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Benutzerdaten-basierte Angriffsvektoren


Studie: Absolut unzureichende IT-Prozesse beim Verwalten von Benutzerkonten und Berechtigungen führen zu hohen Sicherheits- und Compliance-Risiken
70 Prozent der Befragten bezweifeln, dass Konten ehemaliger Mitarbeiter zeitnah und vollständig deaktiviert werden



One Identity, Anbieterin für Identity- und Access Management (IAM)-Lösungen, präsentiert die Ergebnisse ihrer jüngst durchgeführten Studie (Study Results). Die Resultate offenbaren erschreckende Lücken in dem, wie Unternehmen ihre Benutzerkonten verwalten und wie die Mitarbeiter auf die IT-Infrastruktur, die Systeme und Daten zugreifen. Es handelt sich um Lücken, die zu schwerwiegenden Sicherheits- und Compliance-Defiziten führen können.

Die von Dimensional Research unter mehr als 900 IT-Sicherheitsexperten durchgeführte Studie beleuchtet die aktuelle Situation und zeigt, dass die Umsetzung bewährter Sicherheitsverfahren den Unternehmen weltweit immer noch Schwierigkeiten bereitet. Zu diesen Best Practices gehören die zeitnahe Entfernung von unnötigen Zugriffsrechten auf Unternehmensdaten und Anwendungen, das Identifizieren von nicht genutzten Konten und die Rollenverwaltung.

Eine besonders besorgniserregende Tatsache: 70 Prozent der Befragten bezweifeln, dass alle ehemaligen Mitarbeiter und Mitarbeiter deren Aufgabenbereich sich geändert hat, korrekt deprovisioniert wurden Oder die betreffenden Konten zeitnah entsprechend geändert oder entfernt worden sind. Das hat zur Folge, dass die Konten offen und weiterhin verfügbar bleiben, inklusive der aktiven Zugriffsberechtigungen. Und das selbst dann, wenn die Mitarbeiter längst eine andere Position besetzen oder das Unternehmen verlassen haben.

Lediglich 14 Prozent der Befragten gaben an, Zugriffberechtigungen sofort zu entziehen, wenn sich der Personalstatus des Mitarbeiters geändert hat. Weitere damit in Zusammenhang stehende Resultate offenbaren ähnliche Praktiken beim Verwalten nicht genutzter Konten. Nur 9 Prozent der Befragten sind zuversichtlich, keine inaktiven Konten zu haben, lediglich 36 Prozent sind "sehr zuversichtlich", zu wissen welche inaktiven Konten weiterhin bestehen und beachtliche 84 Prozent räumten ein, dass es Monate, wenn nicht länger dauert, diese gefährlich weit offen stehenden Türen ins Unternehmen zu finden.

Bewährte Sicherheitsverfahren sehen vor, dass Konten, die nicht länger aktiv sind, die Zugriffsberechtigungen entzogen werden. Übernimmt ein Mitarbeiter eine neue Position innerhalb des Unternehmens, müssen die Zugriffsberechtigungen entsprechend an die neuen Anforderungen angepasst und solche Berechtigungen entzogen werden, die nicht länger benötigt werden. In der Praxis ist es aber oftmals so, dass Zugriffsberechtigungen, die ein Mitarbeiter nicht länger braucht, schlicht übersehen werden. Benutzerkonten, die nicht korrekt deprovisioniert werden, sind eine Einladung an unzufriedene Mitarbeiter, Hacker oder andere potenzielle Angreifer. Sie sind dann in der Lage solche Konten zu missbrauchen sowie auf sensible Daten und Informationen zuzugreifen, was zu Datenschutzverletzungen und Verstößen gegen Compliance-Richtlinien führt.

Dabei beschränken sich die Herausforderungen bei der Vergabe und Verwaltung von Benutzerrechten nicht auf traditionelle Systeme. Sie sind ebenso relevant für neuere File-Sharing-Technologien wie Box oder Dropbox. Nur 14 Prozent der Befragten gaben an, Zugriffsberechtigungen für solche Konten zentral und automatisiert zu entziehen.

