Herausforderungen für die IT-Sicherheit

COVID-19 beschleunigt die Verbreitung des Borderless Enterprise

Umfrage zeigt: Netzwerksichtbarkeit ist Security-Priorität Nr.1 für mehr mobiles Arbeiten in Deutschland



Infoblox veröffentlichte zusammen mit Zogby Analytics eine Studie, die sich mit den anhaltenden Herausforderungen für die IT beschäftigt, die durch den COVID-19 Lockdown entstanden sind. Ein halbes Jahr nach Beginn der Virus-Eindämmungsmaßnahmen arbeiten Unternehmen noch immer daran, Mitarbeitern ein remotes Arbeiten sicher zu ermöglichen. Die Umfrage mit 1.077 Befragte aus Deutschland, den USA, Großbritannien, den Niederlanden, Spanien, China, Japan, Australien und Singapur zeigt aber auch, dass das Borderless Enterprise mit Homeoffice, Cloud-Diensten und einer großen Anzahl an IoT- und Mobile Devices im Unternehmensnetzwerk auch in Zukunft Normalität sein wird.

Zentrale deutsche Studien-Ergbnisse:

Sicher zu Hause. 95,8 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland sagen, dass ihre Security-Tools ihre Mitarbeiter zu Hause effektiv schützen.

Aufbau von IT-Infrastruktur und IT-Sicherheit für mobiles Arbeiten. Die größten IT-Herausforderungen für Organisationen zu Beginn des Lockdowns waren die Netzwerkinfrastruktur (43 Prozent), die Verteilung von zugelassenen Geräten (32 Prozent) und die Sicherung des Netzwerks (24,7 Prozent).

Das Borderless Enterprise wird zur Normalität. Der Prozentsatz der Unternehmen, bei denen die Mehrheit der Mitarbeiter remote arbeitet, hat sich während des Lockdowns mehr als vervierfacht – von 12 Prozent davor auf 53 Prozent währenddessen. 16 Prozent der Unternehmen planen, die Mehrheit ihrer Angestellten auch dauerhaft remote arbeiten zu lassen. Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass die Studienteilnehmer hierzulande etwas verhaltener mit dem Thema Homeoffice umgehen. Denn global gesehen denken 40 Prozent der Befragten, dass die Mehrheit ihrer Mitarbeiter auch nach COVID-19 remote arbeiten wird. Dennoch lässt sich auch in Deutschland der Trend zum Borderless Enterprise nicht abstreiten.

Bedrohungsminderung und Netzwerk-Sichtbarkeit sind weiterhin die Top Sicherheitsbedenken beim mobilen Arbeiten. 78 Prozent der Befragten in Deutschland, und damit sogar 10 Prozent mehr als im globalen Schnitt, sagen, dass eine bessere Bedrohungsvermeidung und -erkennung für die Arbeit von zu Hause generell mehr Remote-Arbeit in ihren Organisationen ermöglichen würde. Insbesondere suchen die Befragten nach einer besseren Visibilität aller mit ihrem Unternehmensnetzwerk verbundenen Geräte (66,7 Prozent), der kompromittieren Geräte (51,3 Prozent) sowie der Cloud Anwendungen, die ihre Mitarbeiter nutzen (50 Prozent).

Vier große Herausforderungen für die IT-Sicherheit in Deutschland bei der Rückkehr zur Normalität. 63,3 Prozent der Befragten äußerten Bedenken, in der Lage zu sein, infizierte Geräte zu entdecken und in Quarantäne zu stellen. Die gleiche Prozentzahl sieht auch ein Problem darin, dass die Mitarbeiter auch in Zukunft lieber weiter von zu Hause arbeiten möchten. Die Hälfte (50 Prozent) sieht die Gefahr, dass die Zahl der infizierten Geräte, die sich mit dem Netzwerk verbinden möchten, steigt. 56,7 Prozent befürchten, dass zukünftige die Mitarbeiter mehr eigene, nicht zugelassene Geräte von zu Hause mitbringen (BYOD).

Lösungen aus der Cloud sichern das Borderless Enterprise ab. Während des Lockdowns setzten Unternehmen zusätzlich zu ihren bereits vorhandenen Sicherheitslösungen vor allem auf Secure DNS Services (61,3 Prozent), Endpoint Security (56 Prozent), Multi-Faktor-Authentifizierung (54,7 Prozent) sowie DDI (DNS, DHCP, IP Address Management) (51,3 Prozent) für Visibilität im Netzwerk. Genau in diese Technologien planen die Unternehmen auch noch weiter zu investieren: Multi-Faktor-Authentifizierung (68 Prozent), Cloud managed DDI (65,3 Prozent) und DNS Security (54 Prozent).

"Als der COVID-19 Lockdown begann, mussten Unternehmen quasi über Nacht sicherstellen, dass Arbeit auch von zu Hause möglich war. Dabei war es vor allem erst einmal wichtig, dass die Mitarbeiter auf die Unternehmensanwendungen zugreifen konnten, wenn auch manchmal über ungesicherte persönliche Geräte. Unsere Studie zeigt aber, dass noch mehr in Sachen Sicherheit, insbesondere von Visibilität, getan werden muss", kommentiert Thomas Gerch, Senior Sales Manager für Central Europe bei Infoblox. "Um diesen Bedarf zu decken, plant die Mehrheit der befragten Unternehmen DNS-Security stärker auszubauen, um eine grundlegende Sicherheitsebene für alle Mitarbeiter zu schaffen. Mit unserer hybriden DNS-Sicherheitslösung BloxOne Threat Defense und unserem Netzwerkmanagement-Angebot BloxOne DDI können Unternehmen umfängliche Visibilität und Sicherheit in einem Borderless Enterprise erreichen."

Für die Studie wurden 1.077 IT-Entscheidungsträger aus Deutschland, Australien, China, Japan, den Niederlanden, Singapur, Spanien, Großbritannien und den USAdurch Zogby Analytics im Auftrag von Infoblox befragt. In Deutschland waren es 150 Teilnehmer aus den verschiedensten Branchen.

(Infoblox: ra)

eingetragen: 03.09.20
Newsletterlauf: 20.11.20

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Meldungen: Studien

Trend von Präsenzschulungen

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

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Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

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