55 Prozent hatte der Vorfall dauerhafte Auswirkungen.

"In der heutigen Welt ist mobile Konnektivität wichtiger denn je. Organisationen jeglicher Größe und aller Branchen verlassen sich auf mobile Geräte, um einen Großteil ihres täglichen Geschäftsbetriebs zu unterstützen. Daher sollte die mobile Sicherheit Priorität haben", sagt Bryan Sartin, Executive Director, Global Security Services bei Verizon. "Verschiedene Arten von Geräten, unterschiedliche Anwendungen und das verstärkte Aufkommen von IoT-Geräten erschweren die Sicherheit zusätzlich. Daher sollte sich jeder gewissenhaft mit mobiler Sicherheit auseinandersetzen, um sich und seine Kunden zu schützen."

Zugang zu IoT-Plattformen

Ob intelligente Stromnetze oder Parksysteme, Smart-City-Initiativen werden durch den Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G und den damit verbundenen Möglichkeiten des IoT einen Schub bekommen. Eine aktuelle Studie von Kaspersky über den Einsatz und die Herausforderungen hinsichtlich IoT-Sicherheit und -Datenschutz zeigt: 58 Prozent der befragten Organisationen der öffentlichen Hand nutzen bereits IoT-Plattformen, im IT- und Telekommunikationsbereich sind es sogar 71 Prozent, im Finanzwesen 68 Prozent und im Gesundheits- beziehungsweise Energiewesen jeweils 66 Prozent. Staatliche Stellen wie auch die Wirtschaft sollten bereits heute im Hinblick auf 5G insbesondere IoT-Systeme gegen Datenabfluss und Cyberangriffen rüsten. Denn die Kaspersky-Studie zeigt auch: Allein im ersten Halbjahr 2019 gab es weltweit 105 Millionen Angriffe auf IoT-Geräte. Hinzu kommt, dass bereits mehr als jede vierte Organisation (28 Prozent) weltweit einen Sicherheitsvorfall im Zusammenhang mit der Nutzung von IoT-Plattformen beklagen musste.

Gesamtbild der industriellen Cybersicherheit

74 Prozent der IT-Sicherheitsexperten weltweit halten Angriffe auf kritische Infrastrukturen für bedrohlicher als Brüche der Datensicherheit. Dies ergab eine vom OT-Security-Spezialisten Claroty initiierte Studie über den globalen Stand der industriellen Cybersicherheit, für die insgesamt 1.000 IT-Sicherheitsexperten aus den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Australien befragt wurden. Mit Blick auf das Gesamtbild der industriellen Cybersicherheit sind 62 Prozent der weltweit Befragten der Meinung, dass Industrienetzwerke angemessen gegen Cyber-Angriffe geschützt sind. 60 Prozent glauben zudem, dass die kritische Infrastruktur ihres Landes angemessen geschützt ist. Gleichwohl gibt es hier starke regionale Unterschiede: So sind die Experten in Australien (93 Prozent) und Deutschland (96 Prozent) wesentlich zuversichtlicher in Bezug auf die Sicherheit von Industrienetzwerken als ihre Kollegen in Großbritannien, den USA und Frankreich. Das Gleiche gilt auch für den Schutz der kritischen Infrastruktur ihres Landes: 90 Prozent der Befragten aus Australien und 99 Prozent aus Deutschland gaben an, dass diese angemessen gesichert sei.

"Security-first"-Ansatz verfolgen

Der dritte jährliche Verizon Mobile Security Index zeigt, dass noch immer eine Vielzahl von Unternehmen ihre mobile Sicherheit vernachlässigen und damit Einrichtungen gefährden. In einer Befragung gaben vier von zehn Teilnehmer (43 Prozent) an, dass ihre Organisation im vergangenen Jahr die mobile Sicherheit vernachlässigte. Diese Gruppe verzeichnete dann auch eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit einer Kompromittierung. Die Studie ergab, dass 39 Prozent der Befragten eine Kompromittierung im Zusammenhang mit mobiler Sicherheit verzeichneten. 66 Prozent der Organisationen, die eine solche Kompromittierung erlitten, nannten die Auswirkungen "schwerwiegend". Bei 55 Prozent hatte der Vorfall dauerhafte Auswirkungen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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