Stand der Zero Trust-Transformation

Studie: 51 Prozent der deutschen Unternehmen planen, eine Zero Trust-basierte hybride Architektur zu implementieren oder zu planen

Erst 19 Prozent der Unternehmen verfügen über eine Zero Trust-basierte Infrastruktur für hybride Arbeitsformen - 45 Prozent gaben an, dass eine Zero Trust-Architektur dazu beiträgt, inkonsistenten Zugriff auf lokale und Cloud-basierte Anwendungen und Daten zu beseitigen



Angesichts des schwierigen globalen Arbeitsmarktes suchen Unternehmen nach Möglichkeiten, Nachwuchstalente zu halten und zu gewinnen. Ein Entscheidungskriterium für einen Arbeitgeber kann dabei eine moderne Arbeitsumgebung sein, die es der Belegschaft ermöglicht, von überall aus zu arbeiten, mit nahtloser Konnektivität zu benötigten Applikationen und personalisierten digitalen Erfahrungen. Doch lediglich 38 Prozent der Unternehmen verfügen über die Infrastruktur (Zero Trust oder VPN), um eine sichere hybride Arbeitsumgebung zu unterstützen. Weitere 35 Prozent haben noch nicht mit der Implementierung begonnen oder haben keine Pläne dafür. Dies geht aus der Studie von Zscaler zum Stand der Zero Trust-Transformation hervor, für die 1.900 leitende IT-Entscheidungsträger in Unternehmen befragt wurden, die bereits mit der Migration von Anwendungen und Diensten in die Cloud begonnen haben.

"Insbesondere jüngere Mitarbeitende erwarten, dass ihre digitale Erfahrung während der Arbeit nahtlos ist und sie ohne Reibungsverluste auf Anwendungen zugreifen können", sagt Ismail Elmas, GVP International bei Zscaler. "Das Potenzial von Zero Trust wird allmählich auch für Business-Entscheider transparent. Aber es gibt noch viel zu tun, um den Unternehmen den Wert von Zero Trust über die Sicherheit hinaus zu vermitteln und sie für den Arbeitsplatz der Zukunft zu rüsten. Die Implementierung einer Zero Trust-Plattform ermöglicht es Organisationen jeder Größe, eine hybride Arbeitsweise einzuführen, um Sicherheitshürden für Mitarbeitende zu verringern und leistungsstarke, vertrauenswürdige Zugriffserfahrungen zu bieten."

Neue Umfragen von LinkedIn belegen, dass 93 Prozent der Organisationen weltweit über die Mitarbeiterbindung besorgt sind. Da Unternehmen um ihre Profitabilität kämpfen, ist Stabilität der Schlüssel. Die Bindung von Nachwuchstalenten war noch nie so wichtig wie heute. Von den von Zscaler befragten IT-Entscheidern wurde auf globaler Ebene die Gewinnung und Bindung von Top-Talenten als einer der vier wichtigsten Faktoren für die digitale Transformation angesehen (25 Prozent) und rangiert damit noch vor Umsatzwachstum (22 Prozent) und der Unterstützung neuer Geschäftsstrategien (24 Prozent).

Nahtloser Zugang für die Belegschaft

Viele IT-Entscheider sind sich bewusst, dass die Bindung von Personal von entscheidender Bedeutung ist. Sie wissen jedoch auch, dass Mitarbeitende unter schlechten digitalen Erfahrungen leiden, wenn ihre alte IT-Sicherheitsinfrastruktur nicht in der Lage ist, den Anforderungen hybrider Arbeit standzuhalten. Laut der Studie nennen 45 Prozent der deutschen Befragten inkonsistente Zugriffserfahrungen auf Anwendungen und Daten als einen der Hauptgründe, warum sie eine Zero Trust-basierte Infrastruktur für hybrides Arbeiten einführen wollen. Weitere 36 Prozent sind der Ansicht, dass die Verwendung von Zero Trust den Mitarbeitenden einen reibungsloseren, direkten Zugriff auf Anwendungen und Daten von persönlichen Geräten aus ermöglicht.

