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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Richtlinien für das Thema e-Waste umsetzen

Pandemiebedingte IT-Käufe zwingen 52 Prozent der deutschen Unternehmen, sich mit dem Thema Elektroschrott zu beschäftigen

Studie zum Umgang mit Elektroschrott zeigt, dass Fragen der Datensicherheit durch den Anstieg verwalteter IT-Geräte vermehrt in den Fokus von Unternehmen rücken



Eine von der Blancco Technology Group in Deutschland veröffentlichte Studie "Die wachsende Flut an Elektroschrott" untersucht den Umgang von Unternehmen sogenanntem "e-Waste" sowie die Herausforderungen und Chancen in Sachen Elektroschrott und Nachhaltigkeit infolge von COVID-19. Die Studienergebnisse zeigen, dass rund die Hälfte (52 Prozent) der großen Unternehmen in Deutschland infolge der COVID-19-Pandemie unternehmensinterne Funktionen geschaffen hat, um Richtlinien für das Thema e-Waste umzusetzen und deren Einhaltung sicherzustellen. Grund hierfür ist die durch Corona bedingte Zunahme an Elektroschrott. Die von Blancco in Zusammenarbeit mit Coleman Parkes erstellte Studie wurde mit 600 Entscheidungsträgern in Unternehmen mit Sitz in Deutschland, den USA, im UK, in Japan und Frankreich durchgeführt.

Elektroschrott ist ein globales Problem und entwickelt sich schnell zu einer eigenen Krise. Allein 2019 wurden mehr als 53 Millionen Tonnen Elektroschrott produziert. Der Kauf neuer IT-Geräte, um Mitarbeitern während der Pandemie das Arbeiten im Homeoffice zu ermöglichen, hat dazu geführt, dass Unternehmen ihre Datensicherheit und ihren Umgang mit Elektroschrott besorgt hinterfragen. Schließlich hat nicht nur die Anzahl der Geräte zugenommen, sondern auch die Menge der darauf befindlichen Daten. Die Studie von Blancco zeigt, dass nahezu alle Unternehmen in Deutschland (97 Prozent) Laptops kaufen mussten. Insgesamt 76 Prozent haben sich dabei für den Kauf von Neugeräten entschieden, um die massive Verlagerung von Tätigkeiten aus traditionellen Büros ins Homeoffice zu bewerkstelligen.

Gleichzeitig stimmten 81 Prozent der Befragten in Deutschland der Aussage zu, dass "COVID-19 zu unnötigen kurzfristigen Investitionen in Technologien geführt hat und dass dies ein höheres Risiko bedeutet, da Daten auf vielen verschiedenen Geräten gespeichert sind." Dies zeugt von einem Bewusstsein für Sicherheitsrisiken unter Entscheidungsträgern. Die Umstellung auf Homeoffice wird Unternehmen ohne Zweifel vor Herausforderungen stellen. Unstrittig ist auch, dass es geeigneter Datenbereinigungsverfahren bedarf, wenn die neuen Geräte irgendwann nicht mehr genutzt werden. Andernfalls laufen Unternehmen Gefahr, Datenschutzverletzungen zu begehen, die Bußgelder nach sich ziehen können.

In der Studie wird deutlich, wie schnell die Umsetzung von Richtlinien zur Datenbereinigung scheitern kann. Darüber hinaus werden sieben wichtige Best Practices der Datenbereinigung vorgestellt, die den Verantwortlichen dabei helfen, die Daten ihres Unternehmens an deren Lebensende zu schützen.

Um zu verstehen, wie diese neuen Herausforderungen bewältigt werden können, untersucht die Studie zunächst das aktuelle Elektroschrottmanagement. Die Antworten ergaben, dass 45 Prozent der deutschen Unternehmen über eine Elektroschrottrichtlinie für den Umgang mit Altgeräten verfügten, dass diese aber bisher noch nicht kommuniziert oder umgesetzt wurde. Ähnlich verhielt es sich auch in anderen Ländern.

