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Sind Frauen die besseren Surfer?


Cyberpsychologie-Projekt zeigt: Männer sind häufiger Opfer von Drive-By-Downloads, Frauen von Phishing-Attacken
Eine Umfrage bestätigt einen geschlechterspezifischen Unterschied bei den Folgen einer Malware-Infizierung

(25.02.15) - Frauen können nicht Auto fahren, Männer nicht über Gefühle reden. Typische Klischees, die jeder kennt. Aber wie sieht es online aus? Unterscheiden sich Mann und Frau auch in der virtuellen Welt? Surfen die einen sicherer als die anderen? Oder haben sich die Cyberkriminellen bereits auf unterschiedliche Vorlieben der Geschlechter eingestellt? Medienpsychologen erforschen geschlechterspezifische Verhaltensmuster in Sozialen Netzwerken und im Web. Kaspersky Lab erkennt die Sicherheitsrisiken für beide Geschlechter.

An vielen Stellen ist die Technikwelt noch immer eine Männerwelt. Mit Blick auf die gängigen Stereotype nicht weiter verwunderlich: Männer sind naturwissenschaftlich begabter. Sie haben das bessere Technik-Wissen und kennen sich auch mit Computern besser aus. Aber wie steht es um die Online-Sicherheit?

In den letzten Jahren haben die Frauen aufgeholt: Während das Internet in seinen Anfängen eine echte Männerdomäne war, sind Frauen heute in vielen Bereichen mit dabei. So ist der Nutzungsunterschied laut UN-Datenbank und Eurostat nicht (mehr) groß: 2013 sind 87 Prozent der Männer und 81 Prozent der Frauen in Deutschland im Netz unterwegs.

Der Cyberunterschied zwischen Mann und Frau
Gerade für die jüngere Generation gilt: Online sind grundsätzlich (fast) alle. Sowohl Männer als auch Frauen. Allerdings unterscheiden sie sich in dem, was sie im Netz tun: Geschlechtsunterschiede gibt es vor allem in den Bereichen Gaming, Videos und Musik. Hier sind Männer aktiver als Frauen. Dagegen nutzen mehr Frauen als Männer Soziale Netzwerkseiten.

Erklärungen, warum das so sein könnte, bietet die Psychologie. "Kurz gesagt: Männer sind in ihrem Verhalten ob online oder offline wettbewerbsorientierter. Für sie sind Stärke, Kampf und Siegen tendenziell wichtiger als für Frauen. Ein Grund, warum die typischen Online-Spiele für sie attraktiver sind.", erklärt Dr. Astrid Carolus, Medienpsychologin an der Universität Würzburg.

Anders bei den Sozialen Netzwerkseiten: Hier sind beide Geschlechter aktiv. Menschen sind soziale Wesen und suchen (auch online) Kontakt zu anderen Menschen. Doch Frauen sind hier aktiver. Für sie ist weniger die Möglichkeit zum direkten Wettbewerb entscheidend, als vielmehr die Kommunikation mit anderen. Netzwerkseiten bedienen dieses Bedürfnis perfekt.

Diese Unterschiede zwischen den Geschlechtern bilden sich auch im Gehirn ab. Gehirnstrukturen, die für die Verarbeitung von sozialen beziehungsweise emotionalen Informationen verantwortlich sind, sind bei Frauen stärker ausgeprägt als bei den Männern. Ein Hinweis darauf, dass an dem Stereotyp der emotionalen und empathischen Frau tatsächlich auch biologisch etwas dran ist.

Doch wie sieht es hinsichtlich des Risikoverhaltens beim Surfen aus? Eine Umfrage von Kaspersky Lab bestätigt einen geschlechterspezifischen Unterschied bei den Folgen einer Malware-Infizierung. So gaben 26 Prozent der befragten deutschen Männer an, aufgrund einer Infektion einen finanziellen Verlust erlitten zu haben bei den Frauen waren es lediglich 14 Prozent.

"Männer wie Frauen sollten sich immer vergegenwärtigen, was sie im Internet tun und worauf sie speziell aus Perspektive der IT-Sicherheit achten sollten", sagt Holger Suhl, General Manager DACH bei Kaspersky Lab. "Wenn Frauen eher Social Media nutzen, sollten sie beispielsweise verstärkt auf Phishing-Attacken gegen Facebook-Nutzer achten. Männer, die häufig Spiele-, Musik- oder Videoseiten besuchen, sollten sich der Gefahr von Drive-by-Downloads bewusst sein."

