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Angriffstechniken im Cyberraum


Studie: Hacker-Standardprogramme für Sicherheitseinbrüche und den Diebstahl
Der "Cyber Weapons Reports 2016" verdeutlicht, dass in der Regel keine Malware zum Informationsdiebstahl, sondern Administrations- und Fernwartungs-Tools eingesetzt werden



LightCyber stellte die Ergebnisse des "Cyber Weapons Reports 2016" vor. Der Bericht zeigt die meistgenutzten Tools von Cyberkriminellen. Die Untersuchungen zeigen, dass in 99 Prozent der Fälle die Angreifer nach der Penetration der Netzwerke nicht auf Malware zur Aushöhlung und Abtastung der Netzwerke zurückgreifen.

In der Regel nutzen die Hacker Standardprogramme für Sicherheitseinbrüche und den Diebstahl von Informationen. Administrationstools und Netzwerkprogramme kommen zum Einsatz, nachdem der Angreifer sich unbemerkt Zugang zum Netzwerk verschafft hat. Schädlinge dienen als Hilfsmittel beim Einbruch in das Netzwerk, kommen aber nach dem Eindringen nicht mehr zum Einsatz.

Spitzenplätze nehmen zum Beispiel Tools wie Angry IP Scanner und Nmap ein. Beide Programme sind keine Schädlinge, können aber für Angriffe missbraucht werden. Angreifer nutzen sie für "low and slow"-Attacken, wobei diese nur als Verhaltensanomalien erkannt werden können. Im Gegensatz zu bekannter Malware können solche Programme lange Zeit im Netzwerk nach Daten wühlen, ohne durch klassische Threat Intelligence entdeckt zu werden. Verschiedene Berichte sehen daher eine durchschnittliche Detektionszeit von fünf Monaten.

Einmal im Netzwerk muss der Hacker das Netzwerk kennenlernen und tastet es nach Ressourcen und Schwachstellen ab. Die größte Aktivität legt er dabei während dieser Aufklärungsphase an den Tag. Auch in der lateralen Bewegung und der Comand & Control Kommunikation sind viele Aktionen der Angreifer besonders aktiv.

"Der Cyber Weapons Report lässt uns in einer noch nie da gewesen Form erkennen, dass Malware nicht das Mittel der Wahl für Angreifer ist, nachdem sie in Netzwerke eingedrungen sind", sagt Jason Matlof, Executive Vice President bei LightCyber. "Die IT-Sicherheitsbranche ist besessen von Malware, obwohl die Realität anders aussieht. Die vielen Sicherheitseinbrüche und Informationsdiebstähle zeigen, dass klassische IT-Sicherheitsansätze auf Basis von Schädlingserkennung nicht mehr ausreichend sind. Wir müssen neue Technologien entwickeln, um aktive Cyberangriffe zu erkennen."

Grundlage der Studie sind Informationen aus über 100.000 Endpunkten weltweit. Sie wurden über sechs Monate in Organisationen unterschiedlicher Größe mit 1.000 bis 50.000 Endgeräten gesammelt. Dabei waren verschiedene Branchen wie Finance, Logisitk, Governance, Healthcare, Telekommunikation und Forschung vertreten.

Die Netzwerkaktivität wurde auf Basis der "LightCyber Magna Behavioral Attack Detection"-Plattform analysiert. Dies erlaubt eine automatische Erkennung von Prozessen in Verbindung mit Anomalien im Netzwerk. Ausführbare Dateien werden automatisch zur Prüfung in das Magna Cloud Expert System geleitet. (LightCyber: ra)

eingetragen: 06.07.16
Home & Newsletterlauf: 04.08.16


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Meldungen: Studien

Passwörter sind die Schlüssel zu digitaler Sicherheit

Die COVID-19-Pandemie beeinflusst das tägliche Leben nachhaltig. Viele Deutschen nutzen vermehrt digitale Dienste. Diese umfassen nicht nur den Online-Lebensmitteleinkauf und die Inanspruchnahme von Lieferdiensten, sondern auch das Streaming von Inhalten sowie Onlinespielen und die Nutzung von Messaging-Anwendungen. Als Folge dieser Umstellung auf ein digitales Leben, laden Verbraucher unbekannte Apps herunter, probieren neue Online-Erlebnisse aus und teilen mit anderen ihre Passwörter für kostenpflichtige Online-Dienste und Streaming-Plattformen. Dies kann weitreichende und riskante Folgen haben. Die Erkenntnisse der Cybersicherheitsexperten von NortonLifeLock sollen dazu beitragen, dass Verbraucher sich sicher in der digitalen Welt bewegen können, ohne ihre Privatsphäre zu gefährden.

