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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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Unklarheit bei der Definition von Zero-Trust-Strategien

Studie: Mehr als die Hälfte der Unternehmen mit lückenhafter Zero-Trust-Implementierung

Unternehmen offenbaren Schwächen in der konsistenten Authentifizierung von Benutzern und Geräten



Fortinet stellte die Ergebnisse des aktuellen "Global State of Zero Trust Report" vor. Die Studie zeigt, dass die meisten Unternehmen eine Vorstellung von Zero-Trust haben oder dabei sind, Zero-Trust-Initiativen zu implementieren. Mehr als die Hälfte der Unternehmen kann dieses Vorhaben jedoch nicht mit den eingesetzten Lösungen umsetzen, weil ihnen einige grundlegende Zero-Trust-Prinzipien fehlen. Die vollständigen Ergebnisse und wichtigsten Erkenntnisse finden Sie auf dem Fortinet Blog.

Hier die wichtigsten Erkenntnisse der Studie:

Laut des FortiGuard Labs Threat Landscape Report nimmt das Volumen von Angriffen auf Einzelpersonen, Unternehmen und verstärkt auch auf kritische Infrastrukturen zu. Zudem sind diese Angriffe immer ausgefeilter. Unternehmen sind daher auf der Suche nach Lösungen, um sich vor dieser Bedrohungslage zu schützen. Zero-Trust steht dabei ganz oben auf der Liste, jedoch aus mehreren Gründen. Darüber hinaus hat die Verlagerung zum ortsunabhängigen Arbeiten insbesondere Zero Trust Network Access (ZTNA) in den Fokus gerückt. Unternehmen müssen nun wichtige Daten von Mitarbeitern sichern, die sich von unzureichend geschützten Heimnetzwerken aus verbinden.

Die Studie zeigt, dass eine gewisse Unklarheit darüber herrscht, was eine vollständige Zero-Trust-Strategie ausmacht. So gaben die Befragten an, die Konzepte Zero-Trust (77 Prozent) und ZTNA (75 Prozent) zu verstehen. Mehr als 80 Prozent der Befragten erklärten, bereits eine Zero-Trust- und/oder ZTNA-Strategie zu verfolgen oder deren Einführung zu planen. Dennoch ist laut eigener Aussage die Hälfte der Befragten nicht in der Lage, zentrale Zero-Trust-Funktionen zu implementieren. Fast 60 Prozent meinten sogar, dass sie nicht über die erforderlichen Möglichkeiten verfügten, die Authentifizierung von Nutzern und Geräten kontinuierlich zu gewährleisten. Mehr als jeder zweite Befragte (54 Prozent) hat zudem Schwierigkeiten, das Monitoring der Nutzer nach der Authentifizierung abzudecken.

Diese Diskrepanz gibt Anlass zur Besorgnis, da es sich bei diesen Funktionen um grundlegende Prinzipien des Zero-Trust-Konzepts handelt. Dies wirft sogar die Frage auf, wie die tatsächliche Implementierung in den verschiedenen Unternehmen aussieht. Zur Verwirrung tragen auch die Begriffe "Zero Trust Access" und "Zero Trust Network Access" bei, die manchmal synonym verwendet werden.

Zero-Trust als oberste Priorität – aus unterschiedlichen Gründen

Wichtigster Grund für einen Einsatz von Zero-Trust ist die "Minimierung der Auswirkungen von Sicherheitsverstößen und Eindringlingen", dicht gefolgt von "Sicherung des Fernzugriffs" sowie der "Gewährleistung der Kontinuität des Geschäftsbetriebs oder der Unternehmensziele". Weitere Angaben umfassen die "Verbesserung des Benutzererlebnisses" und die "Flexibilität, Sicherheit an jedem Ort zu gewährleisten".

Als wichtigsten Vorteil von Zero-Trust wird von Befragten die "Sicherheit über die gesamte digitale Angriffsfläche" gesehen, gefolgt von einer "besseren Benutzererfahrung beim Fernzugriff (VPN)".

Die überwiegende Mehrheit der Befragten ist der Meinung, dass Zero-Trust-Sicherheitslösungen unbedingt in die bestehende Infrastruktur integriert werden sollten. Zudem müssen sie sowohl in der Cloud als auch in On-Premises-Umgebungen funktionieren und auf der Anwendungsebene sicher sein. Allerdings gaben mehr als 80 Prozent der Befragten an, dass die Implementierung einer Zero-Trust-Strategie in einem umfangreichen Netzwerk eine Herausforderung sei. Zu den größten Hindernissen für Unternehmen, die noch keine Strategie haben oder planen, gehört der Mangel an qualifizierten Fachkräften, wobei 35 Prozent der befragten Unternehmen andere IT-Strategien nutzen, um Zero-Trust zu erreichen.