Laut Kaspersky-Analysen handelte es sich bei der Mehrheit der Top-20 Internetschädlinge des vergangenen Jahres um Bedrohungen, die bei Drive-by-Download-Angriffen eingesetzt wurden. Drive-by-Downloads sind derzeit die größte Gefahr beim Surfen im Internet. Dabei infizieren sich Nutzer allein durch das Besuchen einer kompromittierten Webseite.

Zum Thema Phishing im Social-Media-Bereich zeigt eine Kaspersky-Analyse, dass im ersten Quartal 2014 etwa jeder elfte von Kaspersky Lab aufgedeckte Phishing-Versuch auf die Zugangsdaten für ein Facebook-Konto abzielte.

Über Cyberpsychologie: Unsere Psyche unter dem Einfluss des Internet
Das Internet ist zum neuen Leitmedium geworden und beeinflusst maßgeblich das Verhalten vieler Menschen. Unser Erleben in Sozialen Medien, unser Verhältnis zu Endgeräten wie Smartphones, Tablets oder Laptops und im Grunde die Art und Weise, wie unsere direkt erlebbare, physikalische Umgebung durch den "Cyberspace" künstlich erweitert wird das ist unter anderem das Thema der Disziplin "Medienpsychologie".

Was stellen Social Apps, Online-Videos, Internet-Communities, Internet-Shops oder Chatforen mit uns an? Wenn schon in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts für das Fernsehen eine "Second Hand Reality" postuliert wurde, was bewirkt dann die zunehmende elektronische Vernetzung der Bevölkerung mit verschiedenen gleichermaßen vermehrt intelligenten Technologien und Endgeräten? Ist unser digitales -Leben riskanter als das Wirkliche? Sind manche von uns schon Cyberpsychos?
Kaspersky Lab ist diesen Fragen gemeinsam mit Prof. Dr. Frank Schwab und Dr. Astrid Carolus vom Institut für Medienpsychologie der Universität Würzburg nachgegangen und veröffentlicht dazu in lockerer Folge Beiträge. (Kaspersky Lab: ra)

Kaspersky Lab: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Studien

Mangel an IT-Fachkräften und IT-Sicherheit

Ivanti hat die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage zu Phishing-Angriffen vorgestellt. Die zentrale Aussage der Studie: Die globale Verlagerung der Arbeit an Remote-Standorte hat sowohl die Zahl der Angriffe, deren Raffinesse und die Auswirkungen von Phishing-Attacken deutlich nach oben getrieben. Fast drei Viertel (74 Prozent) der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen im letzten Jahr Opfer eines Phishing-Angriffs geworden ist, wobei alleine 40 Prozent im letzten Monat einen solchen Angriff erlebt haben. Für die Studie befragte Ivanti über 1.000 IT-Experten in Unternehmen in den USA, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Australien und Japan. Das Volumen von Phishing-Versuchen, so die Untersuchung, hat im letzten Jahr deutlich zugelegt. Acht von zehn Befragten bestätigten, dass die Anzahl der Anläufe zugenommen hat. 85 Prozent stellten darüber hinaus fest, dass diese Versuche immer ausgefeilter werden. Interessant dabei ist die Erkenntnis, dass im letzten Jahr besonders die eigenen IT-Mitarbeiter im Fokus der Cyberkriminellen standen. Fast drei Viertel der Befragten (73 Prozent) gaben an, dass speziell IT-Mitarbeiter Ziel von Phishing-Versuchen waren. Noch gravierender: Beinahe die Hälfte dieser Versuche (47 Prozent) war erfolgreich.

Versicherungen schützen nicht vor Angriffen

Die globalen Cyberrückversicherungsraten sind laut Rückversicherungsmakler Willis Re im Juli um bis zu 40 Prozent gestiegen, was auf die Anzahl und Auswirkungen von Cyberangriffen zurückzuführen ist. Cyberversicherer stehen unter großem Druck, denn der Schadensaufwand vieler Versicherer ist kaum noch durch die eingenommenen Versicherungsprämien zu decken. Versicherer filtern die risikoreichen Unternehmen heraus, die keine gute Cyberhygiene betreiben, um die Versicherung möglichst bezahlbar zu halten. Aus diesem Grund, aber auch weil Versicherungen nicht vor Angriffen schützen, sollten Unternehmen unbedingt einige grundlegenden Best Practices implementieren, wie beispielsweise die Aufklärung der Benutzer über die richtige Cybersecurity-Hygiene, den kontinuierlichen Einsatz von Bedrohungsdaten zur frühzeitigen Erkennung von Indicators of Compromise, die einem Ransomware-Angriff vorausgehen könnten, und die Durchführung von Schwachstellenanalysen.