Die Nutzererfahrung war nicht die einzige Sorge. Die Befragten gaben auch an, dass ihre derzeitige IT-Sicherheitsinfrastruktur die Produktivität der Mitarbeitenden beeinträchtigen kann. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der IT-Entscheidungsträger, die eine Zero Trust-basierte hybride IT-Sicherheitsinfrastruktur implementieren oder dies planen, entschieden sich aufgrund von Zugangsproblemen ihrer Mitarbeitenden mit der derzeitigen Sicherheit dafür. Weitere 19 Prozent gaben an, die sichere Konnektivität für die hybride Belegschaft verbessern zu wollen.

Ash Surti, Executive Vice President, Technology and Security bei Colt Technology Services, sagt: "Flexibles Arbeiten ist ein großer Gewinn im Kampf um Talente, aber gleichzeitig vergrößert Remote-Arbeit die Angriffsfläche von Unternehmen, die mit Risiko einhergeht. Zusätzlich geht das moderne Arbeiten mit Komplexität für IT-Teams einher, die eine nahtlose, konsistente Erfahrung über ihre digitale Infrastruktur bereitstellen müssen. Die Studie von Zscaler unterstreicht die wachsende Nachfrage nach Zero Trust-Plattformen, da Unternehmen das traditionelle Büromodell in Frage stellen, um den Arbeitsplatz der Zukunft zu schaffen."

VPNs erhöhen die Unsicherheit

Viele Unternehmen haben in der Vergangenheit auf Virtual Private Networks (VPNs) zurückgegriffen, um ein sicheres Unternehmensnetzwerk aufrechtzuerhalten und gleichzeitig persönlichen Geräten den Zugang zu sicheren Ordnern zu ermöglichen. Heute jedoch sind 57 Prozent der IT-Leiter der Meinung, dass VPNs oder Perimeter-Firewalls keinen wirksamen Schutz vor Cyberangriffen bieten oder nur wenig Einblick in den Anwendungsverkehr und Sicherheitsvorfälle bieten. Dies spiegelt sich auch in der Sicht der Mitarbeitenden wider. Fast die Hälfte (45 Prozent) der deutschen IT-Führungskräfte, deren Unternehmen ein VPN verwendet, geben an, dass die Mitarbeitenden einer langsamen App-Performance ausgesetzt sind, und ein Drittel (28 Prozent) sagt, dass die Mitarbeitenden mit instabilen Verbindungen zu kämpfen haben.

Die Studie von Zscaler verdeutlicht, dass IT-Führungskräfte Zero Trust aufbauend auf dem Prinzip, dass kein Vertrauensvorschuss gewährt wird beim Zugriff auf Anwendungen, als das notwendige Rahmenwerk für die Verbindung von Usern, Workloads und Geräten in einer stark verteilten, cloud- und mobilzentrierten Welt ansehen. Gleichzeitig wird eine nahtlose Mitarbeiterbindung und -erfahrung ermöglicht, unabhängig davon, von wo aus die Belegschaft ihrer Arbeit nachgeht.

Methodik

Die Ergebnisse dieser Daten basieren auf einer von Zscaler in Auftrag gegebenen Studie von ATOMIK Research, bei der 1.900 leitende Entscheidungsträger (CIOs / CISOs / CDOs / Head of Network Architecture) in EMEA (UK, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Schweden, Italien, Spanien), AMS (USA, Mexiko, Brasilien) und APAC (Japan, Indien, Australien, Singapur) befragt wurden. Die Untersuchung wurde im Juli 2022 durchgeführt. Die Stichprobe umfasste 43 Prozent der Unternehmen mit bis zu 4.999 Mitarbeitenden, 32 Prozent mit bis zu 9.999 Mitarbeitenden und 25 Prozent mit 10.000 oder mehr Mitarbeitenden.

(Zscaler: ra)

eingetragen: 04.04.23
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