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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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Open Source Software und Probleme in der Lieferkette

Neue Untersuchung zeigt, dass 73 Prozent der Unternehmen infolge von Angriffen gegen die Softwarelieferkette deutlich mehr in ihre Sicherheit investiert haben

Die von der Enterprise Strategy Group durchgeführte Studie bestätigt, wie verbreitet Risiken in der Softwarelieferkette bei Cloud-nativen Anwendungen sind



Synopsys hat eine neue Untersuchung veröffentlicht. Sie basiert auf einer kürzlich durchgeführten Umfrage von 350 Entscheidungsträgern aus den Bereichen Anwendungsentwicklung, Informationstechnologie und Cybersicherheit. Die Studie wurde von der Enterprise Strategy Group (ESG) durchgeführt und unter anderem von der Synopsys Software Integrity Group in Auftrag gegeben. Das zugehörige E-Book "Walking the Line: GitOps and Shift Left Security: Scalable, Developer-centric Supply Chain Security Solutions" bestätigt, dass Risiken für die Softwarelieferkette über Open Source hinausgehen.

73 Prozent der Befragten haben als Reaktion auf Angriffe gegen die Softwarelieferkette ihre Bemühungen um die Sicherheit der Softwarelieferkette ihres Unternehmens erheblich verstärkt. Das spiegelt sich in einer Vielzahl von unterschiedlichen Sicherheitsinitiativen wider. Dazu zählen die Einführung von starker Multifaktor-Authentifizierungstechnologie (33 Prozent), Investitionen in Maßnahmen zum Application Security Testing (32 Prozent) und das Asset Discovery, um eine aktuelle Bestandsaufnahme hinsichtlich ihrer Angriffsfläche zu erhalten (30 Prozent). Trotz dieser Bemühungen räumen 34 Prozent der Organisationen ein, dass ihre Anwendungen in den letzten 12 Monaten aufgrund einer bekannten Open-Source-Software (OSS)- Schwachstelle ausgenutzt wurden, 28 Prozent waren von einer bisher unbekannten Zero-Day-Schwachstelle betroffen.

In dem Maße, in dem die Nutzung von OSS steigt, ist sie natürlich in Anwendungen präsent. Der aktuelle Druck, das Risikomanagement für die Softwarelieferkette zu verbessern, hat die Software Bill of Materials (SBOM) in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Die Nutzung von Open Source Software ist explodiert, gleichzeitig bleibt das OSS-Management oft unzureichend. Aufgrund dessen ist es sehr komplex geworden, eine SBOM zu erstellen. Das bestätigt auch die ESG-Studie: 39 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen dies als eines der Probleme bei der Nutzung von Open Source Software.

"Unternehmen erfahren aus den Schlagzeilen, welche geschäftlichen Auswirkungen eine Schwachstelle in der Softwarelieferkette oder ein Sicherheitsverstoß haben können. Eine proaktive Sicherheitsstrategie hat jetzt oberste unternehmerische Priorität", so Jason Schmitt, General Manager der Synopsys Software Integrity Group. "Open-Source-Risiken zu verwalten ist ein wichtiger Bestandteil innerhalb des Managements von Risiken innerhalb der Softwarelieferkette bei Cloud-nativen Anwendungen. Aber wir müssen erkennen, dass das Risiko über Open-Source-Komponenten hinausgeht. Infrastructure-as-Code, Container, APIs, Code Repositories - die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Will man einen ganzheitlichen Ansatz für die Sicherheit der Softwarelieferkette gewährleisten, gilt es, diese Liste vollständig zu berücksichtigen."

Open Source Software mag das ursprüngliche Problem in der Lieferkette sein. Aber die Verlagerung hin zur Entwicklung von Cloud-nativen Anwendungen, hat Unternehmen veranlasst, sich über die Risiken Gedanken zu machen, die an zusätzlichen Knotenpunkten in ihrer Lieferkette bestehen.

Dies umfasst nicht nur zusätzliche Aspekte des Quellcodes, sondern auch wie Cloud-native Anwendungen gespeichert, verpackt und bereitgestellt werden und wie sie über Application Programming Interfaces (APIs) miteinander verbunden werden. Fast die Hälfte (45 Prozent) der Befragten sieht in APIs den anfälligsten Angriffsvektor überhaupt, zusammen mit Repositories zur Datenspeicherung (42 Prozent) und Application Container Images (34 Prozent).

Nahezu alle Befragten (99 Prozent) nutzen derzeit OSS oder planen, dies innerhalb der nächsten 12 Monate zu tun. Es bestehen aber Bedenken hinsichtlich der Wartung, Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit dieser Open-Source-Projekte. Die größte Sorge betrifft aber das Ausmaß, in dem Open Source in der Anwendungsentwicklung zum Tragen kommt. 54 Prozent der Befragten haben Bedenken ob "eines hohen Anteils von Open Source im Anwendungs-Code".

Tim Mackey, Principal Security Strategist beim Synopsys Cybersecurity Research Center: "Vor dem Hintergrund der jüngsten US Presidential Executive Order (14028) zur Verbesserung der Cybersicherheit in den USA ist das Konzept der Software Bill of Materials (SBOM) von großem Interesse.