Insgesamt hatten weltweit 44 Prozent der Unternehmen eine Elektroschrottrichtlinie, die zum Zeitpunkt der Umfrage jedoch noch nicht im gesamten Unternehmen kommuniziert worden war. Dabei zeigt die Umfrage, dass die Schwachstelle von Initiativen moderner Unternehmen zum Umgang mit Elektroschrott das Fehlen einer klaren Zuständigkeit ist, und zwar sowohl hinsichtlich der Kommunikation der Richtlinie als auch in Bezug auf deren Umsetzung und Einhaltung.

"Die Flut an Technologieinvestitionen nach Beginn der Pandemie hat sowohl in punkto Elektroschrott als auch in Sachen sicheres Datenmanagement deutliche Fragen aufgeworfen", so Tanja Kühnl, Managing Director, Blancco Germany. "Die Umstellung auf Homeoffice hat zu einer Welle an Geräteneukäufen geführt. Allerdings sehen Unternehmen aufgrund der dezentralen Bereitstellung der neuen Geräte ein Sicherheitsrisiko. Es ist beeindruckend, dass so viele Unternehmen in Deutschland Funktionen geschaffen haben, um die Elektroschrottproblematik infolge von COVID-19 in den Griff zu bekommen. Das zeugt zum einen davon, dass sie ihrer Corporate Social Responsibility (CSR) gerecht werden, zeigt zum anderen aber auch, dass sie sich Gedanken darüber machen, was mit diesen Geräten bei Erreichen des Lebensendes passiert."

Weitere wichtige Erkenntnisse der Studie:

>> 93 Prozent der Unternehmen in Deutschland und 92 Prozent der Unternehmen weltweit stimmen der Aussage zu: "wir müssen uns ernsthaft damit beschäftigen, sicherzustellen, dass alle Geräte, mit denen Mitarbeiter während der COVID-19-Pandemie ausgestattet wurden, angemessen aufbewahrt und entsorgt werden."

>> Mehr als ein Drittel der Unternehmen in Deutschland (38 Prozent) ist unsicher, wie sie ihre Elektroschrottrichtlinie am besten kommunizieren. Weltweit trifft dies auf 47 Prozent zu. Verschärft wird die Situation dadurch, dass es keinen klaren Verantwortlichen für die Kommunikation von Elektroschrott- und CSR-Richtlinien gibt. Tatsächlich gaben knapp ein Viertel der Befragten in Deutschland (24 Prozent) und 39 Prozent der Befragten weltweit an, dass ihre Elektroschrottrichtlinie nicht kommuniziert wurde, weil niemand die Verantwortung dafür übernommen hat.

>> Nach eigenen Angaben lassen 35 Prozent der Unternehmen in Deutschland und weltweit ihre aussortierten Geräte physisch vernichten, weil sie dies besser für die Umwelt halten.

>> Auf die Frage, was mit den für das Homeoffice angeschafften Geräten passiert, wenn diese nicht länger benötigt werden, gaben 36 Prozent der deutschen Unternehmen an, dass die Laptops gelöscht und anschließend verkauft werden. Dies ist der höchste Anteil unter allen Ländern. Weitere 20 Prozent gaben an, dass diese gelöscht und anschließend intern wiederverwendet werden. 17 Prozent planen, diese zu löschen und zu recyceln, und 4 Prozent beabsichtigen, diese an einen ITAD-Anbieter zu schicken.

Resümee: Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass Unternehmen ihr Device-Management überdenken müssen. Es ist heute wichtiger denn je, dass Unternehmen in Deutschland und weltweit in ihren Elektroschrottrichtlinien Best Practices für das Device-Management von Altgeräten und für das Datenmanagement festlegen.