Weitere Ergebnisse der "One Identity Global State of IAM Study" belegen mit welchen zusätzlichen Herausforderungen Unternehmen bei den Zugriffsberechtigungen ihrer Mitarbeiter auf IT-Ressourcen sonst noch zu kämpfen haben:

>> Nur einer von vier Befragten war "sehr zuversichtlich", dass Benutzerrechte und Zugriffsberechtigungen in seinem Unternehmen korrekt vergeben werden und der individuellen Position des jeweiligen Mitarbeiters entsprechen.

>> 71 Prozent der Befragten sind besorgt was die mit inaktiven Konten verbundenen Risiken anbelangt.

>> 97 Prozent der Befragten verfügen über einen Prozess zur Identifizierung von inaktiven Konten. Aber nur 19 Prozent verfügen über Werkzeuge, die dabei helfen diese Konten auch zu finden.

>> Nur 11 Prozent der Befragten überprüfen die Rollen im Unternehmen öfter als monatlich.

John Milburn, President und General Manager von One Identity, sagte: "Es ist heute wichtiger denn je, dass, verlässt ein Mitarbeiter das Unternehmen oder übernimmt er oder sie eine neue Position innerhalb der Firma, sämtliche Zugriffsberechtigungen für das Unternehmensnetzwerk, auf Systeme und Daten, zurückgerufen oder so geändert werden, dass sie den aktuellen Status widerspiegeln. Die überwiegende Mehrheit der Befragten bezweifelt, dass ihre Firma das zeitnah tut. Was wiederum belegt, Unternehmen tun sich nach wie vor schwer mit immer denselben kritischen Themen. Solche Sicherheitslöcher sind eine Einladung an ehemalige Mitarbeiter oder Hacker solche Identitäten mit möglicherweise katastrophalen Folgen auszunutzen. Firmen, die diesen Zustand letztendlich nicht unter Kontrolle bringen, sind zukünftig mit einer sehr viel höheren Wahrscheinlichkeit von einem schwerwiegenden Datenschutzvorfall betroffen. Mit Folgen für den Ruf des Unternehmens, die Marke und den Börsenwert."

Benutzerdaten-basierte Angriffsvektoren
Eine der einfachsten Methoden für Angreifer sich von außen oder innen Zutritt zum Unternehmensnetzwerk zu verschaffen sind gestohlene Anmeldeinformationen, also Benutzernamen und Passwörter. Hat derjenige sich erfolgreich Zutritt verschafft, tragen eine Reihe von Aktionen zum Erkunden des Netzwerks und Aktivitäten zur Rechteausweitung dazu bei, an genau den Typ von Informationen oder Systemen zu gelangen, die am begehrtesten sind. Das sind E-Mail-Adressen von CEOs und Vorständen, One Identity Starling Identity Analytics & Risk Intelligence, die sogenannten PII-Daten, von Kunden und Bürgern oder auch Finanzdaten. Je länger inaktive Konten solchen Akteuren zur Verfügung stehen, desto größer ist das potenzielle Schadensausmaß. So kann der Verlust und Diebstahl von Daten zu einer nicht wiedergutzumachenden Rufschädigung, Verletzung von Compliance-Vorgaben aber auch empfindlich hohen Strafen und sinkenden Aktienkursen führen.

Lösungen, die wie One Identity Starling Identity Analytics & Risk Intelligence (IARI) bereits verfügbar sind, helfen Unternehmen identitätsbezogene Risiken zu senken, die mit der inkorrekten Vergabe von Benutzer- und Zugriffsberechtigungen einhergehen. Sie liefern dazu eine beispiellose Transparenz und gewähren umfassende Einblicke in die Benutzer- und Rechteverwaltung. Mithilfe einer proaktiven Analyse und der Fähigkeit, Benutzerberechtigungen miteinander zu vergleichen, ist IARI sehr schnell in der Lage zu erkennen, wenn die Benutzerberechtigungen nicht der Norm entsprechen und ein erhöhtes Risiko bedeuten.

