Unzureichender Schutz von Druckern

Neue Studie von Sharp: Gefährlicher Leichtsinn im Umgang mit Bürodruckern

Hacker nutzen immer das schwächste Glied im System



Effiziente Prozesse, Flexibilität, Umsatzsteigerung – die Liste der positiven Effekte durch die digitale Transformation in Unternehmen ist lang. Das Thema IT-Sicherheitsrisiken rund um die zunehmende Vernetzung wird dabei meist nur am Rand behandelt. Wie es um das Sicherheitsbewusstsein in deutschen Büros tatsächlich steht, zeigt eine aktuelle Studie von Sharp mit Fokus auf einem scheinbar harmlosen Gerät, das aus keinem Büro wegzudenken ist: dem Drucker.

Sicherheit – Fehlanzeige! Drucker fristen ein Schattendasein

Sie arbeiten eher im Hintergrund und sind doch ein essentieller Bestandteil der modernen Arbeitswelt: Vernetzte, hocheffiziente Drucker straffen nicht nur verwaltungsintensive Prozesse, sondern schaffen die entscheidende Verbindung zwischen analoger und digitaler Arbeitswelt. Die digitale Transformation in Unternehmen wird so überhaupt erst ermöglicht. Gerade diese Schlüsselposition macht Drucker jedoch zu einem bevorzugten Angriffsziel für Hacker.

Welche Gefahren bei unzureichendem Schutz von Druckern ausgehen können, ist den meisten Unternehmen und ihren Angestellten kaum bewusst: Im Rahmen der Studie von Sharp sehen 91 Prozent der Befragten in den komplexen Systemen kein ernstzunehmendes IT-Sicherheitsrisiko. Nur einer von zehn Angestellten (9 Prozent) ist sich überhaupt darüber im Klaren, dass netzwerkfähige Drucker ein Einfallstor für Hacker darstellen.

Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) gab an, noch nie eine Schulung oder Weiterbildung zum Thema sicheres Drucken und Scannen erhalten zu haben. 68 Prozent der Studienteilnehmer berichten, dass in ihrem Unternehmen kein spezielles Authentifizierungsverfahren für den Zugang zum Drucker zum Einsatz kommt: Auch auswärtige Personen können jederzeit auf das Gerät zugreifen.

Eine Frage der Branche?

Das Problem zieht sich in starker Ausprägung durch alle Branchen. Auffallend weit vorne liegt dabei das Personalwesen: 90 Prozent der Befragten aus diesem Bereich bestätigen, dass in ihrem Unternehmen jeder den Drucker frei nutzen kann. Mit einigem Abstand folgen die Kommunikationsbranche (60 Prozent) und – trotz Wissensvorsprung beim Thema IT-Sicherheit – der IT- und Telekommunikationssektor (59 Prozent). Auch das Alter der Büroangestellten spielt eine Rolle: So wissen etwa 52 Prozent der 16- bis 24-Jährigen, dass Scans ohne ausreichende Sicherheitsvorkehrungen von Hackern abgefangen werden können. Bei den 45- bis 54-Jährigen ist dieses Wissen nur noch zu 28 Prozent verbreitet.

Als Reaktion auf die Studienergebnisse hat Sharp gemeinsam mit dem ethischen Hacker Jens Müller einen kostenlosen Leitfaden zum Thema Datensicherheit bei MFPs entwickelt. Die darin enthaltenen Tipps und Lösungsansätze richten sich besonders an kleine und mittlere Unternehmen.

Harte Konsequenzen

"Moderne Multifunktionssysteme können weit mehr als Drucken und Scannen", so Jens Müller. "Sie sind an das Firmennetzwerk angeschlossen, kommunizieren mit anderen Anwendungen und assistieren damit bei einer Vielzahl von Aufgaben, die am Arbeitsplatz anfallen. Bei unzureichendem Schutz stellen sie damit ein perfektes Ziel für Hacker dar. Diese haben es in der Regel nicht nur auf sensible Daten aus Druck-, Scan- und Faxaufträgen abgesehen – vielmehr nutzen sie den Drucker als Einfallstor, um sich unbemerkt im ganzen Unternehmensnetzwerk auszubreiten. Ein solcher Sicherheitsvorfall kann schwerwiegende rechtliche Konsequenzen und Schäden in Milliardenhöhe nach sich ziehen."

Wichtigste Maßnahme: Bewusstsein schaffen

Torsten Bechler, Manager Product Marketing Sharp Business Systems Deutschland, ergänzt: "Hacker nutzen immer das schwächste Glied im System. Mit vergleichsweise geringem Aufwand lässt sich sicherstellen, dass es nicht ausgerechnet ein Schlüsselsystem wie der Drucker ist. Besonders wichtig ist dabei – neben der technischen Komponente – die Aufklärung und Stärkung des Risikobewusstseins bei den eigenen Mitarbeitern: Verbindliche Richtlinien und Awareness-Trainings zur Nutzung der Multifunktionsgeräte helfen, eine durchgängige Sensibilität für Risiken und sicherheitskonformes Verhalten zu schaffen. Unser Security Guide hilft insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen, die grundlegendsten Maßnahmen Schritt für Schritt umzusetzen." (Sharp Business Systems – SBS: ra)

eingetragen: 29.08.20
Newsletterlauf: 14.10.20

Sharp Business Systems: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

Meldungen: Studien

Vom Babuk-Quellcode zu benutzerdefinierten Darkside-Listen

Venafi stellte die Ergebnisse einer Dark-Web-Untersuchung zu Ransomware vor, die über bösartige Makros verbreitet wird. Im Rahmen der Untersuchung, die in Zusammenarbeit mit dem "Criminal Intelligence"-Dienstleister Forensic Pathways zwischen November 2021 und März 2022 durchgeführt wurde, wurden 35 Millionen Dark-Web-URLs, darunter Marktplätze und Foren, mithilfe der Forensic Pathways Dark Search Engine analysiert.

Ransomware-Angriffe verursachen weiterhin enorme Kosten

Arcserve veröffentlicht erste Ergebnisse ihrer jährlichen, unabhängigen und globalen Studie zu den aktuellen Erfahrungen und Einstellungen von IT-Entscheidungsträgern zum Thema Datenschutz und -wiederherstellung. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass Ransomware-Angriffe nach wie vor hohe Kosten für Unternehmen weltweit verursachen und dass Unternehmen nach wie vor weitgehend unvorbereitet sind.

Fast jedes Unternehmen in der Finanzbranche betroffen

Es geht nicht darum, ob ein Finanzinstitut von einem Cyberangriff getroffen wird – sondern wie. Eine aktuelle Studie der Bug-Bounty-Plattform YesWeHack in Zusammenarbeit mit Foundry zeigt den Status Quo in Sachen Cyberattacken auf Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister der DACH-Region.

Rückstände bei Zero Trust

IBM Security veröffentlichte die alljährliche "Cost of a Data Breach"-Studie 2022. Daraus geht hervor, dass Datenschutzverletzungen kostspieliger und folgenschwerer sind als je zuvor, wobei die durchschnittlichen Kosten einer Datenschutzverletzung für die befragten Unternehmen mit 4,35 Millionen US-Dollar einen neuen Höchststand erreicht haben.

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>


Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.