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Phreaking: Unbefugter Zugriff auf Telefonsysteme


Hacking der gebührenfreie Weg zum Telefonieren: Wie Sie sich vor dem Milliarden-Verbrechen schützen, das große und kleine Unternehmen gleichermaßen trifft
Telefon-Hacking und Gebührenbetrug: Die Hacker dringen über Port-Scans, einfache Brute-Force-Angriffe oder ausgefeilte Social-Engineering-Techniken in die Systeme ein

(16.02.15) - "Phreaking", der unbefugte Zugriff auf Telefonsysteme, ist seit mehr als vier Jahrzehnten ein gutes Geschäft. Es wird geschätzt, dass der Schaden, der weltweit durch Gebührenbetrug entsteht, mehr als viermal so groß ist wie der Schaden durch Kreditkartenbetrug. Es geht längst nicht mehr um Scherze von Studenten und Witzbolden, sondern um eine wachsende, gut organisierte kriminelle Aktivität, die die betroffenen Unternehmen jedes Jahr Milliarden kostet. Benjamin Lay, Manager Produktmarketing KMU, Alcatel-Lucent Enterprise erläutert die wichtigsten Risikofaktoren, durch die sich ein Unternehmen dem Gebührenbetrug aussetzt, und die Schritte, mit denen sie ihre Kommunikationssysteme sichern können.

Allein das Hacking von Telefonanlagen verursacht nach Schätzungen der Communications Fraud Control Association (CFCA) jährlich einen Schaden von rund 4,4 Milliarden Dollar.

Unter Gebührenbetrug versteht man die unbefugte Nutzung eines Telekommunikationssystems durch Hacker, die in das System eindringen und riesige Summen für Ferngespräche oder für Anrufe bei kostenfreien, von ihnen kontrollierten Rufnummern verursachen. Das organisierte Verbrechen nutzt dabei die Tatsache aus, dass die meisten Unternehmen zwar ihre Netzwerke und PCs wirksam gegen Angriffe von außen schützen, bei ihren Kommunikationssystemen aber wesentlich nachlässiger sind, was sie zu einem leichten Ziel macht.

Die Kosten können erheblich sein, da diese Art von Betrug bei Unternehmen jeder Größenordnung möglich ist und die Risiken mit der schnell wachsenden Verbreitung von VoIP-Kommunikation in den Unternehmen steigen. Nach Untersuchungen der CFCA sind die Verluste durch Gebührenbetrug seit 2011 um 15 Prozent gestiegen. Die Ursachen hierfür liegen auch in der Verfügbarkeit von Gebrauchsanweisungen und Video-Anleitungen zum Gebührenbetrug, die über die sozialen Netzwerke verbreitet werden, und in dem relativ geringen technischen Know-how, das für das Eindringen in schlecht geschützte Kommunikationssysteme ausreicht.

Die Telefonkarte der Betrüger
Die Hacker dringen über Port-Scans, einfache Brute-Force-Angriffe oder ausgefeilte Social-Engineering-Techniken in die Systeme ein. Unternehmen bemerken häufig erst, dass sie Opfer von Gebührenbetrug geworden sind, wenn ihnen eine Rechnung ins Haus flattert. Anzeichen, auf die man achten sollte: viele Anrufe zu internationalen Nummern von derselben Nebenstelle aus, viele Anrufe außerhalb der Geschäftszeiten in Länder, mit denen das Unternehmen keine Geschäftskontakte unterhält, viele kurze Anrufe zu einer Premium-Rufnummer.

Risikobewertung
Ältere Systeme, überholte Sicherheitsrichtlinien und nachlässige Konfiguration insbesondere bei der Integration von VoIP-Telefonen sind die drei wichtigsten Risikofaktoren. Sie werden von den Unternehmen oft übersehen, setzen sie aber unmittelbar dem sehr realen Risiko aus, Opfer von Telefon-Hacking und Gebührenbetrug zu werden.

Wie kann ein Unternehmen feststellen, ob es gefährdet ist? Beantworten Sie die folgenden Fragen.
Wenn Sie auch nur einmal mit "Ja" antworten, ist Ihr Unternehmen gefährdet.

>> Werden seit mehr als einem Jahr dieselben Passwörter verwendet?
>> Nutzen die Anwender Default-Passwörter für ihre Voice-Mail?
>> Sind Modems an den Kommunikationsserver angeschlossen?
>> Werden Telefondienste für Anwender außerhalb des Unternehmens bereitgestellt?
>> Hat es kürzlich personelle Veränderungen bei der Systemadministration gegeben?

