- Anzeige -


Interne Schwachstellen im Blickpunkt


Studie: Umfassende Zugriffsrechte von Mitarbeitern bringen sensible Daten in Gefahr
Insider mit zu vielen Berechtigungen als wahrscheinliche Ursache von Datenlecks

(07.01.15) - Trotz der steigenden Anzahl von Sicherheitsvorfällen, die im Fokus der Öffentlichkeit stehen, gaben im Rahmen einer neuen Studie 71 Prozent der befragten Mitarbeiter an, auf Daten zugreifen zu können, die nicht für ihre Augen bestimmt seien. Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer sagte, dass dies häufig oder sehr häufig der Fall sei.

Während die Aufmerksamkeit bisher auf raffinierten Attacken von außen lag, rücken in letzter Zeit interne Schwachstellen und unachtsames Verhalten in den Blickpunkt. Eine aktuelle, von Varonis Systems, Inc. in Auftrag gegebene und vom Ponemon Institute durchgeführte Studie zeigt: Die meisten Organisationen haben Schwierigkeiten damit, die Balance zwischen dem Bedarf an mehr Sicherheit und hohen Produktivitätsanforderungen zu finden. Mitarbeiter mit zu großzügig vergebenen Zugriffsrechten sind ein wachsendes Risiko für Organisationen, weil sensible oder kritische Daten auf diese Weise sowohl versehentlich als auch absichtlich offengelegt werden können.

Der Studienreport "Data: A Protected Asset or a Ticking Time Bomb?" (Daten: ein geschützter Vermögenswert oder eine tickende Zeitbombe?) basiert auf Interviews, die im Oktober 2014 mit 2.276 Mitarbeitern in Deutschland, Frankreich, den USA und dem Vereinigten Königreich geführt wurden. Zu den Studienteilnehmern gehörten 1.166 IT-Mitarbeiter und 1.110 Endnutzer aus Organisationen mit einigen Dutzend bis mehreren zehntausend Mitarbeitern aus unterschiedlichen Branchen, darunter Finanzdienstleistungen, öffentlicher Sektor, Gesundheitswesen und Pharmabranche, Handel, Industrie sowie Technologie und Software.

Dr. Larry Ponemon, Vorsitzender und Gründer des Ponemon Institute, eines führenden Forschungszentrums für Richtlinien beim Datenschutz und in der Informationssicherheit: "Die Zahl der Sicherheitsvorfälle nimmt dramatisch zu. Der enorme Anstieg digitaler Informationen wie auch unsere Abhängigkeit davon kann dazu führen, dass Organisationen mit dem Schutz ihrer sensiblen Daten überfordert sind. Diese Studie bringt einen wichtigen Faktor ans Licht, der häufig übersehen wird: Mitarbeiter haben gewöhnlich Zugriff auf zu viele Daten und auf weit mehr, als sie zur Ausführung ihrer Tätigkeit benötigen. Wenn diese Berechtigungen nicht nachverfolgt oder kontrolliert werden, kann eine Attacke, bei der Hacker sich Zugang zu Mitarbeiterkonten verschaffen, verheerende Folgen haben."

Fehlende Kontrolle und Datenwachstum behindern Produktivität
Sowohl IT-Experten als auch Endnutzer bemerken eine mangelnde Kontrolle von Zugriffsrechten der Mitarbeiter und bei der Verwendung von Unternehmensdaten. Beide Gruppen stimmen in ihrer Einschätzung überein, dass ihre Organisationen eher Sicherheitsrisiken ignorieren, anstatt die Produktivität dafür zu opfern. Nur 22 Prozent der befragten Mitarbeiter glaubten, dass ihre Organisation insgesamt sehr hohen Wert auf den Schutz von Unternehmensdaten lege. Weniger als die Hälfte der Studienteilnehmer waren der Ansicht, dass Sicherheitsrichtlinien hinsichtlich der Nutzung und des Zugriffs auf Unternehmensdaten in ihrer Organisation rigoros umgesetzt würden. Zudem wirkt sich das enorme Wachstum von Geschäftsdaten bereits jetzt negativ auf die Produktivität aus. Für die Mitarbeiter ist es dadurch schwieriger, die Daten zu finden, die sie wirklich benötigen und auf die sie zugreifen können sollten sowie die entsprechenden Daten mit Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern auszutauschen.

