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Siebe Tage Zeit, um eine Schwachstelle auszunutzen


Studie: Strategisches Schwachstellen-Assessment ist Basis der Cybersicherheit für die Hälfte der Unternehmen
Schwachstellen-Assessment nach dem Gießkannenprinzip zu vermeiden



Tenable stellte ihren Bericht zu Strategien der Cyberverteidiger vor. Basierend auf telemetrischen Daten hat Tenable analysiert, wie 2.100 Unternehmen weltweit ihre Gefährdung durch Schwachstellen untersuchen. Diese Analysen sind ein zentraler Aspekt der Cybersecurity. Der Bericht belegt, dass fast 48 Prozent der Unternehmen auf strategisches Vulnerability-Assessment als Grundlage ihrer Cyber-Abwehr und Risikominderung setzen. Dieses strategische Vulnerability-Assessment wurde dabei als mehr oder weniger fortschrittliches Programm definiert, das zielgerichtetes, maßgeschneidertes Scanning sowie die nach Geschäftsrelevanz priorisierte Zuteilung von Computing-Ressourcen umfasst.

Von diesen Unternehmen können jedoch nur fünf Prozent der höchsten Entwicklungsstufe zugerechnet werden. Dieser Entwicklungsgrad ist erreicht, sobald die genannten Assessments alle Assets umfassend abdecken und sie zu einem Eckpfeiler des Programms machen. Am anderen Ende der Skala erledigen 33 Prozent der Unternehmen lediglich die nötigsten Aufgaben beim Schwachstellen-Assessment: Sie erfüllen nur das Minimum dessen, was Compliance-Anforderungen verlangen und nehmen eine geschäftsschädigende Sicherheitsverletzung in Kauf.

Der bereits veröffentlichte Tenable-Report zum Zeitvorteil von Angreifern zeigte, dass Cyberkriminelle durchschnittlich sieben Tage Zeit haben, um eine Schwachstelle auszunutzen. Erst nach diesem Zeitraum untersuchen Firmen ihre Netzwerke auf Schwachstellen und beurteilen, ob sie gefährdet sind. Diese zeitliche Lücke hängt direkt mit der Art der Schwachstellen-Assessments zusammen: Je strategischer und fortschrittlicher der Ansatz ist, umso kleiner ist das zeitliche Fenster für Angreifer und dementsprechend das Risiko für Unternehmen.

"In nicht allzu ferner Zukunft wird es zwei Arten von Unternehmen geben: Die, die sich der Herausforderung stellen und ihre Cyberrisiken zu senken. Und jene, die es nicht schaffen, sich den kontinuierlich und immer schneller wandelnden IT-Umgebungen anzupassen", kommentiert Tom Parsons, Senior Director of Product Management, Tenable. "Für unsere Branche ist der Report ein Weckruf. Wir müssen uns ins Zeug legen, damit die Cyber-Verteidiger wieder einen Vorsprung haben. Dazu gehört zunächst, konsequentes Assessment der Schwachstellen als Basis eines fortschrittlichen Schwachstellenmanagements und schließlich das zu erreichendes Ziel: Cyber Exposure, die die gesamte Angriffsoberfläche im Blick hat."

Tenable Research analysierte für die Untersuchung mehr als drei Monate lang Telemetrie Daten von Unternehmen in mehr als 60 Ländern. Auf Basis der erhobenen Daten identifizierte das Team die verschiedenen Stufen der Security Entwicklung und gewann Einblicke in die strategische Ausrichtung der Unternehmen. Die Ergebnisse können Unternehmen dabei helfen, ihre Cyberrisiken zu verwalten, zu erfassen und schlussendlich zu reduzieren. Ziel der Untersuchung war es, durch Analyse des Ist-Zustands zu erkennen, wie Sicherheitsteams ihre Abwehr-Strategien verbessern können.

Die wichtigsten Ergebnisse:
Es gibt vier dedizierte Strategien für das Schwachstellen-Assessment:

>> Minimalist ("der Minimalist") führt ein Minimum an Assessment durch, wie es etwa Compliance-Anforderungen erfordern. 33 Prozent der untersuchten Unternehmen fallen in diese Kategorie, führen begrenzte Assessments lediglich ausgewählter Assets durch. Zu dieser Gruppe gehören zahlreiche, bedrohte Unternehmen. Sie sollten schnellstens tätig werden und damit beginnen, ihre KPIs zu verbessern.