"Es ist äußerst wichtig, dass dieses Thema nicht übersehen wird und dass diese Geräte sachgerecht verwertet werden. Genauso wichtig ist es jedoch, dass dabei der Schutz von sensiblen Daten sichergestellt ist. Es kann vorkommen, dass die fachgerechte Datenlöschung als Teil von Elektroschrottrichtlinien außer Acht gelassen wird. Allerdings bieten diese die ideale Gelegenheit zur Verankerung von Best Practices des Datenmanagements. Damit wird nicht nur die Umweltbelastung reduziert, sondern auch die Gefahr gebannt, dass es beim Entsorgen von Altgeräten zu Datenschutzverletzungen kommt, ergänzt Tanja Kühnl."

Methodik:

Diese Studie wurde von der Blancco Technology Group in Auftrag gegeben und im September 2020 von Coleman Parkes durchgeführt. Die Stichprobe bestand aus 600 Entscheidungsträgern von Unternehmen, darunter Chief Financial Officers, Heads of Operations, Datenschutzbeauftragte, Heads of IT Operations, IT Asset Manager, Heads of Legal, Chief Information Security Officers und Compliance-Beauftragte.

Jeder Befragte war in einem Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten und mit Sitz in Deutschland, den USA, im UK, in Japan oder Frankreich tätig. Die Umfrage wurde in folgenden Branchen mit einer jeweils gleichen Anzahl an Befragten durchgeführt: öffentlicher Sektor, Finanzwesen, Gesundheitswesen, Technologie und Rechtswesen.

(Blancco Technology: ra)

eingetragen: 27.12.20
Newsletterlauf: 08.02.21

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Meldungen: Studien

Unbefugter Zugriff und Shadow-IT

Ehemalige Mitarbeiter können ein zusätzliches IT-Sicherheitsrisiko für den Mittelstand in Deutschland darstellen, wie der aktuelle "Kaspersky SMB Cyber Resilience Report" zeigt. Denn nur 41 Prozent aller befragten Unternehmensverantwortlichen können ausschließen, dass ehemalige Mitarbeiter noch Zugriff auf in der Cloud gespeicherte Unternehmensdaten haben, und nur 46 Prozent sind sich sicher, dass Ex-Mitarbeiter die Accounts im Unternehmen auch wirklich nicht mehr nutzen können.

Sicherheitsrisiken der Fernarbeit

Infolge der permanenten Veränderung der Arbeitswelt in den letzten zwei Jahren ist zu beobachten, dass notwendige Veränderungen im Bereich der Sicherheit umgesetzt wurden. Die Kontrolle des Zugriffs auf Anwendungen, Daten und Systeme ist ein immer wichtigerer Aspekt der Absicherung jeder Umgebung und des Schutzes vor internen und externen Bedrohungen.

Security als Priorität

57 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland wollen Finanzhilfen, die sie im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans der EU erhalten, in die Sicherheit investieren. So lautet ein zentrales Ergebnis einer neuen Untersuchung von CyberArk.

PoS-Malware ist am weitesten verbreitet

Nach einem starken Pandemie-bedingten Rückgang nehmen nun Angriffe auf Geldautomaten und PoS-Terminals wieder deutlich zu, wie aktuelle Kaspersky-Analysen zeigen. So sind ATM/PoS-Malware-Infizierungen in den Jahren 2020 auf 2021 um 39 Prozent gestiegen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres 2022 um 19 Prozent gegenüber des Vergleichszeitraums 2020. HydraPoS und AbbadonPoS sind dabei die am weitesten verbreiteten Malware-Familien im laufenden Jahr.

60 Prozent der Angriffe durch Phishing-Versuche

Der Ransomware-Report 2022, für den von der Cybersecurity-Spezialistin Hornetsecurity über 2.000 IT-Führungskräfte befragt wurden, zeigt, dass bereits 24 Prozent der Unternehmen Opfer eines Ransomware-Angriffs waren. Im Vergleich zum letzten Jahr stieg diese Zahl damit um drei Prozentpunkte. Zudem fand jeder fünfte Angriff (20 Prozent) im letzten Jahr statt – ein klares Indiz dafür, dass Cyberangriffe immer häufiger vorkommen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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