Weitere wichtige Ergebnisse aus den Bereichen Kontrolle/Überwachung:

>> 71 Prozent der Endnutzer gaben an, dass sie Zugriff auf Unternehmensdaten haben, die eigentlich nicht für ihre Augen bestimmt sind.
>> 54 Prozent dieser Endnutzer mit zu weit gefassten Zugriffsrechten gaben an, dass dies häufig oder sehr häufig vorkommt.
>> Vier von fünf IT-Mitarbeitern (80 Prozent) sagten, dass ihre Organisation das Prinzip der geringsten Rechtevergabe (beziehungsweise das Need-to-know-Prinzip) nicht rigoros durchsetze.
>> Nur 22 Prozent der Mitarbeiter gaben an, dass ihre Organisation ihnen erklären könne, was mit verlorenen Daten, Dateien oder E-Mails passiert sei.
>> 48 Prozent der IT-Mitarbeiter sagten, dass sie den Endnutzern die Verwendung öffentlicher Dateisynchronisierungsdienste in der Cloud erlauben oder dass keine Genehmigung erforderlich sei.
>> 73 Prozent der Endnutzer waren der Ansicht, dass die steigende Zahl von E-Mails, Präsentationen, Multimediadateien und aller Arten von Unternehmensdaten ihnen das Auffinden und Verwenden von Daten in der Vergangenheit bereits deutlich erschwert hat oder dies noch immer der Fall ist.
>> 43 Prozent der Endnutzer sagten, dass die Erteilung von Zugriffsrechten für Daten, die sie für ihre Tätigkeit benötigen, Wochen, Monate oder sogar länger dauere. Lediglich 22 Prozent gaben an, dass der Zugang in der Regel innerhalb von Minuten oder Stunden gewährt werde.
>> 60 Prozent der IT-Experten gaben an, dass es für die Mitarbeiter schwierig oder sehr schwierig sei, Unternehmensdaten oder Dateien zu finden, die sie oder ihre Kollegen erstellt hätten und die nicht auf ihren eigenen Computern gespeichert seien.
>> 68 Prozent der Endnutzer gaben an, dass es schwierig oder sehr schwierig sei, Daten oder Dateien mit Geschäftspartnern wie Kunden oder Lieferanten auszutauschen.

Internen Schwachstellen auf der Spur
Laut Studie sind sich IT-Mitarbeiter und Endnutzer darüber einig, dass die Gefährdung von Mitarbeiterkonten, die wiederum zu Sicherheitsvorfällen durch externe Hacker führen könne, wahrscheinlich durch Insider mit zu vielen Zugriffsrechten verursacht werden. Dabei wissen diese Mitarbeiter häufig gar nicht, welches Risiko sie darstellen. 50 Prozent der Endnutzer und 74 Prozent der IT-Mitarbeiter glaubten, dass Insider die wahrscheinlichste Ursache von Datenlecks seien, ohne dass sich die Mitarbeiter dessen bewusst sind. Und nur 47 Prozent der IT-Experten gehen davon aus, dass die Mitarbeiter in ihrer Organisation angemessene Maßnahmen ergreifen, um die von ihnen verwendeten Unternehmensdaten zu schützen. Wenn Berechtigungsmanagement- und Auditing-Funktionen nicht zur Verfügung stehen, sind allzu großzügig vergebene Zugriffsrechte von Mitarbeitern und deren mangelndes Sicherheitsbewusstsein ein zunehmend größeres Risiko für Unternehmensdaten.

Weitere wichtige Ergebnisse zu den Ursachen von Sicherheitsvorfällen:

>> 76 Prozent der Endnutzer antworteten, dass ihre Tätigkeit die Verwendung kritischer Informationen wie Kundendaten, Personalakten, Finanzberichte und vertrauliche Geschäftsdokumente erfordere.
>> 38 Prozent der Endnutzer berichteten, dass sie und ihre Kollegen "zahlreiche Daten" sehen könnten, auf die sie ihrer Meinung nach keinen Zugriff haben sollten.
>> Nur 47 Prozent der IT-Experten gaben demgegenüber an, dass Endnutzer in ihrer Firma geeignete Maßnahmen ergreifen, um die von ihnen verwendeten Unternehmensdaten zu schützen.
>> 76 Prozent der Endnutzer waren der Ansicht, dass die Übertragung von Arbeitsdokumenten auf privat genutzte Geräte unter gewissen Umständen akzeptabel sei. Dem stimmten allerdings nur 13 Prozent der IT-Experten zu.
>> 49 Prozent der IT-Mitarbeiter erachteten es als wenig wahrscheinlich oder ausgeschlossen, dass ihre Organisation bei einem unerwarteten Verlust oder einer Veränderung von Dokumenten, Dateien oder E-Mails nachvollziehen könne, was passiert sei.
>> 67 Prozent der IT-Mitarbeiter gaben an, dass in ihrem Unternehmen in den letzten zwei Jahren Unternehmensdaten verloren gegangen oder gestohlen worden seien. Dagegen glaubten das nur 44 Prozent der Endnutzer.

