Mehr Akteure und Aktivitäten im Dark Web

Studie: Verbreitung gestohlener Daten im Dark Web elfmal höher als 2015

"Where's My Data"-Experiment 2021 zeigt, dass das Dark Web zu einem größeren und geschäftigeren Umschlagplatz geworden ist



Eine neue Studie von Bitglass zeigt, wie sich cyberkriminelles Verhalten und der Wert gestohlener Daten im Dark Web entwickelt haben. Bereits im Jahr 2015 führte Bitglass das weltweit erste Datentracking-Experiment durch, um besser zu verstehen, wie Daten im Dark Web eingesehen und abgerufen werden. Angesichts zunehmender Digitalisierung und einer wachsenden Zahl an Datenschutzverletzungen hat die Bitglass Threat Research Group dieses Experiment neu aufgelegt und mit den Ergebnissen von vor sechs Jahren verglichen. Dies lieferte folgende Erkenntnisse:

Gestohlene Daten haben eine größere Reichweite und verbreiten sich rascher

● >> Daten aus Sicherheitsverletzungen erhielten im Jahr 2021 über 13.200 Aufrufe gegenüber 1.100 Aufrufen im Jahr 2015 - ein Anstieg von 1.100 Prozent.

● >> Im Jahr 2015 dauerte es noch 12 Tage, um 1.100 Linkaufrufe zu erreichen - im Jahr 2021 dauerte es weniger als 24 Stunden, um diesen Meilenstein zu übertreffen.

● >> Daten aus Sicherheitsverletzungen wurden von Einrichtungen auf allen fünf Kontinenten heruntergeladen.

"Wir gehen davon aus, dass das steigende Volumen von Datenschutzverletzungen sowie die zunehmenden Möglichkeiten für Cyberkriminelle, exfiltrierte Daten zu Geld zu machen, zu diesem erhöhten Interesse und den Aktivitäten rund um gestohlene Daten im Dark Web geführt haben", sagt Mike Schuricht, Leiter der Bitglass Threat Research Group.

Mehr Akteure und Aktivitäten im Dark Web

● >> Die Anzahl der anonymen Betrachter im Dark Web übersteigt im Jahr 2021 mit 93 Prozent die von 2015 (67 Prozent).

● >> Das diesjährige Experiment zeigt, dass die anonymen Betrachter ein besonderes Interesse an Einzelhandels- und Regierungsdaten zeigen (36 Prozent und 31 Prozent).

"Angesichts der verstärkten Bemühungen der Strafverfolgungsbehörden, Cyberkriminelle aufzuspüren und zu verfolgen, erwarten wir, dass böswillige Akteure weiterhin anonyme VPNs und Proxys verwenden, wenn sie auf geleakte Daten zugreifen, um sich der Strafverfolgung zu entziehen", erklärt Schuricht.

Cyberkriminelle interessieren sich besonders für Einzelhandels- und US-Regierungsdaten

● >> Von allen Arten von Daten, die Bitglass-Forscher im Dark Web gesät haben, erhielten Daten für die Einzelhandels- und US-Regierungsnetzwerke die meisten Klicks, 37 Prozent bzw. 32 Prozent.

"Sich Zugang zu den Netzwerken großer Einzelhändler zu verschaffen, hat für viele Cyberkriminelle, die Ransomware einsetzen und Zahlungen von großen und profitablen Unternehmen erpressen wollen, nach wie vor höchste Priorität", erläutert Schuricht. "Ebenso ist es wahrscheinlich, dass das Interesse an den Informationen der US-Regierung entweder von staatlich finanzierten Hackern oder von unabhängigen Hackern, die diese Informationen an Nationalstaaten verkaufen wollen, kommt."

Top-Standorte von Cyberkriminellen

● >> Die drei Standorte von Cyberkriminellen mit den häufigsten Downloads gestohlener Daten waren Kenia, USA und Rumänien.