Mithilfe einer SBOM wissen die Betreiber einer Software welche Komponenten von Drittanbietern in ihren Anwendungen enthalten sind. Egal ob es sich um Open Source Software, kommerzielle Software oder Software von beauftragten Dritten handelt. Dieses Wissen ist ganz entscheidend für die Entwicklung eines Patch-Management-Prozesses. Fehlt es, haben Sie nur einen

unvollständigen Überblick über die in jeder Anwendung vorhandenen Softwarerisiken – unabhängig von deren Ursprung. Sobald die nächste Zero-Day-Schwachstelle in Log4Shell-Ausmaß auftritt (und das wird sie), können Unternehmen dank dieser Informationen schnell und effektiv handeln – und sich gegen Angriffe auf Softwarekomponenten von Dritten verteidigen."

Laut den Ergebnissen der Umfrage steigt der Stellenwert von Sicherheit und der Einsatz des "Shifting Left" (ein Konzept, das Entwicklern Sicherheitstests zu einem früheren Zeitpunkt im Entwicklungszyklus ermöglicht) bei der Cloud-nativen Anwendungsentwicklung nimmt zu. Dennoch waren 97 Prozent der Unternehmen innerhalb der letzten 12 Monate von einem Sicherheitsvorfall im Zusammenhang mit Cloud-nativen Anwendungen betroffen.

Schnellere Release-Zyklen sind in Sachen Sicherheit für alle Teams eine Herausforderung. Anwendungsentwickler (41 Prozent) und DevOps-Teams (45 Prozent) sind sich einig, dass Entwickler häufig etablierte Sicherheitsprozesse überspringen, während die Mehrheit der Anwendungsentwickler (55 Prozent) der Meinung ist, dass Sicherheitsteams keinen Einblick in die Entwicklungsprozesse haben. 68 Prozent der Befragten geben an, dass sie der Einführung von entwicklerorientierten Sicherheitslösungen und der Verlagerung einiger Sicherheitsaufgaben auf Entwickler hohe Priorität einräumen. Und dies, obwohl derzeit mehr Entwickler (45 Prozent) für das Testen der Anwendungssicherheit verantwortlich sind als Sicherheitsteams (40 Prozent). Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Entwickler intern entwickelte oder Open-Source-Sicherheits-Tools verwenden, ist doppelt so hoch wie für spezialisierte Lösungen von Drittanbietern.

Gleichzeitig spielen Entwickler eine größere Rolle für die Sicherheit der Software-Lieferkette von Cloud-nativen Anwendungen. Aber nur 36 Prozent der Sicherheitsteams sind einverstanden, dass Entwickler die Verantwortung für diese Tests übernehmen sollten. Die größten Hürden für entwicklergeführte Bemühungen bei der Anwendungssicherheit: Die Überlastung von Entwicklern durch zusätzliche Tools und Verantwortlichkeiten, die Beeinträchtigung von Innovation und Geschwindigkeit sowie die mangelnde Übersicht über die Sicherheitsbestrebungen insgesamt. (Synopsys Software Integrity Group: ra)

eingetragen: 18.08.22
Newsletterlauf: 13.10.22

Synopsys Software Integrity Group: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Studien

Unbefugter Zugriff und Shadow-IT

Ehemalige Mitarbeiter können ein zusätzliches IT-Sicherheitsrisiko für den Mittelstand in Deutschland darstellen, wie der aktuelle "Kaspersky SMB Cyber Resilience Report" zeigt. Denn nur 41 Prozent aller befragten Unternehmensverantwortlichen können ausschließen, dass ehemalige Mitarbeiter noch Zugriff auf in der Cloud gespeicherte Unternehmensdaten haben, und nur 46 Prozent sind sich sicher, dass Ex-Mitarbeiter die Accounts im Unternehmen auch wirklich nicht mehr nutzen können.

Sicherheitsrisiken der Fernarbeit

Infolge der permanenten Veränderung der Arbeitswelt in den letzten zwei Jahren ist zu beobachten, dass notwendige Veränderungen im Bereich der Sicherheit umgesetzt wurden. Die Kontrolle des Zugriffs auf Anwendungen, Daten und Systeme ist ein immer wichtigerer Aspekt der Absicherung jeder Umgebung und des Schutzes vor internen und externen Bedrohungen.

Security als Priorität

57 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland wollen Finanzhilfen, die sie im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans der EU erhalten, in die Sicherheit investieren. So lautet ein zentrales Ergebnis einer neuen Untersuchung von CyberArk.

PoS-Malware ist am weitesten verbreitet

Nach einem starken Pandemie-bedingten Rückgang nehmen nun Angriffe auf Geldautomaten und PoS-Terminals wieder deutlich zu, wie aktuelle Kaspersky-Analysen zeigen. So sind ATM/PoS-Malware-Infizierungen in den Jahren 2020 auf 2021 um 39 Prozent gestiegen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres 2022 um 19 Prozent gegenüber des Vergleichszeitraums 2020. HydraPoS und AbbadonPoS sind dabei die am weitesten verbreiteten Malware-Familien im laufenden Jahr.

60 Prozent der Angriffe durch Phishing-Versuche

Der Ransomware-Report 2022, für den von der Cybersecurity-Spezialistin Hornetsecurity über 2.000 IT-Führungskräfte befragt wurden, zeigt, dass bereits 24 Prozent der Unternehmen Opfer eines Ransomware-Angriffs waren. Im Vergleich zum letzten Jahr stieg diese Zahl damit um drei Prozentpunkte. Zudem fand jeder fünfte Angriff (20 Prozent) im letzten Jahr statt – ein klares Indiz dafür, dass Cyberangriffe immer häufiger vorkommen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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