Jackson Shaw, Senior Director of Product Management bei One Identity: "Das Ausnutzen von zu weit gefassten oder unnötigen Benutzerberechtigungen ist und bleibt eine wahre Goldmine für Cyberkriminelle und Insider. Einmal im Netzwerk können sie problemlos Daten stehlen oder eine Malware platzieren. Die Studienergebnisse sind ein Weckruf an Unternehmen, und die sollten nicht länger zögern, entsprechende Lösungen einzusetzen. One Identity Starling IARI etwa beschleunigt das Entziehen von unnötigen Zugriffsberechtigungen, erkennt inaktive Konten und unterstützt die Vergabe von angemessenen Benutzerberechtigungen im gesamten Unternehmen und für alle Benutzer." One Identity

Über die One Identity Global State of IAM Study
Die One Identity Global State of IAM Study basiert auf einer Online-Umfrage, die Dimensional Research unter IT-Experten durchgeführt hat, bei denen IT-Sicherheit den überwiegenden Teil ihrer professionellen Aufgaben betrifft und die zusätzlich über fundiertes IAM-Wissen verfügen. Eine breite Palette von Fragen beschäftigt sich mit den Erfahrungen und Herausforderungen in Zusammenhang mit dem Identity und Access Management. Befragt wurden dazu insgesamt 913 Personen aus den USA, Kanada, dem Vereinigten Königreich, Deutschland, Frankreich, Australien, Singapore und Hongkong.
(One Identity: ra)

eingetragen: 03.10.17
Home & Newsletterlauf: 23.10.17


One Identity: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Studien

Serviceorientierung bringt IT-Sicherheit voran

Unternehmen müssen die Sicherheit ihrer IT-Infrastruktur neu definieren, weil immer mehr Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten. Die ganzheitliche Sicherheitsarchitektur SASE (Secure Access Service Edge) wird sich deshalb in den kommenden Monaten als zentraler Trend der IT-Sicherheit etablieren, prognostiziert der weltweit führende Technologiedienstleister NTT Ltd. In ihrem aktuellen Bericht "Future Disrupted: 2021" stellt NTT die Notwendigkeit einer alle Standorte und Geräte umfassenden Sicherheitsarchitektur fest. Sie ergibt sich aus den Veränderungen in der Unternehmensorganisation: Nicht mehr lokale Netzwerke und IT-Infrastrukturen am Standort eines Unternehmens bestimmen die Sicherheitsstrategie, sondern die an vielen verteilten Standorten tätigen Mitarbeiter sowie die Orte, an denen Technologien eines Unternehmens im Einsatz sind, dazu gehört zum Beispiel auch der Rand des Netzwerks, also die Edge.

Kostenlose Webmail-Konten bei mehr als drei Vierteln der Angriffe

Die neuesten Daten zu BEC-Betrügereien zeigen, wie böswillige Akteure eine Mischung aus Gmail-Konten, einer Zunahme gestohlener Überweisungen und einer Verlagerung auf Lohnabzweigungen nutzen. Veröffentlichungen von Industriedaten ermöglichen einen besseren Überblick darüber, was Cyberkriminelle tun, wie sich ihre Taktiken verändern und was bei einem nächsten Angriff zu erwarten ist. Der Sicherheitsanbieter Agari veröffentlichte kürzlich seinen H1 2021 Email Fraud & Identity Deception Trends Report, der einige neue Daten über die Entwicklung Ende 2020 enthält. Anhand buchstäblich Billionen von analysierten E-Mails stellte Agari die folgenden BEC-Trends fest.