"Vergleicht man die Ergebnisse dieses jüngsten Experiments mit denen von 2015, wird deutlich, dass sich die Daten im Dark Web weiter und schneller verbreiten", erklärt Schuricht. "Und nicht nur das: Cyberkriminelle werden immer besser darin, ihre Spuren zu verwischen und Maßnahmen zu ergreifen, um sich den Bemühungen der Strafverfolgungsbehörden zur Verfolgung von Cyberkriminalität zu entziehen. Leider haben die Cybersicherheitsbemühungen von Unternehmen zum Schutz von Daten nicht Schritt gehalten, wie der kontinuierliche Ansturm von Schlagzeilen über die neuesten Datenschutzverletzungen zeigt. Wie wir Unternehmen vor sechs Jahren geraten haben, ist es wichtig, dass sie Best Practices und neue Technologien verwenden, um ihre Daten zu schützen."

Methodik

Die Bitglass Threat Research Group erstellte eine fiktive Identität, die behauptet, eine Liste von überprüften Anmelde- und Passwortdaten zu haben, die aus dem RockYou2021 Passwort-Leak stammen. Die Forscher veröffentlichten auf verschiedenen Dark Web-Marktplätzen, die auch als "Pastebins" bekannt sind, Links zu gefälschten Dateien mit Anmeldeinformationen, die angeblich den Zugriff innerhalb von Organisationen in Einzelhandel, Regierung, Gaming und Medien ermöglichen würden. Die Dateien wurden mit der proprietären Wasserzeichentechnologie von Bitglass versehen, die die Daten verfolgte, nachdem Benutzer im Dark Web darauf zugegriffen hatten. Dies ermöglichte es der Bitglass Threat Research Group, den Vorhang für aktuelle Dark Web-Trends zurückzuziehen und den gegenwärtigen Wert gestohlener Daten aufzudecken.

(Bitglass: ra)

eingetragen: 27.10.21
Newsletterlauf: 21.01.22

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Meldungen: Unternehmen

Ransomware trifft auf seine Nemesis: Blockchain

Während es noch eine Zeit dauern kann, bis die Blockchain auf den Finanzmärkten oder in anderen Anwendungen Fuß fasst, wird sie bei der Verhinderung von Ransomware-Angriffen ganz schnell und konkret an Bedeutung gewinnen. StorageCraft beispielsweise hat bereits heute schon ein Blockchain-Dateisystem implementiert und ist damit dem Rest der Branche einen Schritt voraus. Es handelt sich um ein unveränderliches Dateisystem, bei dem Daten nicht durch Ransomware überschrieben oder gelöscht werden können. Als "at rest" bezeichnet man die vollständig prüfbare, unveränderliche Sicht auf historische Daten, so dass Unternehmen auch in verteilten Umgebungen wissen, ob, wann und wo eine Ransomware-Infektion aufgetreten ist. Die Fähigkeit, auch unveränderliche Snapshots von Daten bereitzustellen, bedeutet zudem, dass Daten in den Zustand vor einer Ransomware-Attacke zurückgebracht werden können.

Säule der deutschen Cybersicherheitsstrategie

Die Digitalisierung ist in vollem Gange. Grundvoraussetzung für ihr Gelingen und damit eine zentrale Bedingung, um auch in Zukunft eine führende Position im internationalen Wettbewerb einzunehmen, ist die Cybersicherheit. Um Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln, hat das neue "Nationale Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit 'Athene'" als Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft mit Beteiligung der Technischen Universität Darmstadt und der Hochschule Darmstadt die Arbeit aufgenommen. Athene ist das europaweit größte Forschungszentrum für angewandte Cybersi-cherheitsforschung und ein wesentlicher Bestandteil der Cybersicherheitsstrategie des Bundes und des Landes Hessen. Anlässlich der Eröffnung besuchten Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn das neue Forschungszentrum.