Ransomware-Angriffe auf kritische Infrastrukturen

Wenn wir auf die Cyberangriffe des letzten Quartals zurückblicken, ist der Angriff auf die Colonial Pipeline der Vorfall, der mit Abstand die größte Besorgnis ausgelöst hat. Der schlagzeilenträchtige Angriff führte zu Treibstoffengpässen an der gesamten Ostküste der Vereinigten Staaten, hatte große Auswirkungen auf das öffentliche Leben, es kam zudem zu Plünderungen und Bränden. So passierte unter den Augen der Welt, was die Sicherheitsbranche schon seit Jahren prognostiziert: Cyberangriffe, die weitreichende physische Auswirkungen haben und das tägliche Leben massiv beeinträchtigen. Nach diesem Vorfall hat die US-Regierung nochmals ausdrücklich ihren Fokus auf Cybersicherheit verstärkt. Präsident Biden verabschiedete im Zuge dessen neue Gesetze was die Sicherheit kritischer nationaler Infrastrukturen anbelangt. Einschließlich einer deutlich ausgesprochenen Warnung an die Adresse des russischen Präsidenten, kritische Infrastrukturen ausdrücklich von Cyberangriffen auszunehmen. Die Ergebnisse der aktuellen Digital Universe-Studie (Obrela Digital Universe Studie Q2 2021) von Obrela belegen, dass Bidens Warnungen bislang wenig Wirkung zeigen. Die Daten aus dem letzten Quartal zeigen vielmehr, dass Cyberangriffe auf die gesamte IT der Branche in den letzten drei Monaten deutlich zugenommen haben.

Informationsdefizite bei deutschen IT-Entscheidern

Bei wem sehen deutsche Internet-User die Verantwortung, wenn es um die Sicherheit ihrer Daten geht? Wie gut kennen sich IT-Entscheider mit modernen passwortfreien Login-Lösungen aus? Wo besteht in Unternehmen Verbesserungsbedarf hinsichtlich der IT-Sicherheit? Antworten unter anderem auf diese Fragen gibt Nevis mit dem jetzt veröffentlichten Sicherheitsbarometer 2021. Darin fasst der Entwickler von Sicherheitslösungen die Ergebnisse seiner Studie zu den Themen IT-Sicherheit und Login-Präferenzen unter Nutzern und IT-Entscheidern zusammen. Zudem gibt Nevis Hinweise, wie Unternehmen ihre eigenen sowie die Daten der User besser schützen und sich gleichzeitig Wettbewerbsvorteile sichern können. Für das Sicherheitsbarometer hat Nevis in Zusammenarbeit mit den Meinungsforschungsunternehmen Civey und mo’web research im April 2021 500 deutsche IT-Entscheider und 1.000 deutsche Konsumenten ab 14 Jahren zu Themen wie Passwortsicherheit und Login-Verhalten online befragt. Die Userbefragung liefert Unternehmen unter anderem interessante Einblicke dazu, in welchem Verhältnis Komfort- und Sicherheitsbedürfnis bei den Kunden zueinanderstehen. So siegt bei vielen Nutzern Bequemlichkeit über die Sorge um die Daten. Sicherheits-Experten empfehlen lange und komplizierte Passwörter für Logins.

Smart City: Cybersecurityvon Anfang an mitdenken

Durch veränderte regulatorische Rahmenbedingungen in Europa, steigendes Bewusstsein für Online-Bedrohungen sowie den Aufschwung digitaler Geschäftsmodelle steigt die Nachfrage nach Cybersicherheitslösungen in Deutschland weiter deutlich an und entwickelt sich so auch zu einem zentralen Treiber des Smart City Marktes in Deutschland. Das zeigt die Studie "Der Smart-City-Markt in Deutschland, 2021-2026", die der eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. gemeinsam mit der Unternehmensberatung Arthur D. Little herausgegeben hat, unterstützt von NetCologne, Cloudflare, Uber sowie dem Vodafone Institut. Von diesem Trend profitiert besonders das Branchensegment Internet-Services & Applications. Cybersecurity-Lösungen machten demnach allein im Jahr 2020 etwa die Hälfte der 13,7 Milliarden Euro aus, die im sogenannten Layer 2* des Modells der Internetwirtschaft "Internet-Services & Applications" in Deutschland umgesetzt wurden. Die andere Hälfte der Umsätze dieses Layers entfiel auf Public Cloud Services, insbesondere auf Lösungen für Infrastruktur und Software. Internetdienste und -anwendungen profitieren damit besonders stark von der steigenden Umsetzung im Bereich IT-Sicherheit mit weiterhin hohen Wachstumsraten.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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