Yaki Faitelson, Mitgründer und CEO von Varonis, sagte: "Diese Ergebnisse sollten alle Unternehmen wachrütteln, die Informationen über Kunden, Mitarbeiter oder Geschäftspartner speichern also heutzutage praktisch alle Unternehmen und Institutionen. Bisher lag der Fokus sehr stark auf dem Perimeter-Schutz, und hier sind hohe Investitionen getätigt worden. Doch die entscheidenden Sicherheitsfaktoren zum Schutz der Daten von innen die Steuerung und Überwachung von Zugriffsrechten werden häufig außer Acht gelassen. Unnötige Berechtigungen in Kombination mit fehlender Überwachung führen unweigerlich zur Katastrophe. Und noch etwas hat sich gezeigt. Wenn Daten mangelhaft kontrolliert und überwacht werden, beeinträchtigt das auch die Produktivität der Mitarbeiter. Für sie ist es problematisch Daten aufzufinden, Zugriffsrechte zu erhalten sowie Informationen einfach und sicher mit Geschäftspartnern auszutauschen. Varonis unterstützt tausende Unternehmen weltweit dabei, diese Herausforderungen zu meistern, so dass Risiken nicht nur drastisch gesenkt werden, sondern Mitarbeiter gleichzeitig produktiver und effizienter arbeiten." (Varonis: ra)

Varonis Systems: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Studien

Ransomware und Lösegeldforderungen auf Rekordniveau

Nach einer Analyse des weltweit führenden Technologie-Dienstleisters NTT Ltd. erreichen Ransomware-Attacken ein neues Rekordniveau: Bis zum Jahresende müssen sich Unternehmen alle elf Sekunden auf einen Angriff mit Erpresser-Schadsoftware einstellen. Außerdem verwenden Cyberkriminelle verbesserte Techniken wie Ransomware-as-a-Service, erpressen ihre Opfer in zweifacher Hinsicht und wollen immer höhere Lösegeldsummen. Wie aus dem aktuellen Global Threat Intelligence Report (GTIR) von NTT Ltd. hervorgeht, steigt seit Jahresanfang der Anteil von Ransomware-Attacken dramatisch an. Bis Ende 2021 sollen sie einen Anteil von zwölf Prozent von allen Malware-Angriffen ausmachen. Sollte dieses Szenario eintreten, entspräche dies einer Vervierfachung von Erpresser-Malware innerhalb von zwei Jahren. Laut NTT kommen andere Analysten zu ähnlichen Einschätzungen, wobei die Bandbreite des Anstiegs zwischen 50 und 350 Prozent liegt. Dieser globale Trend gilt auch für deutsche Unternehmen. Wie der Branchenverband Bitkom kürzlich im Rahmen einer Studie herausgefunden hat, haben sich hierzulande die durch solche Attacken verursachten Schäden gegenüber den Vorjahren mehr als vervierfacht.

Ransomware-Bedenken weltweit konsistent

Fortinet veröffentlichte ihren "Global State of Ransomware Report 2021". Die Umfrage zeigt, dass sich die meisten Unternehmen mehr Sorgen um Ransomware machen als um andere Cyber-Bedrohungen. Die Mehrheit der befragten Unternehmen gibt an, auf einen Ransomware-Angriff vorbereitet zu sein, unter anderem durch Cyber-Schulungen für Mitarbeiter, Plänen zur Bewertung von Risiken und Cybersicherheits-Versicherungen. Jedoch gibt es eine deutliche Lücke bei den von vielen Befragten als wesentlich erachteten technologischen Lösungen zum Schutz vor Bedrohungen und der Technologie, die am besten gegen die am häufigsten gemeldeten Methoden zum Eindringen in ihre Netzwerke schützt. Bei den Technologien, die als wesentlich angesehen werden, sehen die Unternehmen die größten Herausforderungen bei Remote-Mitarbeitern und -Geräten, wobei Secure Web Gateway, VPN und Network Access Control ganz oben auf der Liste stehen. Obwohl es sich bei ZTNA um eine neue Technologie handelt, kann sie als Ersatz für die herkömmliche VPN-Technologie angesehen werden. Am besorgniserregendsten ist jedoch die geringe Bedeutung, die der Segmentierung beigemessen wird (31 Prozent), einer kritischen Technologielösung, die Eindringlinge daran hindert, sich lateral durch das Netzwerk zu bewegen, um auf wichtige Daten und geistiges Firmeneigentum zuzugreifen. Auch UEBA und Sandboxing spielen eine wichtige Rolle bei der Erkennung von Eindringlingen und neuen Malware-Stämmen, finden sich aber jeweils weiter unten auf der Liste. Mit 33 Prozent geben zudem überraschend wenige der Befragten das sichere E-Mail-Gateway an, obwohl Phishing als gängige Einstiegsmethode von Angreifern genannt wird.