Operationsbasis für weitere Innovationen

EfficientIP hat von Jolt Capital eine Investitionseinlage in Höhe von 11 Millionen Dollar erhalten, um das weitere Unternehmenswachstum zu unterstützen. Die Investition dient dazu, die internationale Expansion voranzutreiben und das Serviceangebot als Reaktion auf die gestiegene globale Nachfrage nach DDI (DNS, DHCP und IP-Adressmanagement)-Anwendungen strategisch auszubauen. Die Experten von EfficientIP unterstützen Unternehmen, online zu bleiben und sich vor Datenverlust zu schützen, indem sie die Grundlage der IP-Infrastruktur zuverlässig, flexibel und sicher gestalten. Eine wachsende Anzahl angeschlossener Geräte und die Kombination von Cloud- und Inhouse-Computing macht die IT immer komplexer. Vor diesem Hintergrund hilft EfficientIP Unternehmen, Prozesse zu vereinfachen und wettbewerbsfähiger zu werden. "Die Investition macht es möglich, unsere Expansion auf globaler Ebene zu beschleunigen", kommentiert David Williamson, CEO von EfficientIP. "Die Marktchancen für DDI-Lösungen wachsen, und wir möchten diesen Schwung nutzen, indem wir unsere Vertriebsmannschaft verstärken. Das schafft eine Basis, die aktuelle Nachfrage zu befriedigen und weitere Innovationen voranzutreiben, die wirklich wichtig sind, um die Kundenbedürfnisse von morgen weiterhin zu erfüllen. Angesichts der Erfolgsbilanz bei der Skalierung von Technologieunternehmen weltweit ist Jolt Capital ein idealer Partner, um uns in dieser Wachstumsphase zu unterstützen."

Fortinet übernimmt SOAR-Anbieter CyberSponse

Fortinet gab die Übernahme von CyberSponse, einem führenden Anbieter von Security Orchestration, Automation and Response (SOAR)-Plattformen mit Sitz in Arlington, Virginia, bekannt. CyberSponse, bereits Fortinet Security Fabric-Partner, wird die Automatisierungs- und Reaktionsfähigkeiten von "FortiAnalyzer", "FortiSIEM" und "FortiGate" weiter ausbauen und Security-Vorgänge noch stärker vereinfachen. Die heutige Cyber-Bedrohungslandschaft entwickelt sich ständig weiter. Darüber hinaus trägt die zunehmende Anzahl von Produkten für die Absicherung von Endpunkten zu einer sinkenden Alarmbereitschaft bei. Hinzu kommt oftmals ein Mangel an Cyber-Security-Kenntnissen. Dadurch verschärft sich die ohnehin schon komplexe Security-Umgebung. Um dieser Komplexität entgegenzuwirken, versuchen Unternehmen und Service Provider, ihre Abläufe zu vereinfachen und die Effizienz der heutigen Security Operations Center (SOCs) zu maximieren. Dazu werden Warnmeldungen aus einer Vielzahl von Sicherheitsprodukten konsolidiert und getestet sowie Analysen und sich wiederholende Aufgaben automatisiert. Zudem kommen klar definierte Playbooks zum Einsatz, um eine Reaktion auf Vorfälle in Echtzeit zu ermöglichen.

Dokumentenprüfung & Identitätsfeststellung

secunet ist langjähriger Partner der Bundespolizei bei der Entwicklung einer modernen Informationsarchitektur für die digitale Polizeiarbeit. Ein Ergebnis der Zusammenarbeit ist die Entwicklung einer "Smart Police App" auf Basis der Software Plattform "secunet biomiddle". Die Applikation ermöglicht einen orts- und endgeräteunabhängigen Zugriff sowie die Verarbeitung polizeilicher Informationen. Ab sofort ist die App auch für iOS verfügbar und steht den Polizeien der Länder zur Verfügung. Bereits seit 2018 setzt die Bundespolizei bei Personenkontrollen in mobilen Einsätzen erfolgreich Apps zur Dokumentenprüfung und Identitätsfeststellung ein. Mit der App "BPOL-Dokumentenprüfung" können Bundespolizisten elektronische Identitätsdokumente (eID) unterwegs flexibel und sicher mit dem Smartphone auslesen und prüfen. Darüber hinaus ist die Verifikation biometrischer Daten, wie z.B. der Vergleich des im Chip gespeicherten Gesichtsbildes mit dem Livebild der Person, möglich.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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