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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Smartphones begleiten viele Nutzer bis auf die Toilette

Virenalarm: Fast drei Viertel der unter 30-Jährigen nimmt das Smartphone mit auf die Toilette

Nur vier von zehn Smartphone-Besitzer installieren eine Virenschutzlösung



Das Smartphone ist für viele Nutzer ein ständiger Begleiter, mehr als 40 Prozent der Deutschen verzichten selbst auf der Toilette nicht auf das Mobilgerät, wie G Data CyberDefense in ihrer aktuellen repräsentativen Umfrage herausfand. Dabei zeigt sich: Je jünger die Personen sind, desto eher wird das Smartphone mit auf das Klo. Fast drei Viertel (74 Prozent) der 18- bis 29-Jährigen macht dies. Auch mit der digitalen Hygiene sehen es deutsche Smartphone-Nutzer nicht so genau – nur 42 Prozent setzen auf eine Virenschutzlösung, um das smarte Gerät vor Schad-Apps und Schadcode abzusichern. Hierdurch sind sie für Kriminelle leicht angreifbar. Für die repräsentative Umfrage wurden 1.000 deutsche Internetnutzer im März 2020 befragt.

"Gerade jetzt sollte jeder ein Gerät, das in fast allen Lebenslagen im wahrsten Sinne des Wortes hautnah mit dabei ist, sauber halten. Auch wenn viele Menschen jetzt öfter die Hände waschen, so geht danach der nächste Griff oft genug zum Smartphone, welches aber die wenigsten regelmäßig reinigen, wenn überhaupt. Das Smartphone gehört regelmäßig gereinigt", sagt Tim Berghoff, Security Evangelist von G Data CyberDefense. Auch bei der IT-Sicherheit bei Mobilgeräten sieht der Experte einen akuten Nachholbedarf: "Eine Sicherheitslösung gehört als Grundausstattung auf jedes Smartphone. Auf mehr als der Hälfte der Geräte fehlt eine entsprechende Security-App. Eine umfassende Absicherung vor Cybergefahren ist so nicht gegeben und Kriminelle haben es sehr leicht, Nutzer erfolgreich anzugreifen."

Immer erreichbar sein, Nachrichten lesen oder Videos anschauen - je jünger deutsche Smartphone-Nutzer sind, desto eher können sie auch auf der Toilette nicht auf den smarten Alleskönner verzichten. Fast 74 Prozent, also annähernd drei Viertel der 18- bis 29-Jährigen in Deutschland, nimmt sein Mobilgerät mit auf das Klo. Über alle Altersgruppen hinweg machen das vier von zehn Nutzern, bei den über 60-Jährigen hingegen nur noch etwa 20 Prozent.

Darüber hinaus gilt: Mit steigender Haushaltsgröße und mehreren Kindern steigt offenbar auch das Bedürfnis, sich mit dem Smartphone auf die Toilette zurückzuziehen. Mehr als die Hälfte der Befragten in einem Vier-Personen-Haushalt nimmt das Mobilgerät mit ins Badezimmer. Auch wer über einen formal hohen Bildungsstand verfügt, nimmt das Smartphone häufiger mit: Fast die Hälfte der Deutschen mit einem hohen Abschluss (48 Prozent) macht Gebrauch vom Smartphone auf dem Klo.

In puncto Smartphone-Säuberung sind die Deutschen nicht so gründlich, wie das erste Ergebnis erscheinen mag: Die meisten – fast vier von zehn – reinigen ihr Gerät nur wöchentlich. Fast ein Fünftel der Befragten greift nie zum Reinigungs- oder Desinfektionstuch – und das, obwohl Nutzer laut Forschern des Menthal Balance-Projekts an der Universität Bonn fast 90-mal am Tag zum Smartphone greifen und sich so eine Vielzahl von Keimen und Bakterien darauf sammelt. Weniger als ein Sechstel der Deutschen reinigt das Smartphone täglich. Dabei findet man auf ungereinigten Geräten schnell krankmachende Erreger, wie Streptokokken, Durchfall erzeugende E.Coli-Bakterien oder sogar antibiotikaresistente MRSA-Keime (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus).