Aktueller Stand der mobilen Sicherheit

Der dritte jährliche Verizon Mobile Security Index zeigt, dass noch immer eine Vielzahl von Unternehmen ihre mobile Sicherheit vernachlässigen und damit Einrichtungen gefährden. In einer Befragung gaben vier von zehn Teilnehmer (43 Prozent) an, dass ihre Organisation im vergangenen Jahr die mobile Sicherheit vernachlässigte. Diese Gruppe verzeichnete dann auch eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit einer Kompromittierung. Die Studie ergab, dass 39 Prozent der Befragten eine Kompromittierung im Zusammenhang mit mobiler Sicherheit verzeichneten. 66 Prozent der Organisationen, die eine solche Kompromittierung erlitten, nannten die Auswirkungen "schwerwiegend". Bei 55 Prozent hatte der Vorfall dauerhafte Auswirkungen.

"In der heutigen Welt ist mobile Konnektivität wichtiger denn je. Organisationen jeglicher Größe und aller Branchen verlassen sich auf mobile Geräte, um einen Großteil ihres täglichen Geschäftsbetriebs zu unterstützen. Daher sollte die mobile Sicherheit Priorität haben", sagt Bryan Sartin, Executive Director, Global Security Services bei Verizon. "Verschiedene Arten von Geräten, unterschiedliche Anwendungen und das verstärkte Aufkommen von IoT-Geräten erschweren die Sicherheit zusätzlich. Daher sollte sich jeder gewissenhaft mit mobiler Sicherheit auseinandersetzen, um sich und seine Kunden zu schützen."

Zugang zu IoT-Plattformen

Ob intelligente Stromnetze oder Parksysteme, Smart-City-Initiativen werden durch den Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G und den damit verbundenen Möglichkeiten des IoT einen Schub bekommen. Eine aktuelle Studie von Kaspersky über den Einsatz und die Herausforderungen hinsichtlich IoT-Sicherheit und -Datenschutz zeigt: 58 Prozent der befragten Organisationen der öffentlichen Hand nutzen bereits IoT-Plattformen, im IT- und Telekommunikationsbereich sind es sogar 71 Prozent, im Finanzwesen 68 Prozent und im Gesundheits- beziehungsweise Energiewesen jeweils 66 Prozent. Staatliche Stellen wie auch die Wirtschaft sollten bereits heute im Hinblick auf 5G insbesondere IoT-Systeme gegen Datenabfluss und Cyberangriffen rüsten. Denn die Kaspersky-Studie zeigt auch: Allein im ersten Halbjahr 2019 gab es weltweit 105 Millionen Angriffe auf IoT-Geräte. Hinzu kommt, dass bereits mehr als jede vierte Organisation (28 Prozent) weltweit einen Sicherheitsvorfall im Zusammenhang mit der Nutzung von IoT-Plattformen beklagen musste.

Gesamtbild der industriellen Cybersicherheit

74 Prozent der IT-Sicherheitsexperten weltweit halten Angriffe auf kritische Infrastrukturen für bedrohlicher als Brüche der Datensicherheit. Dies ergab eine vom OT-Security-Spezialisten Claroty initiierte Studie über den globalen Stand der industriellen Cybersicherheit, für die insgesamt 1.000 IT-Sicherheitsexperten aus den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Australien befragt wurden. Mit Blick auf das Gesamtbild der industriellen Cybersicherheit sind 62 Prozent der weltweit Befragten der Meinung, dass Industrienetzwerke angemessen gegen Cyber-Angriffe geschützt sind. 60 Prozent glauben zudem, dass die kritische Infrastruktur ihres Landes angemessen geschützt ist. Gleichwohl gibt es hier starke regionale Unterschiede: So sind die Experten in Australien (93 Prozent) und Deutschland (96 Prozent) wesentlich zuversichtlicher in Bezug auf die Sicherheit von Industrienetzwerken als ihre Kollegen in Großbritannien, den USA und Frankreich. Das Gleiche gilt auch für den Schutz der kritischen Infrastruktur ihres Landes: 90 Prozent der Befragten aus Australien und 99 Prozent aus Deutschland gaben an, dass diese angemessen gesichert sei.

"Security-first"-Ansatz verfolgen

Der dritte jährliche Verizon Mobile Security Index zeigt, dass noch immer eine Vielzahl von Unternehmen ihre mobile Sicherheit vernachlässigen und damit Einrichtungen gefährden. In einer Befragung gaben vier von zehn Teilnehmer (43 Prozent) an, dass ihre Organisation im vergangenen Jahr die mobile Sicherheit vernachlässigte. Diese Gruppe verzeichnete dann auch eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit einer Kompromittierung. Die Studie ergab, dass 39 Prozent der Befragten eine Kompromittierung im Zusammenhang mit mobiler Sicherheit verzeichneten. 66 Prozent der Organisationen, die eine solche Kompromittierung erlitten, nannten die Auswirkungen "schwerwiegend". Bei 55 Prozent hatte der Vorfall dauerhafte Auswirkungen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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