>> Surveyor ("der Überblicker") führt regelmäßig breit aufgestellte Schwachstellen Assessments durch, vernachlässigt aber Authentifizierung und passt Scan-Vorlagen selten an. 19 Prozent der Unternehmen verfolgen diesen inspizierenden Ansatz, der einem geringen oder mittleren Entwicklungsgrad entspricht.

>> Investigator ("der Untersucher") führt hochentwickelte Schwachstellen-Assessments durch, untersucht jedoch nur ausgewählte Assets. 43 Prozent verfolgen diesen Ansatz, der auf eine solide Strategie hindeutet. Diese Strategie umfasst eine solide Scan-Frequenz, zielgerichtete Scan-Vorlagen sowie breit aufgestellte Asset-Authentifizierung und -Priorisierung. Zahlreiche der damit verbundenen Aufgaben sind echte Herausforderungen. Dazu zählen beispielsweise Schwachstellen zu managen, die Zustimmung der Unternehmensleitung zu erlangen, verschiedene Abteilungen in die Abläufe zu integrieren, Mitarbeiter und deren Kenntnisse auf dem aktuellsten Stand zu halten und dies bei Bedarf in großem Umfang durchführen zu können. Sobald Sicherheits-Teams all dies können, liefert dieser Ansatz gute Ergebnisse. Zudem ist dies ein solider Ausgangspunkt, um die nächste Stufe der Entwicklung zu erreichen.

>> Dilligent ("der Gewissenhafte") entspricht dem höchsten Entwicklungsniveau. Dieses ist charakterisiert durch eine hohe Assessment Frequenz, fast durchgängige Einblicke in Assets und den Grad ihrer Gefährdung. Nur fünf Prozent der Unternehmen fallen in diese Kategorie, die Assets umfassend abdeckt und zielgerichtete, maßgeschneiderte Untersuchungen umfasst sowie Scans für jeden Anwendungsfall.

Über alle Entwicklungsstufen hinweg profitieren Unternehmen davon, Schwachstellen-Assessment nach dem Gießkannenprinzip zu vermeiden. Stattdessen sollten sie strategisch vorgehen und weitere Sicherheitsmaßnahmen integrieren, etwa regelmäßige, authentifizierte Scans. So machen sie ihre Schwachstellen-Programme noch effizienter. (Tenable: ra)

eingetragen: 26.10.18
Newsletterlauf: 20.11.18

Tenable Network Security: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Studien

Serviceorientierung bringt IT-Sicherheit voran

Unternehmen müssen die Sicherheit ihrer IT-Infrastruktur neu definieren, weil immer mehr Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten. Die ganzheitliche Sicherheitsarchitektur SASE (Secure Access Service Edge) wird sich deshalb in den kommenden Monaten als zentraler Trend der IT-Sicherheit etablieren, prognostiziert der weltweit führende Technologiedienstleister NTT Ltd. In ihrem aktuellen Bericht "Future Disrupted: 2021" stellt NTT die Notwendigkeit einer alle Standorte und Geräte umfassenden Sicherheitsarchitektur fest. Sie ergibt sich aus den Veränderungen in der Unternehmensorganisation: Nicht mehr lokale Netzwerke und IT-Infrastrukturen am Standort eines Unternehmens bestimmen die Sicherheitsstrategie, sondern die an vielen verteilten Standorten tätigen Mitarbeiter sowie die Orte, an denen Technologien eines Unternehmens im Einsatz sind, dazu gehört zum Beispiel auch der Rand des Netzwerks, also die Edge.

Kostenlose Webmail-Konten bei mehr als drei Vierteln der Angriffe

Die neuesten Daten zu BEC-Betrügereien zeigen, wie böswillige Akteure eine Mischung aus Gmail-Konten, einer Zunahme gestohlener Überweisungen und einer Verlagerung auf Lohnabzweigungen nutzen. Veröffentlichungen von Industriedaten ermöglichen einen besseren Überblick darüber, was Cyberkriminelle tun, wie sich ihre Taktiken verändern und was bei einem nächsten Angriff zu erwarten ist. Der Sicherheitsanbieter Agari veröffentlichte kürzlich seinen H1 2021 Email Fraud & Identity Deception Trends Report, der einige neue Daten über die Entwicklung Ende 2020 enthält. Anhand buchstäblich Billionen von analysierten E-Mails stellte Agari die folgenden BEC-Trends fest.