Passwort-Manager sind anfällig für Hackerangriffe

Beyond Identity hat in einer Studie 1.008 Mitarbeiter zu ihrem Umgang mit Passwörtern befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass im Arbeitsalltag oft grob fahrlässig mit Sicherheitsbestimmungen umgegangen wird. Dadurch schützen Passwörter nicht länger vertrauliche Informationen, sondern werden selbst zur Sicherheitsfalle. >> 1 von 4 Mitarbeitern hat noch immer Zugang zu Konten von früheren Arbeitsplätzen. >> 41,7 Prozent der Mitarbeiter teilen Passwörter am Arbeitsplatz. >> 42,5 Prozent der Mitarbeiter sind der Meinung, dass die Weitergabe von Passwörtern am Arbeitsplatz ein Kündigungsgrund sein sollte. >> 1 von 5 Mitarbeitern verwendet für arbeitsbezogene Konten dasselbe Passwort wie für private Bankkonten. Der Sinn von Passwörtern ist es, bestimmten Benutzern den Zugriff auf Geräte, Anwendungen oder Webseiten zu ermöglichen. Passwörter sollen zudem sensible Firmeninformationen schützen, weshalb Passwörter geheim bleiben sollten. Die Praxis sieht jedoch häufig anders aus. In vielen Unternehmen ist es beispielsweise Usus, dass Mitarbeiter Passwörter gemeinsam nutzen.

Sicherheitsverstöße durch Phishing-Angriffe

Die E-Mail-Sicherheit ist eines der wichtigsten Themen für jede IT-Abteilung, und das aus gutem Grund. Sicherheitslücken führen schnell zum Verlust sensibler Daten, zu Betriebsausfällen und Umsatzeinbußen. Im Rahmen einer Umfrage zur E-Mail-Sicherheit unter mehr als 420 Unternehmen, die Microsoft 365 nutzen, hat Hornetsecurity herausgefunden, dass 23 Prozent, also jedes vierte Unternehmen, bereits einen Sicherheitsverstoß im Zusammenhang mit E-Mails gemeldet hat. Von diesen Sicherheitsverstößen wurden 36 Prozent durch Phishing-Angriffe verursacht, die auf die wohl schwächste Stelle eines jeden Sicherheitssystems abzielten: den Endbenutzer. Die Umfrage wurde von der Hornetsecurity Group durchgeführt, einem führenden Anbieter von E-Mail-Cloud-Security-Lösungen. Der Provider befragte Unternehmen, die die Microsoft 365-Plattform nutzen, um zu verstehen, wie sie die E-Mail-Sicherheit in einer zunehmend dezentralisierten Arbeitsumgebung handhaben. Kompromittierte Passwörter und Phishing-Angriffe waren der Grund für 62 Prozent aller gemeldeten Sicherheitspannen. 54 Prozent aller Befragten gaben an, dass sie noch keine Regeln für den bedingten Zugang zusammen mit der Multi-Faktor-Authentifizierung implementiert haben. Diese verhindert, dass sich Benutzer von ungesicherten Netzwerken aus bei ihren Konten anmelden können.

Ransomware-Angriff: Einzelhändler besonders anfällig

Sophos hat detaillierte Ergebnisse einer weltweiten Umfrage mit dem Titel "State of Ransomware in Retail" veröffentlicht. Der neue Report beschreibt das Ausmaß sowie die Auswirkungen von Ransomware-Angriffen auf mittelständische Einzelhandelsunternehmen weltweit und im Vergleich zu Ländern und Regionen im Jahr 2020. Ein Ergebnis ist, dass Einzelhandelsunternehmen während der COVID-19-Pandemie ein Hauptziel für Ransomware-Angriffe wurden; genau zu der Zeit, als viele erstmals in den Online-Handel eingestiegen sind. Die Ergebnisse zeigen auch, dass Einzelhändler besonders anfällig für einen wachsenden neuen Trend sind: reine Erpressungsangriffe, bei denen die Ransomware-Gangster keine Dateien verschlüsseln, sondern damit drohen, gestohlene Informationen online zu veröffentlichen, wenn kein Lösegeld gezahlt wird. Mit 12 Prozent weltweit (DACH 23 Prozent) waren mehr als eines von zehn Ransomware-Opfern im Einzelhandel davon betroffen, fast doppelt so viele wie der branchenübergreifende Durchschnitt von 7 Prozent weltweit (DACH 10 Prozent).

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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