Vorbeugung und Schutz
Wenn Sie Best Practices einführen wollen, um Gebührenbetrug wirksam zu verringern, sollten Sie diese Tipps beachten:

>> Werden Sie ein "Kontroll-Phreak" Sorgen Sie für starke Passwörter, überarbeiten Sie Ihre Passwort-Vorgaben. Nutzen Sie Anrufsperren, um ausgehende Anrufe auf die Geschäftszeiten zu beschränken. Verlangen Sie Passwort-Eingaben für Ferngespräche oder Anrufe bei Premium-Rufnummern. Implementieren Sie einen Schutz vor externer Weiterleitung. Ebenso wichtig: Überprüfen Sie die Zuständigkeiten und Administrationsrechte Ihrer Mitarbeiter.

>> Halten Sie Ihre Software auf dem neuesten Stand, installieren Sie Sicherheits-Updates Stellen Sie sicher, dass Sie von aktuellen Produkterweiterungen und technischen Entwicklungen profitieren, indem Sie Ihre Software immer auf dem neuesten Stand halten. Setzen Sie bewährte Vorgehensweisen (Best Practices) ein, und installieren Sie alle Sicherheitsupdates und Patches der Hersteller. Denken Sie daran, dass Hacker sich laufend weiterentwickeln. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie Ihre Systeme regelmäßig auf Schwachstellen und Sicherheitslücken untersuchen.

>> Schaffen Sie ein internes Bewusstsein Informieren Sie Ihre Mitarbeiter über grundlegende Sicherheitspraktiken, die rechtlichen und finanziellen Folgen von Gebührenbetrug und ihre jeweiligen Zuständigkeiten und Pflichten. Erinnern Sie sie an die Regeln zur Geheimhaltung, die es ihnen verbieten, technische Details über die Kommunikationssysteme weiterzugeben. Gelegentlich ist es auch hilfreich, interne Kampagnen zu entwickeln, die ein Bewusstsein für Gebührenbetrug schaffen und zur Meldung von ungewöhnlichem Vorgehen oder Verhalten bei den Telefondiensten auffordern.

Gebührenbetrug ist eine wachsende Bedrohung für die Unternehmen. Durch die Befolgung dieser einfachen Schritte können Sie es den Betrügern schwerer machen. Damit Ihr Kommunikationssystem kein einfaches Ziel ist. (Alcatel-Lucent: ra)

Alcatel-Lucent: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Tipps & Hinweise

Wenn OT und IT nicht miteinander reden

Die Vorzüge der Digitalisierung sollen auch in der Produktion und bei der Vernetzung von Maschinen zum Tragen kommen. Die Auflösung der Grenzen zwischen OT (Operational Technology) und IT schafft aber neue Herausforderungen in der Abwehr von Bedrohungen, etwa durch Cyberangriffe. NTT, ein IT-Dienstleistungsunternehmen, erklärt, vor welchen Herausforderungen Unternehmen dabei stehen. Die Digitalisierung der Produktion, angefangen bei MES (Manufacturing Execution System) über "intelligente" Maschinen und Anlagen bis hin zu digitalen Zwillingen, verändert Aufgaben und Zuständigkeiten. Während sich in den meisten Industrieunternehmen die IT-Abteilung um Soft- und Hardware, Kommunikationstechnologie und Bereiche wie CRM oder Analytics kümmert, ist das OT-Team für Produktions- und Industrieanlagen zuständig, die lange Zeit in sich geschlossene Systeme ohne Anbindung an das Internet waren. Durch die zunehmende Vernetzung gerät diese klare Aufgabenteilung ins Wanken – künftig müssen OT und IT eng zusammenarbeiten. Sicherheit für die OT-Umgebung stellt Unternehmen vor große Herausforderungen, weshalb sie die folgenden fünf Punkte im Blick behalten sollten.

KRITIS-Betreiber in der Pflicht

Smartphones und Tablets ermöglichen effizientes Arbeiten von unterwegs, bergen aber zahlreiche Gefahren. Virtual Solution erklärt, auf welche Risiken Behörden und kommunale Unternehmen unbedingt achten müssen. Das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 nimmt KRITIS-Betreiber noch stärker in die Pflicht – das betrifft natürlich auch die mobile Kommunikation der öffentlichen Hand. Wenn Angestellte von Stadtwerken, Verkehrsbetrieben oder Bauämtern fürs Arbeiten außerhalb der eigentlichen Dienststelle auf Smartphones oder Tablets zurückgreifen, steigen die Sicherheitsrisiken. Virtual Solution nennt die fünf größten Fallen: Keine Trennlinie zwischen dienstlich und privat. Immer öfter kommen in Behörden private Geräte zum Einsatz, die auch beruflich genutzt werden. Richtet dann ein Mitarbeiter auf seinem Smartphone ein Exchange-Konto ein, vermischen sich dienstliche mit privaten Daten und Kontakten. Richtig kritisch wird es, wenn sensible Dokumente in ausländischen Cloud-Diensten wie Dropbox abgelegt werden. Für Behörden wird es dann schwierig, die Richtlinien der DSGVO, Bestimmungen zum Urheberrecht oder Aufbewahrungspflichten einzuhalten. Das erforderliche Schutzniveau ist damit nicht mehr vorhanden.