Angriffswege und -szenarien bei Connected Cars

Trend Micro hat eine neue Studie zur Cybersicherheit in vernetzten Fahrzeugen veröffentlicht. Diese unterstützt Hersteller, Zulieferer, Behörden und Dienstleister dabei, die neue UN-Regelung zur Cybersicherheit von vernetzten Fahrzeugen umzusetzen. Zudem analysiert sie auch Cyber-Risiken, die in den aktuellen Vorgaben noch nicht berücksichtigt werden. Das Weltforum für die Harmonisierung von Fahrzeugvorschriften (World Forum for Harmonization of Vehicle Regulations, Working Party/WP.29) der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (United Nations Economic Commission for Europe, UNECE) ist für die Regulierung der Fahrzeugsicherheit weltweit zuständig. Ihre aktuelle Verordnung enthält sieben übergeordnete sowie 30 untergeordnete Beschreibungen von Schwachstellen und Bedrohungen. Darunter befinden sich zudem Beschreibungen von 69 Angriffsvektoren. Diese Regelungen in Verbindung mit den neuen Studienergebnissen von Trend Micro werden die Automobilindustrie dabei unterstützen, Cyber-Risiken in vernetzten Fahrzeugen besser zu verstehen und Abwehrmaßnahmen zu priorisieren. Um Hersteller, Zulieferer, Behörden und Dienstleister bei der Priorisierung der von WP.29 beschriebenen Bedrohungen und Angriffsvektoren zu unterstützen, berechneten die Experten von Trend Micro die Dringlichkeitsstufen der einzelnen Angriffsvektoren anhand des branchenüblichen DREAD-Bedrohungsmodells.

Das Angriffsszenario hat sich verändert

Unternehmen sind immer häufiger von Cybersicherheitsvorfällen bei Lieferanten betroffen, mit denen sie Daten austauschen, wie der aktuelle IT Security Economics Report von Kaspersky zeigt. Die durchschnittlichen finanziellen Auswirkungen eines Vorfalles für ein Großunternehmen in Europa beliefen sich im vergangenen Jahr auf zwei Millionen US-Dollar und sind damit die kostspieligste Art von Vorfällen. Geschäftsdaten sind in der Regel über mehrere Drittparteien verteilt, darunter Dienstleister, Partner, Lieferanten und Tochtergesellschaften - weswegen Cyberkriminelle immer öfter genau diese attackieren. Daher müssen Unternehmen nicht nur die Cybersicherheitsrisiken berücksichtigen, die ihre eigene IT-Infrastruktur betreffen, sondern auch solche, die von außerhalb des eigenen Unternehmens kommen können. Laut der Kaspersky-Umfrage war mehr als ein Viertel (28 Prozent) der großen Unternehmen in Europa von Angriffen auf Daten betroffen, die mit Zulieferern geteilt wurden. Diese Zahl hat sich seit dem Jahr 2020 (damals lag sie bei 29 Prozent) nicht wesentlich verändert. Auch die finanziellen Auswirkungen sind die gleichen wie im Vorjahr, nämlich zwei Millionen Dollar.

Sichere Alternativen für den Log-in-Vorgang

Mit zunehmender Digitalisierung des täglichen Lebens sinkt die Geduld der Menschen bei Online-Aktivitäten. Laut einer aktuellen Umfrage von Ping Identity sind Verbraucher weltweit immer weniger dazu bereit, fehlenden digitalen Komfort hinzunehmen. Marken und Hersteller, denen es nicht gelingt, die richtige Balance zwischen Benutzerfreundlichkeit und Datensicherheit zu finden, laufen Gefahr, Kunden an die Konkurrenz zu verlieren. Die zentralen Ergebnisse der Studie für Deutschland im Überblick: Verbraucher erwarten einfachen und schnellen Zugang zu digitalen Anwendungen. 66 Prozent haben schon einmal einen Online-Account gelöscht oder gar nicht erst angelegt, weil das Aufsetzen oder die Nutzung des Accounts aus unterschiedlichen Gründen nicht zufriedenstellend waren. So gaben 34 Prozent an, dass zu viele persönliche Informationen abgefragt wurden. Für 28 Prozent war die Eingabe der Benutzerinformationen zu zeitaufwändig und für 20 Prozent lag der Grund in zu vielen Sicherheitsstufen. 45 Prozent nutzte einen Onlinedienst nicht länger, weil das Einloggen als frustrierend empfunden wurde. 53 Prozent würden zu einem konkurrierenden Online-Angebot wechseln, vorausgesetzt das Identitäts- und Zugriffsmanagement funktioniert dort wesentlich einfacher.

- Anzeigen -

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>


Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

- Anzeige -

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.