"Angesichts einer sich ständig weiter entwickelnden Bedrohungslandschaft, der Umstellung auf ortsunabhängiges Arbeiten und der Notwendigkeit, Anwendungen in der Cloud sicher zu verwalten, ist der Übergang von implizitem Vertrauen zu Zero-Trust für Unternehmen von größter Bedeutung," erklärt John Maddison, EVP of Products and CMO bei Fortinet. "Unsere Umfrage zeigt, dass die meisten Unternehmen zwar über irgendeine Art von Zero-Trust-Strategie verfügen, jedoch keine ganzheitliche Strategie verfolgen und Schwierigkeiten haben, einige grundlegende Zero-Trust-Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren. Eine effektive Lösung erfordert einen Ansatz mit einer Cybersecurity-Mesh-Plattform, um so alle grundlegenden Zero-Trust-Prinzipien in der gesamten Infrastruktur zu berücksichtigen, einschließlich Endpunkt, Cloud und On-Premises. Andernfalls ist das Ergebnis nur eine partielle, jedoch nicht integrierte Lösung, der es an umfassender Transparenz mangelt."

Über den Zero-Trust-Report

Die Studie basiert auf einer weltweiten Umfrage unter IT-Entscheidungsträgern, die einen Überblick gibt, wie weit die Unternehmen auf ihrem Weg zu Zero-Trust sind. Die Umfrage soll ein besseres Verständnis der folgenden Punkte geben:

Wie gut ist das Verständnis von Zero-Trust und ZTNA?

Was sind die von den Befragten empfundenen Vorteile und Herausforderungen bei der Umsetzung einer Zero-Trust-Strategie?

Umsetzung und Elemente einer Zero-Trust-Strategie

Die Umfrage wurde im September 2021 unter 472 IT- und Sicherheitsverantwortlichen aus 24 verschiedenen Ländern durchgeführt, die nahezu alle Branchen, einschließlich des öffentlichen Sektors, repräsentieren.

(Fortinet: ra)

eingetragen: 16.02.22
Newsletterlauf: 28.03.22

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Meldungen: Unternehmen

Meilenstein in der Entwicklung von Arctic Wolf

Arctic Wolf, Unternehmen im Bereich Security Operations, gibt den Abschluss ihrer Wandelanleihe im Gesamtwert von 401 Millionen Dollar bekannt. Geleitet wurden die Verhandlungen von Owl Rock, einer Abteilung von Blue Owl Capital, mit Beteiligung neuer und bestehender Investoren einschließlich Viking Global Investors, dem Ontario Teachers' Pension Plan und Neuberger Berman, LLC.

Ein deutlich erweitertes Vertriebsgebiet

Die Infinigate Group, europäischer Value-Added Distributor (VAD) für Cybersecurity-Lösungen, gab die Übernahme des im Mittleren Osten marktführenden VAD Starlink bekannt. Der in Dubai beheimatete Distributor ist in den Bereichen Cybersecurity, sowie sichere Cloud- und Netzwerklösungen der Branchenprimus in der Region Mittlerer Osten und Afrika (MEA).

Cyber-Restrisiken auslagern können

Die Nachrichten über Cyber-Attacken sind mittlerweile allgegenwärtig und haben auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu einer Sensibilisierung für den Bereich Informationssicherheit beigetragen. In vielen Fällen reagieren Unternehmen mit einem hohen Maß an technischen IT-Sicherheitsmaßnahmen – ohne jedoch die eigentlichen Risiken und deren Auswirkungen auf das Unternehmen zu kennen.

vxIntel-Team wird Teil der Arctic Wolf Labs

Arctic Wolf, Anbieterin von Security Operations, gibt die Übernahme von vxlntel, Anbieterin von Cyber Threat Intelligence bekannt. Die Malware Intelligence Plattform von vxIntel analysiert derzeit über 500.000 Dateien pro Tag und über 10 Terabyte Daten pro Monat aus über 100 globalen Datenquellen. Der enorme Umfang der Plattform hat dazu beigetragen, dass das Unternehmen eine der größten Malware-Datenbanken der Welt aufgebaut und sich zu einer wichtigen Threat-Intelligence-Quelle für Organisationen, Regierungsbehörden und führenden Cybersicherheitsunternehmen auf der ganzen Welt entwickelt hat.

Daten schützen und Business Continuity absichern

Rubrik, Unternehmen für Zero Trust Data Security, gibt die Überschreitung seines jährlich wiederkehrenden Umsatzes (ARR) aus Software-Abonnements von bisher 400 Millionen USD bekannt – im Jahresvergleich stieg dieser um über 100 Prozent. Zudem hat Rubrik eine Netto-Dollar-Bindungsrate von mehr als 140 Prozent erreicht – ein Zeichen für die starke Bindung und das Wachstum von Rubrik.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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