Datenverluste beim Heim-NAS vermeiden

In vielen Haushalten steht heute ein NAS als zentraler Speicher für Daten aller Art. Neben dem Musik- und Videoarchiv lagern dort zumeist auch wichtige Dokumente sowie unzählige private Fotos und Videos, die für ihre Besitzer von unschätzbarem Wert sind und deren Verlust sehr schmerzen würde. Auf dem NAS wähnen die meisten Anwender die Daten sicher und gut geschützt – doch das sind sie nur, wenn man einige Grundregeln beachtet. Toshiba Electronics Europe erläutert, wie Anwender das Risiko von Datenverlusten bei ihrem Heim-NAS minimieren. Auf mindestens zwei Laufwerksschächte achten: Zwar existieren im Markt einige NAS-Systeme mit nur einem Laufwerksschacht, doch diese bieten keinerlei Schutz gegen Datenverluste bei einem Festplattenausfall. Zwei Laufwerksschächte sind für ein NAS das Minimum – und für die meisten Anwender auch völlig ausreichend. Geräte mit Platz für vier oder mehr Festplatten lohnen nur bei sehr großen Datenmengen oder hohen Performance-Anforderungen.

So werden Unternehmen das Passwort los

Es kann ein fataler Trugschluss sein, zu glauben, identifizierte Software-Schwachstellen seien nicht mehr gefährlich. Wer nun nachlässig ist und mit dem dringend notwendigen Schließen des Einfallstors zu warten gedenkt, da es momentan sehr viel Wichtigeres innerhalb der eigenen IT-Infrastruktur zu tun gebe, irrt gewaltig. Denn genau auf diese Nachlässigkeit setzen viele Hacker und schauen noch ein weiteres Mal dort nach, wo der Patch ausblieb. Hacker ziehen sich keineswegs ausschließlich aus den IT-Netzwerken zurück, um irgendwo anders nach neuen unbekannten Schwachstellen zu suchen. Selbst einige Jahre nach der Entdeckung von Schwachstellen ist die Anzahl der Systeme, die immer noch offen sind, alarmierend. Security-Experten von Barracuda analysierten kürzlich die Daten der Angriffe, die von Barracuda-Systemen in den letzten zwei Monaten abgewehrt wurden. Dabei fanden sie sowohl Hunderttausende automatisierter Scans und Angriffe als auch Tausende von Scans - täglich - für die kürzlich gepatchten Sicherheitslücken von Microsoft und VMware. Im Folgenden werden die Angriffsmuster näher betrachtet und Maßnahmen aufgezeigt, mit denen Unternehmen ihre Infrastruktur schützen können.

Befehlsinjektion vor SQL- und Command-Injection-Angriffen

Es kann ein fataler Trugschluss sein, zu glauben, identifizierte Software-Schwachstellen seien nicht mehr gefährlich. Wer nun nachlässig ist und mit dem dringend notwendigen Schließen des Einfallstors zu warten gedenkt, da es momentan sehr viel Wichtigeres innerhalb der eigenen IT-Infrastruktur zu tun gebe, irrt gewaltig. Denn genau auf diese Nachlässigkeit setzen viele Hacker und schauen noch ein weiteres Mal dort nach, wo der Patch ausblieb. Hacker ziehen sich keineswegs ausschließlich aus den IT-Netzwerken zurück, um irgendwo anders nach neuen unbekannten Schwachstellen zu suchen. Selbst einige Jahre nach der Entdeckung von Schwachstellen ist die Anzahl der Systeme, die immer noch offen sind, alarmierend. Security-Experten von Barracuda analysierten kürzlich die Daten der Angriffe, die von Barracuda-Systemen in den letzten zwei Monaten abgewehrt wurden. Dabei fanden sie sowohl Hunderttausende automatisierter Scans und Angriffe als auch Tausende von Scans - täglich - für die kürzlich gepatchten Sicherheitslücken von Microsoft und VMware. Im Folgenden werden die Angriffsmuster näher betrachtet und Maßnahmen aufgezeigt, mit denen Unternehmen ihre Infrastruktur schützen können.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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