Angst vor Cyberattacken und deren Folgen


"Security Pressures Report 2017" zeigt, wie hoch die Arbeitsbelastung für IT-Sicherheitsmitarbeiter tatsächlich ist
53 Prozent der Befragten geben an, dass der Druck, die Unternehmens-IT gegen Angriffe zu schützen, zugenommen hat



Zum vierten Mal in Folge veröffentlicht Trustwave, ein weltweit agierendes Sicherheitsunternehmen, den "Security Pressures Report". Grundlage des Reports ist eine Umfrage unter 1600 Vollzeit-IT-Fachkräften. Ziel dieser weltweit durchgeführten Umfrage ist es, herauszufinden, wie hoch der Druck tatsächlich ist, der auf IT-Sicherheitsmitarbeitern lastet, wer Druck ausübt und in welcher Form und ob sich der Druck in den letzten Jahren erhöht hat.

Dass der Beruf eines IT-Sicherheitsmanagers kein Traumberuf ist, zeigt der aktuelle Security Pressures Report von Trustwave. Für die dem Report zugrunde liegende Umfrage hat Trustwave ein Marktforschungsunternehmen beauftragt. Dieses hat im Januar 2017 1600 Vollzeit-IT-Fachkräfte befragt, die Umfrage wurde per E-Mail durchgeführt.

Bei den Befragten handelt es sich hauptsächlich um CIOs, IT-Sicherheitsdirektoren und IT-Sicherheitsmanagern. Der Großteil der befragten Sicherheitsfachkräfte stammt aus den USA, Kanada, Großbritannien, Australien, Singapur und Japan. Die IT-Fachkräfte arbeiten in einer Vielzahl von Branchen, wobei Technologie-, Herstellungs- und Dienstleistungsbranchen überwiegen. Im Durchschnitt beschäftigen diese Unternehmen über 4200 Mitarbeiter. Die Umfrageergebnisse haben eine Fehlerquote von +/- 4 Prozent in den USA und +/- 6,9 Prozent in allen anderen Ländern.

Alarmierend an dem Report ist, dass sich der Druck auf IT-Verantwortliche im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich erhöht hat. 53 Prozent der Befragten geben an, dass der Druck, die Unternehmens-IT gegen Angriffe zu schützen, zugenommen hat. Eine deutliche Verschiebung zum Vorjahr gab es allerdings bei der Angabe der Ursache für den erhöhten Stress. Nach wie vor ist es zwar primär die Geschäftsführung, die Druck auf die IT-Verantwortlichen ausübt, - dieser Wert hat sich aber von 59 Prozent im Vorjahr auf 46 Prozent in der aktuellen Studie verringert. Stattdessen setzen sich IT-Verantwortliche aber deutlich häufiger selbst unter Druck. Auf die Frage, wer am meisten Druck ausübt, antworteten 24 Prozent der Befragten mit "Ich selbst". Im Vorjahr lag die Zahl bei nur 11 Prozent.

Das zeigt, dass IT-Verantwortliche ihren Job immer persönlicher nehmen und sich zunehmend verantwortlich für die Sicherheit in ihrem Unternehmen führen. Eine große Gefahr für Unternehmen, da dies zu erhöhtem Stress, Burnout und Fehlern führen kann.

Dass sich der persönliche Druck und das Verantwortungsbewusstsein erhöht hat, zeigen auch diese Zahlen: 42 Prozent der Befragten haben nach einer Cyberattacke oder nach einer Sicherheitsverletzung am meisten Angst vor einem Schaden an der eigenen Reputation und der ihrer Firma. Erst dahinter folgt mit 38 Prozent die Angst vor einer finanziellen Schädigung des Unternehmens und die Angst vor einer Kündigung (11 Prozent).

Für zunehmenden Druck bei der täglichen Arbeit sorgen auch die ständig wachsenden Sicherheitsbedrohungen, die für 29 Prozent die Arbeit zunehmend schwerer machen. Mangelndes Fachwissen ist für 15 Prozent der Befragten ein weiteres Kriterium, das die tägliche Arbeit erschwert. 24 Prozent der Befragten würden deshalb lieber die Kompetenz ihrer Mitarbeiter erhöhen, als deren Anzahl. Nur 3 Prozent der IT-Verantwortlichen glaubt, dass eine höhere Mitarbeiterzahl auch mehr IT-Sicherheit bedeuten würde.

30 Prozent fürchten nach einer Cyberattacke am meisten den Diebstahl von Kundendaten, mit 18 Prozent nimmt die Angst vor dem Einschleusen von Ransomware den zweiten Platz ein.

Auch die eigenen Mitarbeiter stellen ein immer größeres Sicherheitsrisiko dar. Die Angst vor externen Bedrohungen hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 58 Prozent auf 51 Prozent verringert, während sich die Angst vor internen Bedrohungen von 42 Prozent auf 49 Prozent erhöht hat.

Um das mangelnde Fachwissen im eigenen Haus zu kompensieren, arbeiten immerhin 31 Prozent der Befragten mit einem Managed Security Services Provider (MSSP) zusammen. Zusätzlich besteht bei 26 Prozent der Befragten eine Partnerschaft zwischen Inhouse-Teams und einem MSSP.

Chris Schueler, Senior Vice President of Managed Security Services bei Trustwave, fasst die Ergebnisse des Reports wie folgt zusammen: "Die Ergebnisse zeigen, dass der Druck der IT-Verantwortlichen viel persönlicherer Natur ist als in den Vorjahren. Führungskräfte erkennen, dass Druck nicht in einer besseren Performance umgesetzt wird, sondern eher zu Stress, Burnout und Fehlern führen kann. Mein Rat an alle, die diesem Druck ausgesetzt sind: Sicherheit ist ein Thema, das nicht hinter verschlossenen Türen behandelt werden sollte. Um sich erfolgreich gegen Sicherheitsattacken zur Wehr zu setzen, sollten Unternehmen mit externen Partnern zusammenarbeiten. Die Partnerschaft mit einem Managed Security Services Provider kann dazu beitragen, die Schwächen der eigenen IT-Abteilung zu kompensieren." (Trustwave: ra)

eingetragen: 18.04.17
Home & Newsletterlauf: 25.04.17


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Meldungen: Studien

Lösegeld wird häufig gezahlt

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Erkennung und Verhinderung von E-Mail-Spoofing

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

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Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

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