Passwort-Manager sind anfällig für Hackerangriffe

Beyond Identity hat in einer Studie 1.008 Mitarbeiter zu ihrem Umgang mit Passwörtern befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass im Arbeitsalltag oft grob fahrlässig mit Sicherheitsbestimmungen umgegangen wird. Dadurch schützen Passwörter nicht länger vertrauliche Informationen, sondern werden selbst zur Sicherheitsfalle. >> 1 von 4 Mitarbeitern hat noch immer Zugang zu Konten von früheren Arbeitsplätzen. >> 41,7 Prozent der Mitarbeiter teilen Passwörter am Arbeitsplatz. >> 42,5 Prozent der Mitarbeiter sind der Meinung, dass die Weitergabe von Passwörtern am Arbeitsplatz ein Kündigungsgrund sein sollte. >> 1 von 5 Mitarbeitern verwendet für arbeitsbezogene Konten dasselbe Passwort wie für private Bankkonten. Der Sinn von Passwörtern ist es, bestimmten Benutzern den Zugriff auf Geräte, Anwendungen oder Webseiten zu ermöglichen. Passwörter sollen zudem sensible Firmeninformationen schützen, weshalb Passwörter geheim bleiben sollten. Die Praxis sieht jedoch häufig anders aus. In vielen Unternehmen ist es beispielsweise Usus, dass Mitarbeiter Passwörter gemeinsam nutzen.

Sicherheitsverstöße durch Phishing-Angriffe

Die E-Mail-Sicherheit ist eines der wichtigsten Themen für jede IT-Abteilung, und das aus gutem Grund. Sicherheitslücken führen schnell zum Verlust sensibler Daten, zu Betriebsausfällen und Umsatzeinbußen. Im Rahmen einer Umfrage zur E-Mail-Sicherheit unter mehr als 420 Unternehmen, die Microsoft 365 nutzen, hat Hornetsecurity herausgefunden, dass 23 Prozent, also jedes vierte Unternehmen, bereits einen Sicherheitsverstoß im Zusammenhang mit E-Mails gemeldet hat. Von diesen Sicherheitsverstößen wurden 36 Prozent durch Phishing-Angriffe verursacht, die auf die wohl schwächste Stelle eines jeden Sicherheitssystems abzielten: den Endbenutzer. Die Umfrage wurde von der Hornetsecurity Group durchgeführt, einem führenden Anbieter von E-Mail-Cloud-Security-Lösungen. Der Provider befragte Unternehmen, die die Microsoft 365-Plattform nutzen, um zu verstehen, wie sie die E-Mail-Sicherheit in einer zunehmend dezentralisierten Arbeitsumgebung handhaben. Kompromittierte Passwörter und Phishing-Angriffe waren der Grund für 62 Prozent aller gemeldeten Sicherheitspannen. 54 Prozent aller Befragten gaben an, dass sie noch keine Regeln für den bedingten Zugang zusammen mit der Multi-Faktor-Authentifizierung implementiert haben. Diese verhindert, dass sich Benutzer von ungesicherten Netzwerken aus bei ihren Konten anmelden können.

Ransomware-Angriff: Einzelhändler besonders anfällig

Sophos hat detaillierte Ergebnisse einer weltweiten Umfrage mit dem Titel "State of Ransomware in Retail" veröffentlicht. Der neue Report beschreibt das Ausmaß sowie die Auswirkungen von Ransomware-Angriffen auf mittelständische Einzelhandelsunternehmen weltweit und im Vergleich zu Ländern und Regionen im Jahr 2020. Ein Ergebnis ist, dass Einzelhandelsunternehmen während der COVID-19-Pandemie ein Hauptziel für Ransomware-Angriffe wurden; genau zu der Zeit, als viele erstmals in den Online-Handel eingestiegen sind. Die Ergebnisse zeigen auch, dass Einzelhändler besonders anfällig für einen wachsenden neuen Trend sind: reine Erpressungsangriffe, bei denen die Ransomware-Gangster keine Dateien verschlüsseln, sondern damit drohen, gestohlene Informationen online zu veröffentlichen, wenn kein Lösegeld gezahlt wird. Mit 12 Prozent weltweit (DACH 23 Prozent) waren mehr als eines von zehn Ransomware-Opfern im Einzelhandel davon betroffen, fast doppelt so viele wie der branchenübergreifende Durchschnitt von 7 Prozent weltweit (DACH 10 Prozent).

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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