Abhilfe schafft regelmäßiges Reinigen des Smartphone-Displays, aber auch der Anschlussbuchsen für das Ladegerät und Kopfhörer. Hierzu kann mehrmals täglich ein Mikrofaser- oder Brillenputztuch verwendet werden. Nützlich sind auch spezielle Display-Reinigungstücher. Tücher oder Flüssigkeiten sollten allerdings keinen Alkohol enthalten, damit die Oberfläche des Gerätes nicht angegriffen wird. Schutzhüllen sollten Nutzer bei der Reinigung ebenfalls mitberücksichtigen und ab und zu die Displayfolie wechseln, falls eine verwendet wird.

Die meisten Deutschen (60 Prozent) installieren regelmäßig Sicherheitsupdates auf ihrem Smartphone, sobald diese verfügbar sind. Nur fast 42 Prozent der Nutzer setzen auf eine Virenschutzlösung, die zur Grundausstattung von Mobilgeräten gehört. Demnach sind mehr als die Hälfte der Deutschen schädlichen Apps und Schadcode schutzlos ausgeliefert, denn die Installation von Updates alleine reicht nicht, um Schad-Apps den Garaus zu machen. Die dritt häufigste Sicherheitsmaßnahme ist die Aktivierung der Bildschirmsperre –unabdingbar zum Schutz persönlicher Daten. (G Data CyberDefense: ra)

eingetragen: 24.03.20
Newsletterlauf: 28.05.20

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Meldungen: Studien

Unbefugter Zugriff und Shadow-IT

Ehemalige Mitarbeiter können ein zusätzliches IT-Sicherheitsrisiko für den Mittelstand in Deutschland darstellen, wie der aktuelle "Kaspersky SMB Cyber Resilience Report" zeigt. Denn nur 41 Prozent aller befragten Unternehmensverantwortlichen können ausschließen, dass ehemalige Mitarbeiter noch Zugriff auf in der Cloud gespeicherte Unternehmensdaten haben, und nur 46 Prozent sind sich sicher, dass Ex-Mitarbeiter die Accounts im Unternehmen auch wirklich nicht mehr nutzen können.

Sicherheitsrisiken der Fernarbeit

Infolge der permanenten Veränderung der Arbeitswelt in den letzten zwei Jahren ist zu beobachten, dass notwendige Veränderungen im Bereich der Sicherheit umgesetzt wurden. Die Kontrolle des Zugriffs auf Anwendungen, Daten und Systeme ist ein immer wichtigerer Aspekt der Absicherung jeder Umgebung und des Schutzes vor internen und externen Bedrohungen.

Security als Priorität

57 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland wollen Finanzhilfen, die sie im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans der EU erhalten, in die Sicherheit investieren. So lautet ein zentrales Ergebnis einer neuen Untersuchung von CyberArk.

PoS-Malware ist am weitesten verbreitet

Nach einem starken Pandemie-bedingten Rückgang nehmen nun Angriffe auf Geldautomaten und PoS-Terminals wieder deutlich zu, wie aktuelle Kaspersky-Analysen zeigen. So sind ATM/PoS-Malware-Infizierungen in den Jahren 2020 auf 2021 um 39 Prozent gestiegen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres 2022 um 19 Prozent gegenüber des Vergleichszeitraums 2020. HydraPoS und AbbadonPoS sind dabei die am weitesten verbreiteten Malware-Familien im laufenden Jahr.

60 Prozent der Angriffe durch Phishing-Versuche

Der Ransomware-Report 2022, für den von der Cybersecurity-Spezialistin Hornetsecurity über 2.000 IT-Führungskräfte befragt wurden, zeigt, dass bereits 24 Prozent der Unternehmen Opfer eines Ransomware-Angriffs waren. Im Vergleich zum letzten Jahr stieg diese Zahl damit um drei Prozentpunkte. Zudem fand jeder fünfte Angriff (20 Prozent) im letzten Jahr statt – ein klares Indiz dafür, dass Cyberangriffe immer häufiger vorkommen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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